Modulbeauftragter Prof. Dr. A. Studer, Prof. Dr. F. Glorius
Voraussetzungen abgeschlossener BSc Studiengang, Zulassung zum Masterstudiengang Chemie
Veranstaltungszeitraum in der zweiten Hälfte des Sommersemesters (2. FS, 2. Block)
Dozenten und Anprechpartner

Vorlesung "Organische Wirkstrukturen": Prof. A. Studer

Vorlesung "Katalyse": Prof. Dr. F. Glorius

Modulorganisation: Dr. H. Frank

Anmeldung

Die Anmeldung für dieses Modul im Sommersemester erfolgt deutlich vor Semesterbeginn über die Studienkoordinatoren des Fachbereiches 12. Nach erfolgreicher Anmeldung bei den Studienkoordinatoren müssen sie sich zusätzlich zur Verbuchung der Studien- und Prüfungsleistungen zwingend über QISPOS anmelden. Für die Organisation und Einteilung der Forschungspraktika ist jedoch nur die Anmeldung über die Studienkoordinatoren maßgeblich.
Es stehen 40 Praktikumsplätze zur Verfügung, davon werden - je nach vorhandener Laborkapazität im Organisch-chemischen Institut - bis zu 10 Plätze in der vorlesungsfreien Zeit nach Semesterende angeboten.

Bei Fragen zu diesem Modul wenden Sie sich bitte an Dr. Holger Frank, Raum III 207, Tel. 0251/83-36505 oder per Mail.

Termine (Vorbesprechungen, Veranstaltungsbeginn etc.)

Modulbeginn: Dienstag, 13.06.2017

08:15 Uhr, Hörsaal O1:   1. Vorlesungsstunde

10.15 Uhr, Seminarraum A2/A3:   Allgemeine Sicherheitsunterweisung und Einführung zum Praktikum

Vorlesungszeiten

Mo-Fr 8:15 bis 9:00 Uhr, O1: Organische Wirkstrukturen (Prof. A. Studer)

Mo-Fr 9:15 bis 10:00 Uhr, O1: Katalyse (Prof. F. Glorius)

Achtung: Aufgrund von dienstlich bedingten Abwesenheiten der Dozenten kommt es zu Verschiebungen im Vorlesungsprogramm. Eine detaillierte Übersicht dazu finden Sie nach Einschreibung im Learnweb-Kurs zum Modul.

Praktikum

Forschungspraktikum im Organisch-Chemischen Institut

6W-Block, 13.06. - 21.07.2017 (inkl. Bericht zum Praktikum)

Modulabschlussprüfung Die mündliche Abschlussprüfung erfolgt bevorzugt in der 7. und 8. Woche des Moduls (24.07.-04.08.2017). Termine dafür können nach vorheriger Bestätigung der Teilnahme am Modul durch Dr. Frank mit den beteiligten Hochschullehrern schriftlich vereinbart werden. Die schriftliche Terminvereinbarung ist mindestens zwei Wochen vor dem Prüfungstermin beim Prüfungsamt Chemie einzureichen.
Links Link zum Learnweb (ab Modulbeginn)
Lehrinhalte Im ersten Teil der Vorlesung sollen die wichtigsten Naturstoffe/Wirkstrukturen behandelt werden. Ein Schwerpunkt liegt bei der Biosynthese der bedeutendsten Naturstoffe. Der biosynthetische Ansatz, den „Mutter Natur“ mit höchster Effizienz und Eleganz verwendet, wird vergleichend mit den Ansätzen, welche die moderne Organischen Chemie nutzt, diskutiert. Oxidationsprozesse, Reduktionsprozesse und C-C-Bindungsknüpfungen werden dabei adressiert. Diese Betrachtungsweise schafft für den Studenten die Basis zum Verständnis der biomimetischen Synthese, die zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Im zweiten Teil des Moduls werden die Studenten Einblicke in die jüngsten Entwicklungen auf dem Gebiet der Katalyse gewinnen. Katalyse, die Beschleunigung oder Steuerung chemischer Reaktionen, ist eine Schlüsseltechnologie der Gegenwart und der Zukunft, da hierdurch der schonende Umgang mit knapper werdenden Ressourcen und zudem die Synthese wertvoller, funktionaler Verbindungen (Chemie, Pharma, Materialien, Agro) ermöglicht wird. Im Teilmodul "Katalyse" soll ein Einblick in die Prinzipien und modernen Bereiche der Katalyse gegeben werden. Hierbei werden Gebiete der metallorganischen, der Organo- und Enzymkatalyse behandelt, insbesondere Themen wie Grüne Katalyse, Kreuzkupplungen, C-H-Aktivierungen, Asymmetrische Katalyse. Zudem soll auch ein kurzer Einblick in industrielle Prozesse und Sichtweisen und in den dabei besonders wichtigen Bereich der heterogenen Katalyse gegeben werden.

Die Experimentellen Übungen werden in Form eines Forschungspraktikums in einem der beteiligten Arbeitsgruppen des Organisch-Chemischen Instituts erbracht. Dabei bearbeiten die Studierenden unter Anleitung erfahrener Mitarbeiter kleinere Projekte im Rahmen aktueller Forschungsthemen. Je nach Arbeitsgebiet werden folgende Methoden und Techniken angewendet: Herstellung und Nutzung reaktiver metallorganischer Reagenzien und Intermediate, Schutzgaschemie mit Schlenk-Technik, Tieftemperaturreaktionen, Druck- und Hochdruckreaktionen z.B. Hydrierungen, fortgeschrittene Trenn- und Analysemethoden wie z.B. GC, HPLC, GC/MS, GPC, sowie sichere Anwendung spektroskopischer Methoden wie NMR-Spektroskopie und Massenspektrometrie zur Strukturaufklärung.
Ausreichende Vorkenntnisse in Praxis und Theorie aus einem grundständigen, chemischen BSc-Studium werden vorausgesetzt und sind im Zweifelsfall vorab mit dem Modulbeauftragten zu klären.