Das „Arrival City“-Konzept von Doug Saunders beschreibt Viertel, in denen Zuwanderung besonders sichtbar wird. Statt Migration als Problem zu sehen, betont die Idee die Chancen durch Arbeit, Bildung und neue Netzwerke. Saunders versteht Ankunftsstädte als Orte von Dynamik und Innovation.
Untersucht wird dies im Buch aus einer postmigrantischen Perspektive am Beispiel der Stadt Fürth. Grundlage sind Interviews mit Unternehmer:innen und sowie Vertreter:innen nicht-/städtischer gesellschaftlicher Institutionen sowie informeller Akteur:innen, die das Stadtleben prägen. Eindrückliche sozial-dokumentarische Fotografien von Stadt und Menschen stellen das Leben in der Ankunftsstadt vor. Link
Vom 25.02.2026 bis 27.02.2025 fand die diesjährige Nachwuchstagung des Hochschulverbandes für Geographiedidaktik (HGD) in Vechta statt. Die Tagung bot den jungen Nachwuchswissenschaftler:innen aus ganz Deutschland vielfältige Möglichkeiten des Austauschs und der Vernetzung. Neben einer gemeinsamen Stadtexkursion wurden Workshops zu verschiedenen Forschungsmethoden und -projekten angeboten, die ebenfalls viel Raum für gegenseitigen Austausch boten. Lisa Wieczorek, Luis Rüther und Tabea Thomsen vom IfDG stellten in diesem Rahmen Ergebnisse ihrer Forschungsvorhaben vor.
(11. März 1958 – 18. Februar 2026)
Mit großer Betroffenheit nehmen wir viel zu früh Abschied von unserem ehemaligen Mitarbeiter. Karl-Heinz Otto war seit 1987 als Hochschuldozierender am IfDG tätig. Im Jahr 2000 übernahm er zunächst eine Vertretungsprofessur an der TU Dortmund, bevor er 2004 auf die Professur für Geographiedidaktik an der Ruhr-Universität Bochum berufen wurde.
Sein Wirken stand für einen Geographieunterricht, der Verantwortung und Neugier verbindet. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählten unter anderem Bildung für nachhaltige Entwicklung, das System Erde–Mensch sowie die naturwissenschaftliche Grundbildung. Besonders am Herzen lagen ihm das Experimentieren und das Lernen vor Ort im Geographieunterricht. Fachlich reichten seine Interessen von Trockenräumen und Mooren bis zu metallischen Rohstoffen (insbesondere Lithium); regional setzte er Schwerpunkte unter anderem in Lateinamerika sowie im Ruhrgebiet und in Westfalen. Der Universität Münster blieb er stets eng verbunden – nicht zuletzt durch sein langjähriges Engagement als Vorsitzender der Geographischen Kommission für Westfalen.
Mit Karl-Heinz Otto verlieren wir einen hochgeschätzten wissenschaftlichen Kollegen, einen leidenschaftlichen Hochschullehrer und einen lebensbejahenden, stets offenen Menschen, der uns in Erinnerung bleiben wird.
Am Institut für Didaktik der Geographie ist zum 01.01.2026 das Drittmittelprojekt „GeoX Münster – Geographischer Exkursionstag für Schulen“ gestartet. Das Projekt wird von der Universitätsgesellschaft Münster als Leuchtturmprojekt gefördert und unter der Leitung von Dr. Nadine Rosendahl und Dr. Katja Wrenger in Kooperation mit dem Marketing Münster durchgeführt. Der erste Exkursionstag für Schulen findet am 1. Juli 2026 in Münster statt und ist fortan als jährliches Format geplant.
Die digitale Fortbildungsreihe „15 Minuten Geographie“, herausgegeben vom IfDG in Kooperation mit dem ZfsL Bonn, wird auch 2026 fortgesetzt. Alle zwei Monate erscheint ein neues, für den Geographieunterricht besonders relevantes Thema – kompakt aufbereitet für Lehrkräfte und Lehramtsstudierende. Den Auftakt macht im Februar Luis Rüther mit einem didaktischen Impuls sowie praxiserprobten Unterrichtsmaterialien zum Thema „Umgang mit Desinformation“. Link
Die Europäische Union fördert im Rahmen des Programms Erasmus+ für drei Jahre das Projekt Teach4Sustainability. Ziel ist es, die Klima- und Nachhaltigkeitsbildung in der Lehrkräftebildung durch digitale und interkulturelle Zusammenarbeit zwischen europäischen Staaten und Ländern des „globalen Südens“ zu stärken. Im Mittelpunkt stehen virtuelle Austauschformate, forschungsbasiertes Lernen und interkultureller Dialog, die angehende Geographielehrkräfte über unterschiedliche Bildungskontexte hinweg miteinander vernetzen. Am Projekt beteiligen sich Partneruniversitäten aus Spanien, Äthiopien, Nigeria, Ruanda und Gambia. Die Leitung des Verbundes liegt beim IfDG.
Am 27.01.2026 fand am Institut für Didaktik der Geographie eine Posterpräsentation statt, in der Masterstudierende gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern aus Dülmen kritisch Schulbuchdarstellungen Afrikas reflektierten. In einem konferenzähnlichen Format wurden alternative, differenzierte Darstellungsweisen entwickelt und im Rahmen einer Peer-Bewertung ausgezeichnet.
Am 27.01.2026, 17 Schülerinnen und Schüler des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums besuchten das IFDG, um sich mit Fragen von Repräsentation, Perspektivenvielfalt und interkulturellem Lernen auseinanderzusetzen. Der Austausch verband schulische Vorbereitung mit universitärer Lehre und bot Raum für kritische Reflexion.
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert im Rahmen des Programms „The World Academy of Sciences (TWAS)“ den Gastaufenthalt von Dr. Lum Sonita Awah von der University of the Free State (Südafrika) am IfDG. Sie ist Teil des „Climate and Development Knowledge Network“ und forscht u. a. zu systemischem Denken im Bereich Disaster Management. Dr. Awah wird im Laufe des Jahres ihr Stipendium in Münster antreten.
Das Anne-Frank-Gymnasium Werne und das IfDG haben ihre langjährige Zusammenarbeit nun offiziell in einer Kooperationsvereinbarung festgeschrieben. Damit wird eine bewährte Partnerschaft nachhaltig gesichert und weiter ausgebaut. Die Kooperation ermöglicht es, den Schülerinnen und Schülern, Geographie als Wissenschaft zum Anfassen zu erleben – etwa durch experimentelle Unterrichtsstunden, in denen sie selbst forschen, Hypothesen aufstellen und Ergebnisse auswerten. Gleichzeitig sammeln Studierende der Universität Münster wertvolle Praxiserfahrungen im Unterricht.
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