Deutsch-französische Dissertationspreise

Zwei Wissenschaftlerinnen mit engen Bezügen nach Münster sind am 29. Januar 2026 in der deutschen Botschaft in Paris vom Präsidenten der Deutsch-Französischen Hochschule, Philippe Gréciano, mit Preisen für ihre juristischen Dissertationen ausgezeichnet worden. Thea Schlütermann (3. v. r.) hat den Dissertationspreis der deutsch-französischen Juristenvereinigung für ihre Studie „Die Ergänzung der repräsentativen Demokratie – eine Untersuchung anhand der französischen Convention Citoyenne pour le Climat“ erhalten. Die Arbeit ist an den juristischen Fakultäten in Münster und Toulouse entstanden. Sie wurde in Cotutelle gemeinsam betreut von Gernot Sydow und Aurore Gaillet, die regelmäßig auch in Münster lehrt. Die Arbeit von Thea Schlütermann untersucht, unter welchen Bedingungen ein Bürgerrat die tradierten Verfahren der parlamentarischen, repräsentativen Demokratie bereichern kann.
Ebenfalls ausgezeichnet wurde Clothilde Melin (2. v. r.), Universität Toulouse, und zwar für ihre Dissertation über „Le droit au juge légal en Allemagne : étude à la lumière du droit français et perspectives européennes“ (Das Recht auf den gesetzlichen Richter in Deutschland vor dem Hintergrund des französischen Rechts und europäischer Perspektiven). Auch Clothilde Melin hat enge Beziehungen nach Münster: Erste Grundlagen für ihre rechtsvergleichenden Studien hatte sie während eines Erasmusjahrs in Münster gelegt. Aus der Münsteraner Fakultät war Gernot Sydow 2025 Mitglied der jury de thèse bei der Verteidigung ihrer Dissertation in Toulouse. Im Sommersemester 2026 wird Clothilde Melin in Münster im Rahmen der Fachspezifischen Fremdsprachenausbildung die travaux dirigés zum französischen Verfassungsrecht halten, die französische Form der Arbeitsgemeinschaft.
