In seiner Begrüßungsansprache informierte Dekan Prof. Dr. Dr. Klaus Müller über aktuelle Entwicklungen an der Fakultät. Er bedauerte, dass vakante Lehrstühle aus verschiedenen Gründen noch nicht wiederbesetzt werden konnten. Das sei gerade angesichts steigender Studierendenzahlen im Fach Katholische Theologie "prekär".
In einem inhaltlichen Teil nahm Müller Bezug auf das "Memorandum", das im Februar 2011 erschienen ist und notwendige Veränderungen in der Kirche einfordert. Müller betonte, dass Unterzeichner und Nichtunterzeichner an der Fakultät einträchtig miteinander lehrten, vereint in der Sorge um die Zukunft der Kirche. Kritik an dem Papier wies er zurück und sagte: "Wenn man wirklich einen Dialog will, muss man etwas haben, worüber man ernsthaft redet - unter Umständen mit der Folge, dass die anderen auch einmal Recht haben könnten und nicht immer und jedes Mal die Amtsräger die Mühsal des Suchens und Verstehens schon hinter sich, sondern genauso vor sich haben wie die Theologinnen und Theologen auch." Die gesamte Ansprache lesen Sie hier.
In seinem Promotionsvortrag führte Benedikt Paul Göcke ein in das philosophische System von Karl Christian Friedrich Krause (1781-1832) und bemerkte, "dass den meisten von Ihnen Krause sicher genauso unbekannt ist, wie mir, als ich anfing, mich mit ihm zu beschäftigen". Der Philosoph, der Vater von 14 Kinder war und sich nie in der Akademischen Welt zurechtfinden konnte, hinterließ ein umfangreiches Werk, das bislang kaum systematisiert ist. Er prägte den Begriff des Panentheismus und legte ein System vor, das alle Wissenschaften in ein harmonisches Ganzes integriert.
In seinem Schlusswort dankte Professor Müller den anwesenden Eltern, "dass Sie uns Ihre Kinder anvertraut haben, um gute Theologinnen und Theologen zu werden" und schloss: "Ich hoffe, wir haben das unsere dazu beigetragen."
















































