Workshop „Nanowelten“ für die besten IChO-Teilnehmer*innen aus NRW
Fotos


Die mit Azoklebstoff verbundenen Glasplättchen veranschaulichten die Eigenschaften lichtschaltbarer Klebstoffe.© Uni MS - Mara Hobbold 
Die Belastungsprobe zeigte eindrucksvoll, wie viel Gewicht die Verklebung tragen kann.© Uni MS - Mara Hobbold 
Im nächsten Experiment bereiteten die Schüler*innen die Synthese von Gold-Nanopartikeln vor.© Uni MS - Mara Hobbold 
Nach der Synthese wurde die Gold-Nanopartikel-Lösung zur weiteren Untersuchung in eine Küvette gefüllt.© Uni MS - Mara Hobbold 
Anschließend wurde die Größenverteilung der hergestellten Gold-Nanopartikel mithilfe der Lichtstreuung untersucht.© Uni MS - Mara Hobbold 
Gespannt verfolgten die Schüler*innen die Auswertung der Größenverteilung ihrer hergestellten Gold-Nanopartikel.© Uni MS - Mara Hobbold 
Zum Auftakt des Workshoptages begrüßte Dekanin Prof. Dagmar Klostermeier die Teilnehmer*innen am Fachbereich Chemie und Pharmazie.© Uni MS - Mara Hobbold 
Anschließend führte Prof. Bart Jan Ravoo die Teilnehmer*innen in das Forschungsfeld der Nanochemie ein.© Uni MS - Mara Hobbold 
Nach der Mittagspause gab Prof. Christos Gatsogiannis Einblicke in sein Forschungsgebiet der strukturellen Zellbiologie und die Kryo-Elektronenmikroskopie.© Uni MS - Mara Hobbold 
Im Labor untersuchten die Schüler*innen verschiedene Flüssigkristallproben und deren besondere Eigenschaften.© Uni MS - Mara Hobbold 
Mithilfe von UV-Licht konnten in Flüssigkristallen gezielt Muster erzeugt werden.© Uni MS - Mara Hobbold 
Für das Bluebottle-Experiment gibt eine Schülerin Natriumhydroxid-Plätzchen in den Rundkolben.© Uni MS - Mara Hobbold 
An der Abzugscheibe erläuterte eine Doktorandin den Reaktionsmechanismus des Bluebottle-Experiments.© Uni MS - Mara Hobbold 
Nach dem Schütteln färbte sich die Lösung beim Bluebottle-Experiment intensiv blau.© Uni MS - Mara Hobbold 
Ein Doktorand erklärte anschaulich den Aufbau und die Funktionsweise der Azoklebstoffe.© Uni MS - Mara Hobbold
Jedes Jahr lädt das MExLab Chemie der Universität Münster die besten Teilnehmer*innen der Landesrunde NRW der internationalen Chemie-Olympiade (IChO) zu einem besonderen Workshoptag an den Fachbereich Chemie und Pharmazie ein. In diesem Jahr drehte sich alles um die faszinierende Welt der Nanochemie. 18 Schüler*innen folgten der Einladung ins Center for Soft Nanoscience (SON), wo sie einen Tag lang aktuelle Forschung kennenlernen und in verschiedenen Laborstationen selbst experimentieren konnten.
Bei der Begrüßung durch die Dekanin Prof. Dagmar Klostermeier erhielten die Teilnehmer*innen zunächst einen Einblick in die Universität Münster und den Fachbereich. Neben den Studienmöglichkeiten standen dabei vor allem die vielfältigen Forschungsgebiete und die enge Verknüpfung von Studium und Forschung im Mittelpunkt.
Anschließend führe Prof. Bart Jan Ravoo (Organisch-Chemisches Institut) mit einem Vortrag in das Thema des Tages ein. Er erklärte zunächst, was sich hinter dem Begriff „Nano“ verbirgt und warum Materialien im Nanometerbereich oftmals völlig andere Eigenschaften besitzen als in ihrer makroskopischen Form. Dabei spannte er den Bogen von den Anfängen der Nanowissenschaften bis hin zu modernen Forschungsfeldern wie selbstorganisierenden Molekülen, molekularen Motoren und lichtgesteuerten Photoschaltern. Er gab einen Ausblick auf viele Konzepte, denen sie im Laufe des Tages selbst im Labor begegnen sollten.
Nach der theoretischen Einführung ging es schließlich selbst ins Labor. In kleinen Gruppen durchliefen die Schüler*innen verschiedene Experimentierstationen und konnten aktuelle Forschung hautnah erleben. Beim Bluebottle-Experiment sorgten eindrucksvolle Farbwechsel für sichtbare Redoxchemie, während an einer weiteren Station lichtschaltbare Azoklebstoffe untersucht wurden. Die Klebstoffe wurden auch mit Gewichten getestet und zeigten dabei eindrucksvoll, wie sich molekulare Eigenschaften auf makroskopischer Ebene auswirken können. Darüber hinaus synthetisierten die Schüler*innen Gold-Nanopartikel und untersuchten die Nanopartikelgröße mittels Lichtstreuung.
Nach einer gemeinsamen Mittagspause in der Mensa gab Prof. Christos Gatsogiannis in seinem Vortrag spannende Einblicke in die Welt der Biomoleküle. Ausgehend vom Aufbau der Aminosäuren und der Entstehung komplexer Proteinstrukturen erläuterte er die Entwicklung der Elektronenmikroskopie bis hin zur modernen Kryo-Elektronenmikroskopie. Diese ermöglicht biologische Makromoleküle auf nahezu atomaren Ebenen sichtbar zu machen und liefert damit entscheidende Erkenntnisse für die moderne biomedizinische Forschung.
Am Nachmittag wurden die Laborstationen fortgesetzt, sodass alle Gruppen die Gelegenheit hatten, sämtliche Experimente durchzuführen. Den Abschluss bildete eine offene Gesprächsrunde mit Studierenden aus der Fachschaft Chemie. In entspannter Atmosphäre konnten die Schüler*innen Fragen zum Chemiestudium, zum Universitätsalltag und zu den vielfältigen Forschungsgebieten am Fachbereich stellen und sich austauschen.
Mit vielen neuen Eindrücken endete der gemeinsame Workshoptag. Wir bedanken uns bei allen Schüler*innen für ihre rege Teilnahme, ihre Neugier und ihr Engagement. Wir freuen uns schon darauf, auch im nächsten Jahr wieder talentierte Nachwuchschemiker*innen am Fachbereich begrüßen zu dürfen.

