Auf in die nächste Runde

Strukturiert zur Promotion führen die neuen Forschungsschulen.
Foto: Manfred Vollmer
An der Universität Münster werden zwei Forschungsschulen neu aufgebaut – eine im Fachbereich Chemie und eine in Medizin und Biologie. Insgesamt entstehen in den Jahren 2008 und 2009 in Nordrhein-Westfalen 17 Forschungsschulen, die herausragende Studierende schnell und systematisch zur Promotion führen sollen. Die Forschungsschulen werden in der Regel zu gleichen Teilen von den Hochschulen und dem Land finanziert, wobei das Land in den nächsten fünf Jahren insgesamt 36 Millionen Euro in den strukturierten Weg zur Promotion investieren will.
Aus Münster ist zum einen die Forschungsschule "International Graduate Program for Cell Dynamics and Disease (CEDAD Graduate program)" dabei. Diese Forschungsschule, die gemeinsam von den Fachbereichen Medizin und Biologie getragen wird, startet bereits im Wintersemester 2008/2009. Zum anderen hat sich die münstersche Forschungsschule "Molecules and Materials – A Common Design Principle" aus dem Fachbereich Chemie durchgesetzt, die die bisherige Graduiertenschule "International NRW Graduate School of Chemistry" ablöst. Start der neuen Schule ist im Jahr 2009. Prof. Wilhelm Schmitz, Prorektor für Forschung, Personal und Internationales der WWU, zeigte sich sehr erfreut über die Entscheidung der Gutachter: "Sie bedeutet, dass die Arbeit, die in die Exzellenzinitiative gesteckt worden ist, nicht umsonst war."
Die münsterschen Forschungsschulen waren ursprünglich im Rahmen der Exzellenzinitiative konzipiert worden. Beide Projekte waren in der Endrunde im vergangenen Jahr zwar fachlich sehr gut beurteilt, aber nicht bewilligt worden. Schmitz wertet den Erfolg der Forschungsschulen als einen Schritt zur Vorbereitung der nächsten Runde der Exzellenzinitiative.
Die Doktorandenausbildung an den Forschungsschulen ist Teil der gezielten Nachwuchsförderung des Landes, zu der auch das "Junge Kolleg" an der Akademie der Wissenschaft und das Rückkehrerprogramm für junge Spitzenforscher im Ausland gehören. Das strukturierte Doktorandenangebot der Forschungsschulen eröffnet herausragenden Studierenden – besonders auch solchen aus dem Ausland – die Chance, auf hohem Niveau bei den jeweiligen Spitzenforscherteams der Hochschulen zu promovieren. Wer in einer Forschungsschule aufgenommen wird, erhält zugleich auch ein monatliches Stipendium in Höhe von bis zu 1300 Euro.
ch