Hot Science Communication Lab

Das "Hot Science Communication Lab” beschäftigt sich mit wissenschaftlichen Themen, die stark umstritten sind. Die besondere Herausforderung solcher „heißen“ Wissenschaftskommunikation liegt dabei in ihrem multimodalen Charakter, der u.a. Text, Bild, Ton und interaktive Elemente umfasst. Soziale Medien, generative KI, Deep Fakes oder Memes schaffen eine Informationsumgebung, in denen Multimodalität die Wissenschaftskommunikation "aufheizt". Das Lab fokussiert also die Schnittstelle von Multimodalität und Kontroversen in der Wissenschaftskommunikation.

Die im Lab durchgeführten Forschungsarbeiten umfassen (computergestützte) Analysen multimodaler Inhalte sowie Experimente und Umfragen. Integraler Bestandteil dieses Vorhabens sind Forschungsaufenthalte im Ausland sowie ein Fellowship-Programm, das es Forschenden ermöglicht, am Hot SciComm Lab zu forschen. In der Lehre wird das Labor eng in den Masterstudiengang "Knowledge & Communication" integriert. Mit einem innovativen "Think-and-Do-Tank-Modell" als Transferstrategie wird das Labor vertrauenswürdige Botschafter:innen identifizieren und Workshops organisieren, um sie zu befähigen, effektiv über multimodale, kontroverse wissenschaftliche Themen zu kommunizieren.

Zeitraum: 01.10.2025-30.09.2029

Finanzierung: Volkswagen Stiftung

Ziele
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Aktuelles

  • Start des Labs

    Das Hot Science Communication Lab ist am 01. Oktober 2025 gestartet. 

    Team des Hot SciComm Labs
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  • Neuer Essay: Multimodalität in der Wissenschaftskommunikation bei kontroversen
    Themen

    Am 22.04.2026 haben Julia Metag und Florian Wintterlin einen Essay im Journal of Science
    Communication (JCom) veröffentlicht. Die Arbeit entstand im Rahmen des von der
    VolkswagenStiftung geförderten Projekts “Hot Science Communication Lab”.
    In “Why multimodality matters when science is contested” argumentieren wir, dass die
    Kombination verschiedener Kommunikationsmodi – Text, Bilder, Videos und Audio – durch
    digitale Plattformen in der Wissenschaftskommunikation stark zugenommen hat. Besonders
    bei kontroversen wissenschaftlichen Themen wie Klimawandel oder Impfungen spielt
    Multimodalität eine zentrale Rolle: Sie ermöglicht virale Verbreitung, emotionale
    Überzeugungskraft und Personalisierung. Der Essay zeigt auf, dass multimodale Inhalte
    einerseits Chancen für zugängliche und engagierende Wissenschaftskommunikation bieten,
    andererseits aber auch Risiken durch Desinformation, Deepfakes und AI-generierte Inhalte
    bergen.
    Dabei plädieren wir für eine stärkere Auseinandersetzung mit dem Zusammenspiel
    verschiedener Modalitäten und für die Weiterentwicklung computergestützter Methoden
    zur Analyse multimodaler Wissenschaftskommunikation. Der Essay ist Open Access
    verfügbar unter: https://jcom.sissa.it/article/pubid/JCOM_2503_2026_Y01/.

  • Forschungsaufenthalt am Centre for Climate Communication and Data Science in Exeter

    Vom 4. bis zum 8. Mai ging es für das Hot Science Communication Lab auf Forschungsreise.
    Julia Metag und Florian Wintterlin waren zu Gast am Centre for Climate Communication and
    Data Science (C3DS) der University of Exeter. Gastgeberin war Prof. Saffron O‘Neill, Co-
    Direktorin des C3DS und Professorin für Climate & Society. Im Fokus des Besuchs stand der
    Austausch zur computergestützten Analyse multimodaler Wissenschaftskommunikation.

    Das C3DS verbindet sozial- und computerwissenschaftliche Ansätze zur Erforschung von
    Klimavisualisierungen. An der Schnittstelle von KI, Sozialwissenschaft und
    Klimakommunikation untersucht das Zentrum, wie strategische Kommunikation zu wirksamen
    Klimaschutzmaßnahmen beitragen kann und wie die moderne Informationsumgebung
    umfassendes Klimahandeln fördert oder behindert.
    Am Mittwoch, 6. Mai 2026, präsentierten Julia Metag und Florian Wintterlin ihre Arbeit im
    C3DS-Lunchtalk: „Why Using More Than Words Matters When Science is Controversial”.

  • Kontroverse Themen im digitalen Zeitalter: Forschungsdialog am Fachbereich 06

    Am 25. Juni 2026 fand im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Forschungsdialog“ des Fachbereichs Erziehungswissenschaft und Sozialwissenschaften eine aktuelle Diskussion und Workshop unter dem Titel „Controversial Topics in (Digital) Public Spheres – What is fueling debates today, and what role does academia play in this?“ statt.

    Drei Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Disziplinen gingen gemeinsam der Frage nach, was kontroverse Themen eigentlich ausmacht, welche Erkenntnisse die verschiedenen Disziplinen mitbringen und welche Rolle Wissenschaft in öffentlichen Debatten spielen kann und sollte.

    An der Diskussion dem Format teilgenommen haben Prof. Dr. Ana Larissa Oliveira (Universität Münster / Federal University of Minas Gerais), Expertin für politischen Diskurs, Konfliktsprache und Hassrede, Prof. Dr. Helena Stehle, Professorin für Kommunikationswissenschaft an der Universität Münster und Expertin für (nicht-) intentionale Organisationskommunikation, sowie Dr. Tobias Albrecht vom Institut für Politikwissenschaft mit einem Schwerpunkt in demokratischer Theorie und den kulturellen Grundlagen von Demokratie.

    Moderiert von Prof. Dr. Julia Metag und Dr. Florian Wintterlin wurden in der Diskussion zwischen Teilnehmenden und Referent*innen Kriterien zur Definition kontroverser Themen aus Sicht von Wissenschaft und Gesellschaft deutlich und wie viel Erkenntnispotenzial im Gespräch zwischen den Disziplinen steckt — vor allem wenn es um die aktuellen Fragen unserer digitalen Gesellschaft geht.

    Plakat zum Forschungsdialog
    © Fachbereich 06
    Expert*innen aus dem Fachbereich 06
    © Christian Fischer