Der Energieverbrauch in Privathaushalten soziologisch betrachtet

Marco Sonnberger, Michael M. Zwick

Abstract


In unserem Beitrag rekonstruieren wir anhand qualitativer Leitfadeninterviews die Ursachen für stark abweichende Energieverbräuche in Privathaushalten. Bei der Auswahl geeigneter Zielhaushalte konnten wir auf direkt gemessene Verbrauchsdaten zurückgreifen, die im Rahmen des BMBF-geförderten Projektes „SEE – Stadt mit Energieeffizienz Stuttgart“ erhoben wurden. Auf Basis dieser Daten wählten wir 31 möglichst heterogene Haushalte aus, die wir mit problemzentrierten Leitfadeninterviews eingehend zu ihren Energieverbräuchen und dahinterliegenden Rationalitäten befragt haben. In unserem Beitrag stellen wir sieben dieser Haushalte vor, die sich nicht nur bezüglich Lebenslage und Energieverbrauch stark unterscheiden, sondern auch differentielle subjektive Deutungen für den Umgang mit Energie anbieten. Wir arbeiten charakteristische Erklärungsmuster heraus, die auf prägnanten Konfigurationen von Verhaltensweisen und Motiven, Lebenslage und Ressourcenausstattung sowie gesellschaftlichen Kontextbedingungen fußen. Unsere Analysen legen nahe, dass die für einen nachhaltigen Energieverbrauch optimale Verbindung von Effizienz- mit Suffizienzbestrebungen eher unwahrscheinlich ist. Es empfehlen sich zielgruppenspezifische Interventionen.


Schlagworte


Energieverbrauch; Energiesparen; Lebenslage; Umweltbewusstsein; Suffizienz; Energieeffizienz

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