Arnulf Rainer verstorben
Die Katholisch-Theologische Fakultät trauert um ihren Ehrendoktor Arnulf Rainer. Der österreichische Maler wurde am 8. Dezember 1929 in Baden bei Wien geboren und starb am 18. Dezember 2025. Im Jahre 2004 wurde Arnulf Rainer die Ehrendoktorwürde der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster verliehen.

Arnulf Rainer ist einer der international bekanntesten österreichischen Maler der Nachkriegszeit. Mit seinen „übermalten“ Bildern setzte er einen völlig neuen Akzent. Insbesondere mit seinen Kreuzbildern und zeichnerisch verfremdeten Totenmasken hat sich Rainer international weite Reputation erworben.
Mit großer Beharrlichkeit setzte sich sein malerisches Werk, das von Emotionalität und physischer Heftigkeit geprägt ist, mit der Imaginationswelt des Christentums auseinander, begründete die Katholisch-Theologische Fakultät 2004 die Verleihung der Ehrendoktorwürde. Rainer problematisierte Bildfindungen der Geschichte, übersetzte vertraute, aber fremd gewordene bildliche Vorstellungen auf eigenwillige Weise in die Gegenwart und entwarf anschauliche Korrespondenzen zwischen einem kulturgeschichtlich prägenden Bildrepertoire und einer Kunst auf der Höhe der Zeit.
Die Fakultät erklärte im Urkundentext für Arnulf Rainer außerdem, sie ehre „den für die Entwicklung der zeitgenössischen Malerei maßgeblichen und wegweisenden Künstler, der mit seinen Werken bis an die Grenzen der Malerei vorgestoßen ist und der dem kritischen wie reflexiven Potential genuiner Malerei weit über den Bereich der Kunst hinaus Anerkennung und Geltung verschafft hat.“
Arnulf Rainer wurde 2003 mit dem Rhenus-Kunstpreis für sein Gesamtwerk geehrt. 2006 wurde Rainer das Ehrendoktorat der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz verliehen. Im selben Jahr erhielt er den Aragón-Goya Preis für sein Lebenswerk und seine künstlerische Verwandtschaft zu Francisco de Goya. Im September 2009 wurde in Baden bei Wien das Arnulf Rainer Museum eröffnet.
Einen Nachruf in der Wochenzeitung Die Zeit lesen Sie hier.
