Schulbesuch aus Dülmen: Dialog zu Nigeria und Repräsentation

Am 27.01.2026 begrüßte das Institut für Didaktik der Geographie 17 Schülerinnen und Schüler des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums in Dülmen zu einem Schulbesuch, der sich mit Fragen von Repräsentation, gelebter Erfahrung und interkulturellem Lernen beschäftigte.
Begleitet von ihren Lehrkräften Frau Sibel Dayioglu und Herr Ole Börner hatten sich die Schülerinnen und Schüler im Vorfeld im Unterricht intensiv mit Nigeria auseinandergesetzt. Dabei wurden sowohl curriculare Inhalte als auch literarische und künstlerische Werke nigerianischer Autorinnen und Autoren behandelt. Der Besuch am Institut bot die Möglichkeit, diese Vorarbeit durch den direkten Austausch im universitären Kontext zu vertiefen.
Zu Beginn nahmen die Schülerinnen und Schüler an der Posterpräsentation teil, die von Masterstudierenden des Seminars „Reimagining Africa…“ gestaltet worden war. Die Poster thematisierten problematische Darstellungen afrikanischer Länder in Schulbüchern und stellten differenzierte Gegenperspektiven vor, die darauf abzielten, stereotype Zuschreibungen in Bildungsmedien kritisch zu hinterfragen und ausgewogenere Darstellungsweisen zu entwickeln.
Im Anschluss an die Ausstellung folgte ein interaktiver Austausch mit Dr. Emmanuel Eze, der Einblicke in seine persönlichen Lebenserfahrungen in Nigeria gab. Dadurch konnten die Schülerinnen und Schüler schulische Inhalte, literarische Perspektiven und individuelle Narrative miteinander verknüpfen und reflektieren, wie Länder und Regionen im schulischen Kontext dargestellt und wahrgenommen werden.
Der Besuch verdeutlichte den Mehrwert der Zusammenarbeit zwischen Schule und Universität in der Geographie- und Fremdsprachendidaktik. Er eröffnete einen gemeinsamen Lernraum, in dem Schülerinnen und Schüler, Lehramtsstudierende und Lehrkräfte zentrale Fragen zu Repräsentation, Vielfalt und verantwortungsvoller Wissensproduktion im Unterricht diskutieren konnten.
