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© WWU - Forschungsnetzwerk Gender

Eine geschlechtersensible Perspektive in der universitären Forschung und Lehre wird heute immer zentraler. An der WWU sind bislang vor allem Lehrstuhlinhabende in der Gruppe der geschlechtersensibel Forschenden vernetzt. Auf der Ebene des Mittelbaus findet ein Austausch über Gender bisher vornehmlich fachintern statt. Weil aber der Mittelbau sowohl in der Lehre, als auch in Qualifikationsarbeiten umfassend zu einer Implementierung der geschlechtssensiblen Perspektive im universitären Alltag beiträgt, erscheint ein fachübergreifender, zukunftsorientierter Austausch umso bedeutsamer. Vor diesem Hintergrund gründete sich im Mai 2015 das „Forschungsnetzwerk Gender am Mittelbau der WWU“.

Als Forschende, die aus ganz unterschiedlichen fachlichen Perspektiven die Methoden und Gegenstandbereiche der Gender Studies verbindet, ist es uns ein Anliegen, die diversen Arbeitsschwerpunkte und Forschungsinteressen zum Thema Geschlecht an unserer Universität kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu bringen.

Das Netzwerk ist aus vereinzelten Kooperationen auf Mittelbauebene, bspw. im Rahmen eines interdisziplinären Seminars zur „Einführung in die Geschlechterforschung“ im SoSe 2014 und WiSe 2014/2015 (organisiert von Christiane Bomert), entstanden sind und durch die starke Nachfrage mit Gleichgesinnten auf derselben Karrierestufe ins Gespräch zu kommen, seitdem stetig gewachsen. Derzeit setzt sich das Netzwerk aus ca. 59 Mitgliedern aus 9 der 15 Fachbereiche der Universität zusammen. Viele unserer Mitglieder sind darüber hinaus in gendersensiblen Forschungskontexten (u.a. im Zentrum für Europäische Geschlechterstudien, in der Arbeitsstelle Feministische Theologie und Genderforschung, in Münsters Experimentierlabor Physik - MExLab Physik) tätig und in gleichstellungsrelevanten Gremien (Senats- und Fachbereichsgleichstellungskommissionen) aktiv.

Für unser Forschungsnetzwerk ergeben sich zwei zentrale Ziele:

  1. Förderung eines interdisziplinären wissenschaftlichen Dialogs zu „Gender(-kompetenz) in Forschung und Lehre“ an der WWU Münster für eine umfassendere Präsenz von Geschlechterforschung in allen Fächern
  2. Vernetzung und Kooperation auf der Ebene der wissenschaftlichen Mitarbeiter_innen, um über den fachlichen Austausch hinaus z.B. Strategien für einen langfristigen Verbleib insbesondere von Frauen in der Wissenschaft zu unterstützen

Seit der Gründung des Netzwerks konnten wir bereits erste Inhalte und Netzwerkstrukturen durch den regelmäßigen Austausch und die Arbeit in themenspezifischen Arbeitsgruppen schaffen.

  • Mit dem Ziel die Genderkompetenz in der Lehre an der WWU zu erhöhen, entwickelte die Arbeitsgruppe „Gender und Didaktik“ einen Leitfaden mit dem Titel „Hochschullehre geschlechtersensibel gestalten“. In diesem Leitfaden werden geschlechtersensible Gestaltungsmöglichkeiten aufgezeigt, die u.a. allen Teilnehmenden der Lehrveranstaltung gleiche Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten bieten sollen.
  • Der wissenschaftliche Dialog innerhalb des Netzwerkes wird durch regelmäßige inhaltlich gestaltete Treffen zu Themen mit Gender-Bezug sowie durch ein Forschungskolloquium für Promotionsarbeiten realisiert. Insbesondere das Forschungskolloquium erfüllt auch den Zweck einer kollegialen Beratung in „Promotionskrisenzeiten“.