Wissenschaftler der WWU nutzen ein breites Spektrum bildgebender Verfahren, um Strukturen und Vorgänge im Körper zu erforschen. Ihr Wissen haben sie in der vergangenen Woche an den internationalen Nachwuchs weitergegeben: Die Teilnehmer der inzwischen zehnten „Mouse Imaging Academy“ trainierten fünf Tage lang verschiedene Verfahren für die Untersuchung von Mäusen.
Wie verhalten sich Immunzellen im Körper? Was passiert bei einer Immuntherapie? Um diese Fragen zu beantworten, bringt die Europäische Union führende Experten aus Forschung und Pharmaindustrie zusammen. Am 1. Oktober startete das europaweite Forschungsprojekt „Immune-Image“, das mit 30 Millionen Euro gefördert wird und an dem auch Wissenschaftler der WWU maßgeblich beteiligt sind.
Die Doktorarbeit von Mediziner Dr. Robert Seifert basiert auf einer interdisziplinären Zusammenarbeit, unterstützt vom Exzellenzcluster „Cells in Motion“. Er und seine Kollegen entwickelten einen Algorithmus, um Bilddaten präzise zu analysieren. Hierfür gab es einen WWU-Dissertationspreis.
Immunologen und Bildgebungsspezialisten des Exzellenzclusters „Cells in Motion“ haben gemeinsam eine Methode entwickelt, mit der sie die Aktivität von Entzündungszellen in Mäusen besser beurteilen und untersuchen können. Die Studie ist in der Fachzeitschrift „Theranostics“ erschienen.
Die CiM-Forscher Prof. Michael Schäfers und Prof. Stefan Schlatt haben Journalisten im November Experimente mit Mäusen demonstriert und Einblicke in die Haltung verschiedener Tiere an der Universität Münster gegeben. Die WWU hat einen Erfahrungsbericht sowie Links zu den entstandenen Beiträgen zusammengestellt.
Prof. Friedemann Kiefer erforscht am Exzellenzcluster „Cells in Motion“, wie sich Lymphgefäße bilden und erhalten bleiben. Dabei blickt er immer wieder über den Tellerrand des eigenen Fachgebiets und entwickelt neue Ideen. Sein großes Ziel: Beiträge leisten, die sich als dauerhaft tragend erweisen.
Ein Teil des Fundaments des Exzellenzclusters „Cells in Motion“ feiert dieses Jahr sein zehnjähriges Jubiläum: Das „European Institute for Molecular Imaging“. Wie hat sich das Institut in den vergangenen Jahren entwickelt? Was waren besondere Momente? Die EIMI-Direktoren ziehen in einem Interview Bilanz.
Forscher des Exzellenzclusters „Cells in Motion“ haben ein neues Verfahren entwickelt, mit dem sie anhand von Gewebeproben Blut- und Lymphgefäße bei Lymphödemen digital räumlich rekonstruieren, visuell darstellen und analysieren können. Die Studie ist in der Fachzeitschrift „JCI Insight“ erschienen.
Prof. Michael Schäfers ist fasziniert von den Möglichkeiten der Positronen-Emissions-Tomographie, mit der sich molekulare Vorgänge im Körperinneren sichtbar machen lassen. Mithilfe dieser Technik möchte er Entzündungsherde darstellen und so beispielsweise besser verstehen, wann es zu Herzinfarkten kommt.
Wie lassen sich Vorgänge im Körper sichtbar machen, die dem Auge normalerweise verborgen bleiben? Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Exzellenzcluster „Cells in Motion“ nutzen dafür ein breites Spektrum bildgebender Verfahren und arbeiten daran, die Möglichkeiten der Bildgebung noch zu erweitern.
Forscher des Exzellenzclusters „Cells in Motion“ (CiM) konnten erstmals akute Entzündungen im Gehirn bei Patienten mit Multipler Sklerose bildgebend nachweisen. Die Studie ist aktuell in der Fachzeitschrift „Science Translational Medicine“ erschienen.
Forscher suchen nach neuen Wegen, um bakterielle Infektionsherde im Körper zu finden und zu behandeln. Bislang forschen einige Gruppen an speziellen Zuckermolekülen, mit denen die Bakterien markiert und damit sichtbar gemacht werden können. Welches Potenzial dieser Ansatz hat, um Bakterien gezielt abzutöten, hat nun ein von Forschern des Exzellenzclusters "Cells in Motion" geleitetes deutsch-italienisches Team untersucht.
Für Zellen ist Sauerstoff überlebensnotwendig. Einen akuten Sauerstoffmangel einzelner Zellen konnten Forscher bisher aber nicht beobachten. Dazu fehlten die technischen Möglichkeiten. Wissenschaftler aus Münster haben nun einen Reporter entwickelt, mit dem sie eine akute Sauerstoff-Unterversorgung von Zellen unter dem Mikroskop sehen können.
Bei Prof. Klaus Schäfers dreht sich alles um das Thema Bewegungskorrektur. Er und sein Team wollen klinische Bilder noch genauer machen. An Verbesserungsideen für die High-Tech-Geräte mangelt es nicht.
Wie lassen sich möglichst scharfe und eindeutige Bilder aus dem Körperinneren gewinnen – selbst wenn Bewegung im Spiel ist? Mit dieser Frage beschäftigen sich viele Wissenschaftler in Laboren des Exzellenzclusters "Cells in Motion". Bisher müssen Patienten während einer Untersuchung im Positronen-Emissions-Tomographen nicht nur besonders still liegen, sondern auch einen Atemgürtel anlegen. Dank eines neuen Computerprogramms könnte auf dieses Hilfsmittel zukünftig verzichtet werden.
Es ist nicht immer das teuerste High-Tech-Produkt gefragt, um die Medizintechnik zu optimieren. Ein Wissenschaftler aus einer Arbeitsgruppe im Exzellenzcluster „Cells in Motion“ hat für sein Experiment Xbox-Technik eingesetzt. Mirco Heß zeigt: Mit der erschwinglichen Technologie lassen sich klinische Bilder aus dem Inneren von außen besser nachvollziehen.
Wer in der Klinik für einen Ganzkörperscan in die Röhre kommt, muss still liegen bleiben und möglichst wenig atmen. Denn schon das Atmen bewirkt, dass tomografische Bilder verwackeln und an Schärfe verlieren. Medizinphysiker Dr. Florian Büther und Nuklearmediziner Dr. Thomas Vehren arbeiten deshalb daran, mit geringem Aufwand schärfere Bilder zu erzeugen.
Scannen statt Aufschneiden – um in den Körper eines Patienten hineinzublicken, benutzen Ärzte heute eine Reihe bildgebender Verfahren. Das Universitätsklinikum Münster kann nun mit einem innovativen Hybridgerät aufwarten, das PET und MRT miteinander kombiniert. Der Hochleistungsscanner liefert neue Bilder, stellt die Ärzte aber auch vor neue Herausforderungen.
Wenn Herzkranzgefäße durch Ablagerungen entzündet sind, kann es durch Einreißen der Gefäßwand zu einem Herzinfarkt kommen. Mit molekularer Bildgebung sollen entzündete Gefäßwände sichtbar gemacht werden, um das individuelle Risiko abschätzen zu können. Dr. Thomas Vogl, Dr. Andreas Faust und Dr. Sven Hermann arbeiten daran, neue Spürstoffe für diese Technik zu entwickeln.
Mit lichtmikroskopischen Verfahren lassen sich zelluläre Strukturen verschiedener Größenordnungen untersuchen – von Prozessen im gesamten Organismus bis hin zu kleinsten Bausteinen einer einzelnen Zelle. Besonders die Fluoreszenz und die 3D-Technik haben die Leistungsfähigkeit der Miroskope in den letzten dreißig Jahren enorm voran gebracht, erläutern Prof. Jürgen Klingauf und Prof. Friedemann Kiefer.
Seit kurzem gibt es im Exzellenzcluster „Cells in Motion“ (CiM) ein neues Gerät zur fotoakustischen Bildgebung. Prof. Michael Schäfers vom CiM-Koordinatorenteam erklärt im Interview mit Christina Heimken, weshalb dieser Prototyp von besonderer Bedeutung ist.