© Shutterstock Das Projekt „Geistlicher Missbrauch in Geistlichen Gemeinschaften“ untersucht das Phänomen geistlichen bzw. spirituellen Missbrauchs exemplarisch in den Diözesen Osnabrück und Münster anhand zweier Geistlicher Gemeinschaften, in denen es geistlichen Missbrauch gegeben hat.
Besondere Aufmerksamkeit finden dabei – neben Arbeiten an der begrifflichen Klärung des Phänomens „geistlichen/spirituellen Missbrauchs“ – insbesondere die Untersuchung der Bedingungen und Faktoren für die Entstehung und Aufrechterhaltung geistlichen Missbrauchs sowie die Analyse religiöser Praktiken, theologischer Überzeugungen und anthropologischer Konzepte, die diesen begünstigen.
Das Projekt will mit der Untersuchung auch zur Entwicklung von Präventionsmaßnahmen zur Verhinderung geistlich/spirituellen Missbrauchs in geistlicher Begleitung und in der Pastoral beitragen.
Vor allem aufgrund der Studienteilnahme zahlreicher Menschen – darunter viele Betroffene – durch Meldungen, Interviews und Dokumentenabgaben, die zur Erforschung geistlichen Missbrauchs beigetragen haben und im Vorfeld so nicht erwartet worden waren, sowie der Dauer der Aktenrecherche wurde der Projektzeitraum um ein Jahr bis Ende 2026 verlängert.
Die Ergebnisse der Studie werden zu Herbstbeginn dieses Jahres vorgestellt.
Kontakt Vorstellungsvideo Projektskizze und Ziele: Hier anschauen In dem Projekt "Geistlicher Missbrauch in Geistlichen Gemeinschaften" beschäftigt sich Prof. Dr. Judith Könemann mit der Frage nach den strukturellen Bedingungen und Mechanismen, die geistlichen Missbrauch in religiösen Gemeinschaften ermöglichen. Das Projekt untersucht Machtdynamiken, Kontrolle und manipulative Praktiken in geistlichen Kontexten.
Tagung in Siegburg zu Gewaltforschung Kath.-Theol. Fakultät Münster (August 2025): Engagierte Beiträge zu spirituellem Missbrauch: Hier lesen Juliana Osterholz hat bei einer Vernetzungstagung junger Wissenschaftler:innen zum Thema "Machtanmaßung - spiritueller Missbrauch - sexualisierte Gewalt" einen Workshop zu mentaler Gesundheit von Gewaltforscher:innen und einen Vortrag über die systemischen Perspektiven spirituellen Missbrauchs gehalten.
Veröffentlichung zum Thema Datenschutz Prof. Könemann: Aufsatz "Von den Grenzen des Sagbaren" im Sammelband "Spirituellen Missbrauch verhindern": Hier lesen Einblicke in die Grundlagen des staatlichen sowie kirchlichen Datenschutzes, Interessenabwägungen, Akteneinsichten und in den Schutz von personenbezogenen Daten gibt Prof. Dr. Judith Könemann in ihrem neuesten Aufsatz über die datenschutzrechtlichen Herausforderungen eines Forschungsprojekts, das geistlichen Missbrauch untersucht.
Artikel über spirituellen Missbrauch und dessen systemische Hintergründe Anzeiger für die Seelsorge (Mai 2025): Geistlicher Missbrauch - sein systemischer Charakter: Hier lesen Besonders gefährlich wird Spiritueller Missbrauch im Kontext geschlossener Institutionen und Gemeinschaften, die auf ein enges Zusammenleben setzen. Prof. Dr. Judith Könemann erläutert in ihrem Artikel die systemischen Strategien und Voraussetzungen für Spirituellen Missbrauch und skizziert problematische Beziehungsgefüge in solchen Systemen.
Interview über die Gefahr von spirituellem Missbrauch Kirche+Leben (Februar 2025): Warum ist geistlicher Missbrauch eine Gefahr?: Hier lesen Prof. Dr. Judith Könemann erklärt im Interview mit Kirche+Leben, wieso von spirituellem Missbrauch eine besondere Gefahr ausgeht, wie Täterstrategien aussehen und wieso spiritueller Missbrauch auch unabhängig von sexualisierter Gewalt betrachtet werden muss.
Interview mit katholisch.de über Missbrauch durch Laien katholisch.de (Januar 2025): Wenn Katecheten übergriffig werden: Hier lesen Sakramentenkatechese wird häufig als Ort von sexueller wie spiritueller Gewalt übersehen, weil dort vermehrt Laien engagiert sind. Wie spirituelle Gewalt in der Katechese aussehen kann und wie Katechet*innen und Eltern sensibilisiert werden können, erklärt Prof. Dr. Judith Könemann im Interview mit katholisch.de.
Interview mit dem Bürgerradio Ems-Vechte-Welle Ems-Vechte-Welle (Oktober 2024): Studie zum geistlichen Missbrauch in den Bistümern Osnabrück und Münster: Hier geht es zum Interview Im Interview mit dem Bürgerradio Ems-Vechte-Welle legt Prof. Dr. Judith Könemann dar, worum es sich beim dem Projekt "Geistlicher Missbrauch in Geistlichen Gemeinschaften" handelt, berichtet von ersten Ergebnissen der Studie und und spricht über Präventionsansätze als ein Ziel der Studie.
Tagung in Salzburg im Zeichen der Prävention „spiritueller Gewalt“ Erzdiözese Salzburg (Oktober 2024): Tagung in Salzburg im Zeichen der Prävention „spiritueller Gewalt“: Hier lesen Bei einer österreichweiten Fachtagung der Diözesanen Stabsstellen für Prävention von Missbrauch und Gewalt gab Prof. Dr. Judith Könemann einen detaillierten Einblick in das Phänomen "Geistlichen Missbrauch" und plädierte dafür, spirituelle Gewalt als eigene Form der Gewalt zu benennen. In Workshops sensibilisierten sich die Teilnehmenden für Präventionsmöglichkeiten.
Interview zu Vorfall bei Weltjugendtag in Lissabon Kirche+Leben (Dezember 2023): Theologin aus Münster zu Vorfall bei Weltjugendtag in Lissabon: Hier lesen Prof. Könemann kommentiert im Gespräch mit Kirche+Leben die Handkommunion-Verweigerung beim Weltjugendtag in Lissabon und erklärt den Unterschied zwischen klerikalem Machtmissbrauch und spirituellem Missbrauch.
Veröffentlichung zu Spirituellem Missbrauch in "Lebendiger Seelsorge" Prof. Könemann: Aufsatz "Spiritueller Missbrauch in Geistlichen Gemeinschaften" in der Lebendigen Seelsorge 3/74: Hier lesen Geistliche Gemeinschaften stellen bei der Untersuchung von Strukturen, Mechanismen und Täter*innen spirituellen Missbrauchs ein eigenständiges Forschungsfeld dar. Judith Könemann beschreibt vor dem Hintergrund jüngster Befunde in Deutschland und Frankreich die Relevanz verschiedener Kontextfaktoren – darunter diözesanes Leitungshandeln und Theologien geistlichen Lebens – für die aktuelle Forschung.
Interview mit dem Kirchenboten über Projektinhalte und die Definition von Spirituellem Missbrauch Kirchenbote Nr. 15 (April 2023): Interview mit Prof. Judith Könemann zum Thema "Geistlicher Missbrauch": Hier lesen Prof. Dr. Judith Könemann erklärt, wieso Geistlicher Missbrauch so schwierig zu definieren ist, nennt Beispiele wie er aussehen kann und erläutert, welche Rolle Macht, geistliche Gemeinschaften und Aufarbeitung in dem Projekt spielen.
Interview mit Unizeitung zur Definition von Geistlichem Missbrauch Unizeitung wissen|leben Nr. 1 (2. Februar 2023): "Geistlicher Missbrauch im Fokus": Hier lesen Was ist überhaupt Geistlicher Missbrauch? Im Interview mit wissen|leben startet Prof. Könemann einen ersten Erklärungsversuch und spricht darüber hinaus über die Vorgehensweise und Ziele des Forschungsprojekts.