Die Haltung des Career Service der WWU zu „Employability“

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Der Career Service der Universität Münster will Studierende befähigen, auf Basis ihres qualitativ hochwertigen Studiums eigenverantwortliche Entscheidungen bezüglich ihres beruflichen Weges zu treffen und ihre Studienkompetenzen vielfältig zu nutzen. Dabei arbeiten wir studierendenzentriert. Ziele und Werte der Studierenden stehen dabei im Mittelpunkt. Wir kooperieren auch mit Arbeitgebern, um Studierenden Einblicke in vielfältige Tätigkeitsbereiche zu eröffnen, bleiben in dieser Zusammenarbeit aber vollkommen unabhängig.

Wir wollen –

  • Studierende bei ihrer beruflichen Orientierung voranbringen
  • Biographische Ideen und Pläne unterstützen
  • Kreativität und Innovationskraft der Studierenden stärken
  • Studierenden den Wert ihres Studiums sichtbar werden lassen
  • Studierende in ihrer Studienmotivation stärken
  • Möglichkeit zum Transfer von Studienkompetenzen auf verschiedene Anwendungen ermöglichen

Der Career Service wendet sich dagegen, das universitäre Studium utilitaristisch zu definieren oder neo-liberal zu instrumentalisieren. In diesem Sinn verstehen wir das Konzept der „Employability“ nicht als Vorgehensweise, um Studierende zur bestmöglichen Anforderungserfüllung zu formen, sondern als hilfreiche Rahmung für einen persönlichen Orientierungsprozess. Dabei folgen wir Kraus (2006) in ihrer Ansicht, dass die individuelle Ausprägung von Employability besonders dann hilfreich sein kann, wenn nicht ein klar definierter Beruf (wie z. B. nach einer dualen Ausbildung) angestrebt wird, sondern die Orientierung eher entlang breit angelegter Tätigkeitsspektren erfolgt. Das ist bei einer Großzahl von Studierenden außerhalb staatlich regulierter Studienfächer der Fall.

 

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Kraus, K. (2006). Vom Beruf zur Employability? Zur Theorie einer Pädagogik des Erwerbs. 1. Aufl. VS Verlag.