Lebenslauf:
| 27.1.1982 | Geburt in Bochum |
| 2001-2009 | Studium der Evangelischen Theologie, Chemie und Mathematik an der WWU Münster |
| 2006-2008 | Studentische Hilfskraft am Alttestamentlichen Seminar der Evangelischen Theologie (Lehrstuhl: Prof. Dr. Rainer Albertz) |
| August 2007 | Teilnahme an der Ausgrabung in Ramat Rachel (Israel) unter der Leitung von Prof. Dr. Oded Lipschits (Tel Aviv) und Prof. Dr. Manfred Oeming (Heidelberg) |
| seit SoSe 2008 | Studien am Seminar für Altorientalische Philologie und Vorderasiatische Altertumskunde |
| 2008/2009 | Studentische/Wissenschaftliche Hilfskraft im Exzellenzcluster "Religion und Politik in den Kulturen der Vormoderne und der Moderne" (Projekt C1) |
| September 2009 | Erstes Theologisches Examen (Evangelische Kirche von Westfalen) |
| Januar bis März 2010 | Wissenschaftliche Hilfskraft im DFG-geförderten Projekt "Family and Household Religion" (Prof. Dr. Rainer Albertz/PD Dr. Rüdiger Schmitt) |
| seit April 2010 | Doktorandin und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Graduiertenschule des Exzellenzclusters "Religion und Politik in den Kulturen der Vormoderne und der Moderne" an der WWU Münster |
Promotionsprojekt:
Das Fremde und das Eigene. Konstruktionen kollektiver Identitäten im Deuteronomium
Das Deuteronomium (Dtn, 5. Buch Mose) ist ein Mustertext für das untrennbare Zusammenspiel von Religion und Politik. In diesem biblischen Buch wird das rechte Verhalten innerhalb des von Gott erwählten israelitischen Volkes und in Bezug auf die – sozial und/ oder ethnisch – außerhalb dieser Gemeinschaft stehenden Fremden geregelt. Kein anderes biblisches Buch, weder absolut noch prozentual gesehen, hat ein derart gehäuftes Vorkommen des Begriffs Fremdling (hebr. ger) wie das Dtn. Hinzu kommen Ausländer (hebr. nokri) und die namentlich genannten Völker der nahen und weiteren Umgebung Israels. Dabei finden sich in den Texten sowohl abgrenzende als auch integrative Züge im politischen und religiösen Bereich, was sich an den Integrationsmustern fremder (literarischer) Stoffe und am Umgang mit fremden Personen zeigen lässt.
Das Promotionsprojekt greift einen entscheidenden Kristallisationspunkt dieses Zusammenhangs heraus. Es nimmt dabei die differenzierte Auseinandersetzung mit den Fremden im Dtn zum Ausgangspunkt und fragt vor diesem Hintergrund nach den diesen Texten immanenten Strukturen der Identitätsbildung für die israelitische Gemeinschaft. Hierbei soll herausgearbeitet werden, wie und warum sich in den verschiedenen Entstehungssituationen der einzelnen Texte des Dtn, die sich über mehrere Jahrhunderte im Bereich des 7.-4. Jh.v.Chr. verteilen, das Bild der Fremden und der geforderte Umgang mit ihnen wandelt.
Die Identitätsbildung wird also durch diesen Ansatzpunkt nicht allein als transzendental durch den Gottesbezug bestimmt wahrgenommen, sondern durch die in der dtn Literatur gespiegelte innerweltliche Auseinandersetzung mit den NichtisraelitInnen. Die beiden Kernthemen des Dtn – das Eigene und das Fremde – werden bei dieser Vorgehensweise nicht unabhängig voneinander behandelt, wie es bisher zumeist geschah, sondern so relationiert, dass der Umgang mit dem und den Fremden zum hermeneutischen Schlüssel für das Selbstverständnis wird, wie es – so die These – der inneren Argumentationsstruktur des Dtn entspricht.
Arbeits- und Interessenschwerpunkte:
- Entstehung und Theologie des Deuteronomiums
- Mechanismen der Identitätskonstruktion
Beteiligung am Exzellenzcluster:
- Mitglied des Vorstands (Stellvertretung) (Oktober 2011 bis März 2013)
- Vertreterin der DoktorandInnen im Vorstand der Graduiertenschule (Oktober 2011 bis März 2013)
- Mitglied der Arbeitsgruppe Religionssoziologie
Vorträge:
- 20.5.2010: Wer gehört nicht (mehr) zur Gemeinde? Spielarten des sozialen Ausschlusses und der partiellen Integration. Auf dem Workshoptag: Wer gehört zur Gemeinde? Konzeptionen der Volkszugehörigkeit und der Identität Israels im Pentateuch. Ein Workshop (gemeinsam mit Prof. Dr. R. Achenbach, Prof. Dr. R. Albertz, Prof. Dr. S. Olyan [Brown University, Providence] und PD Dr. J. Wöhrle)
- 6.1.2011: “You shall not seek their peace nor their prosperity all your days forever”. Strangers in the Assembly of Yhwh (Deut 23:2-9). Im Rahmen der PhD-Days “Religions and Politics in Antiquity” des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ in Zusammenarbeit mit der National Research School in Classical Studies in the Netherlands (OIKOS) vom 6.-7.1.2011 in Münster.
- 9.5.2011: „Lerne nicht, die Gräuel dieser Völker zu tun!“ Das Bild des Fremden und Israels Ringen um die eigene Identität im Buch Deuteronomium. Im Rahmen des Kolloquiums des Mittelbaus des Centrums für Geschichte und Kultur des östlichen Mittelmeerraums (WWU Münster)
- 20.11.11: Outpouring of the Spirit and Salvation. Joel 3 as a corrective reception of Zech 12:9-13:9 in the Book of the Twelve. Im Rahmen der Gruppe „Book of the Twelve“ auf dem Annual Meeting der Society of Biblical Literature vom 19.-22.11.2011 in San Francisco
Kontakt
Dipl. Theol. Ruth EbachEv.-Theologische Fakultät
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