„Papst muss liefern“

Die derzeit in Rom tagende Familiensynode steht nach Ansicht von Hubert Wolf unter einem starken Erwartungsdruck. „Der Papst muss liefern“, sagte er der Zeitschrift „Publik Forum“ in einer Diskussion mit der Kirchenrechtlerin Sabine Demel und Martha Heizer von der Initiative „Wir sind Kirche“. Viele Katholiken seien von Dialogprozessen frustriert, die „kein Ende und kein Ergebnis“ hätten. Vor allem wiederverheiratete Geschiedene möchten laut Wolf „endlich wissen, was Sache ist“.

Der Kirchenhistoriker fordert außerdem dazu auf, sich für Reformen nicht in dogmatischen Grundsatzstreitigkeiten zu verlieren, sondern in der Geschichte der Kirche nach Alternativen zu suchen, die sich in früheren Zeiten bereits bewährt haben. Mehrere Beispiele dafür hat er Anfang des Jahres in seinem Buch „Krypta“ vorgestellt. Das vollständige Streitgespräch ist in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Publik Forum“ veröffentlicht und nach Angabe einer E-Mail-Adresse kostenlos abrufbar.

Zur aktuellen Debatte äußert sich Wolf außerdem in einem Interview mit der Katholischen Presseagentur Österreichs "kathpress"