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Hochindividualisiert und bequem

Letzte Phase von MIRO bewilligt

Gute Nachrichten für die Uni Münster: Mit der positiven Beurteilung des Fortschrittsberichtes durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat MIRO die letzte formale Hürde genommen. Das Projekt, das mit zwei Millionen Euro gefördert wird, kann damit wie geplant zu Ende geführt werden. Projektkoordinatorin Antje Gildhorn zeigte sich erfreut über die endgültige Mittelfreigabe: "Die Bewilligung zeigt, dass unsere Ansätze und Ideen sowie die bisherige Umsetzung überzeugen und damit eine nationale Tragweite gesehen wird."

MIRO steht für "Münster Information System for Research and Organization" und will Informationen nutzerorientiert anbieten. Was sich auf den ersten Blick einfach anhört, ist in Wirklichkeit eine äußerst komplizierte Aufgabe. Denn auf der einen Seite verfügt eine Universität über Unmengen von Informationen, auf der anderen Seite ist die Nutzerseite mit Studenten und Wissenschaftlern unterschiedlicher Fachbereiche sowie Bediensteten sehr heterogen und hat sehr unterschiedliche Bedürfnisse.

Um darauf zu reagieren, widmet sich MIRO seit 2005 im Wesentlichen drei Teilbereichen: dem Aufbau zielgruppenorientierter Portale, der Einrichtung eines zukunftsfähigen Identitätsmanagements sowie der Umsetzung des so genannten "Information Retrieval". Hinter diesem Begriff verbirgt sich nichts anderes als eine Suchmaschinentechnologie, die durch die Erschließung und Einbindung verschiedenster Datenquellen und mittels Methoden zur Verbesserung der Ergebnisrelevanz dafür sorgt, dass das Gesuchte auch wirklich schnell gefunden werden kann. Identitätsmanagement bedeutet, dass der Nutzer mittels zugewiesenen Rollen automatisch die Zugriffsrechte bekommt, die er benötigt. Ehrgeizigstes Projektziel der letzten Projektphase ist aber vermutlich der Aufbau der Zielgruppenportale: So könnten sich Studierende in Zukunft für Lehrveranstaltungen und Prüfungen anmelden, nach Literatur recherchieren, Dokumente mit der Referatsgruppe teilen oder den Mensaplan anschauen -– und zwar alles unter einer gemeinsamen Weboberfläche und einem einmaligen Login, hochindividualisiert und bequem. Ähnliche Portale für Wissenschaftler und Beschäftigte bündeln Funktionen wie Raumbuchung, Seminarplanung, Dienstreiseabwicklung und Ähnliches.

Da hinter diesen Funktionen bislang unterschiedliche technische Systeme stehen, ist der Aufwand in Planung und Umsetzung enorm. Dennoch sollen die hohen Ziele zum geplanten Projektende 2010 erreicht werden. Denn hinter dem Projekt steht der IKM-Service (Information, Kommunikation und Medien), eine Kooperation aus Uni-Verwaltung, ULB und ZIV.

ikm