Preisträgerinnen und Sponsoren. Oben v.l.n.r: R. Behm (Evonik), Prof. Dr. A. Rentmeister, A. Peters, T. Wagener (JCF). Unten v.l.n.r.: R. Behm (Evonik), Prof. Dr. B. Wünsch, Dr. K. Brömmel, S. Meyer (JCF).
© Stephanie Meyer (oben)/Tobias Wagener (unten)

JCF Münster prämiert herausragende Abschlussarbeiten mit dem Evonik-Preis 2021

Auch in diesem Jahr wurden die Evonik-Preise 2021 für herausragende Leistungen während der Master- beziehungsweise Doktorarbeit trotz der besonderen Umstände verliehen. Aus den zahlreichen, sehr guten Einsendungen kürte die Jury Aileen Peters (AK Rentmeister, Masterpreis) und Dr. Kathrin Brömmel (AK Wünsch, Doktorpreis). Die Evonik Preise sind dotiert mit Preisgeldern in Höhe von 500 € bzw. 750 €.
Aileen Peters gelang es während ihrer Masterarbeit eine thermostabile S-Adenosyl-L-Methionin Transferase (MAT) zu entwickeln, welche AdoPCs (Adenosyl-Methionin-Analoga mit Photoschutzgruppen) herstellen kann. Die PC-MAT ermöglicht die sequenzspezifische Modifizierung von Plasmid-DNA sowie die lichtgesteuerte Entfernung dieser. Mit der Entwicklung dieser neuen MAT-Variante ist nun erstmals die Übertragung von Photoschutzgruppen in einer enzymatischen Kaskadenreaktion möglich.[1]
Dr. Kathrin Brömmel entwickelte im Rahmen ihrer Doktorarbeit fluoreszenzmarkierte sowie 18Fluor-markierte Liganden für einen durch Ca2+-Ionen aktivierten KCa3.1-Ionenkanal. Da der Ionenkanal eine wichtige Rolle bei der Progression und Metastasierung von besonders aggressiven Tumoren darstellt, eignet sich das Imaging des KCa3.1-Ionenkanal hervorragend für eine frühe Diagnostik. Darüber hinaus hat sie zum ersten Mal gezeigt, das sich Ionenkanäle mit PET-Tracern in vivo visualisieren lassen.[2]
Der Festvortrag im Anschluss an die Preisverleihung wurde in diesem Jahr von Frau Dr. Sarah Hintermayer und Herrn Dr. Christoph Weckbecker von Evonik gehalten. Im Vortag „One Evonik, Two Careers- two quite different career paths in a global specialty chemical company” schilderten beide Vortragenden ihren Karriereweg zum und im Unternehmen Evonik, welche unterschiedlicher nicht sein könnten. Die über 100 Zuhörenden konnten Einblick in einige spannende, innovative Projekte bei Evonik erhalten, wie beispielsweise das mit dem Entrepreneurship-Award ausgezeichnete „WallCraft“ Projekt, in dem ein selbstheilender Beton entwickelt wurde.

Das JungChemikerForum Münster bedankt sich auch an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei Evonik für die Stiftung der Preise, bei Frau Dr. Sarah Hintermayer und bei Herrn Dr. Christoph Weckbecker für den spannenden Festvortrag und bei der Jury für die Auswahl der Preisträgerinnen.

Literatur:

[1] Angew. Chem. Int. Ed. 2021, 60, 480-485.

[2] Angew. Chem. Int. Ed. 2020, 59, 8277-8284.