The story behind the name

1631 - First attempt to found the university, but negotiations between the Jesuits and the prince-bishop on financing fail. Finally, the Thirty Years' War ends the plans.

1771/3 - Baron Franz von Fürstenberg pushes the foundation of the university, Prince-Bishop Maximilian von Königsegg-Rothenfels gives his approval in 1771. The founding privileges of the University of Münster are signed by the then Pope and the Emperor in 1773.

1780 - On April 16, the opening of the university is celebrated and the first students are enrolled.

1818 - The Faculties of Medicine and Law are abolished by Frederick William III. The University is transformed into a "Higher Teaching Institution".

1843 - The teaching institution is allowed to bear the name "Royal Theological and Philosophical Academy".

1902 - After the University, the City, the Provincial Association and the Province of Westphalia provide the financial means, Emperor Wilhelm II signs a cabinet decree on July 1, 1902, which elevates the Academy to the rank of a university again. The university, the city, the Provincial Association and the Province of Westphalia ask the emperor for permission to lend his name to the university.

1907 - The new Minister of Culture, Ludwig Holle, allows the University of Münster to be named after Emperor Wilhelm II. With a cabinet decree of August 22, 1907, the university is given the name "Westfälische Wilhelms-Universität zu Münster".

1929 - In the course of a university reform, the Prussian Ministry of Science in Berlin standardizes the statutes of all Prussian universities. The EMU Senate appeals against the plan to standardize the names as well. The university continues to use the traditional name, but according to its statutes it is called the University of Münster.

1945 - The University of Münster reopens on November 3 after the end of World War II under British military administration. It takes the name "Westphalian State University of Münster".

1952 - During the preparations for the 50th anniversary of the re-establishment as a university, the Senate decides on May 14, 1952, that the university will be called "Westphalian Wilhelms University".

1996/97 - The Senate appoints a commission on the question of the name. This recommends changing the name, but no formal Senate resolution is passed. The Rectorate decides to keep the name "Westfälische Wilhelms-Universität Münster".

2014 - The Juso university group demands "Out with Kaiser Wilhelm II" in the election campaign for the student parliament.

2015 - The RCDS submits a motion in the student parliament that the parliament should oppose a change of the university name by resolution.

2018 - A motion is made by students in the Senate to deal with the name giver of the university. As a result, the Senate establishes a working group.

2020 - The Senate working group recommends initiating a scholarly, public debate on Wilhelm II as the patron saint of the EMU. This proposal is accepted by the Senate and later also adopted by the Rectorate. The Central Custody of the EMU was commissioned to carry out the project. The project team started work in January 2021.

 

  • Comment archive

     

    Dr. Norbert Schmitz | 18.04.2021 | 11:15

    Der Festschrift „ Die Universität Münster 1780 bis 1980“ zum 200-jährigen Bestehen der Universität Münster (Aschendorff Münster 1980) kann man sicherlich nicht nachsagen, sie informiere zu ausführlich über die Geschichte der Universität Münster im „Dritten Reich“. Immerhin aber berichtet Norbert Achterberg in seinem Beitrag „Die verfassungsrechtliche Entwicklung der Westfälischen Wilhelms-Universität von 1918 bis zur Gegenwart“ (S. 69 bis 87 mit vielen Quellenangaben) zum einen von der Satzung der Universität Münster von 1929 (S. 74) und ihrer Rechtsnatur. Wie der Jurist Prof. Dr. Hans J. Wolff am 31.3.1950 dem Geschäftsführenden Direktor des Rechtswissenschaftlichen Seminars schilderte, wurde diese Umbenennung von der Universität weitgehend ignoriert: “Durch die Satzung vom 1. Mai 192918 ist der Name unserer Universität von „Westfälische Wilhelms-Universität“ geändert worden in „Universität Münster“, weil in der Republik monarchistische Reminiszenzen vermieden werden sollten. Diese Ansicht des Staatsministeriums hat sich jedoch nicht durchgesetzt. Es bildete sich vielmehr ein Gewohnheitsrecht, die Universität weiterhin „Westfälische Wilhelms-Universität zu Münster“ zu benennen [. . . ]. Zum anderen berichtet Achterberg über „Die verfassungsrechtliche Entwicklung von 1933 bis 1945“ (S. 75/76), wobei er insbesondere anmerkt, dass „Nach der Übernahme der Regierung durch die Nationalsozialisten galt die Weimarer Reichsverfassung formell weiter“, was er später (S.77) für die Zeit nach 1945 ergänzt: „für die Wiederanwendbarkeit der Satzung von 1929, zumal diese im nationalsozialistischen Staat niemals aufgehoben wurde.“ Die Um-/Rückbenennung in „Westfälische Wilhelms-Universität“ kann also durchaus als bewusste Distanzierung von der Weimarer Republik verstanden werden.

    Dr. Norbert Schmitz | 25.04.2021 | 18:41

    Wenn man eine Darstellung historischer Ereignisse durch Quellenangaben belegen will, erweist sich das als besonders schwierig, falls die dazu benö- tigte Akte vermutlich nicht existiert (hier: Die Rücknahme der 1929-er Umbenennung durch das Ministerium): In seinem Schreiben vom 31.3.1950 spricht Prof. Wolff dezidiert nicht von einem Erlass des Ministeriums, sondern von einem "Gewohnheitsrecht" - was immer das bei einer geltenden Satzung bedeuten mag. Bei den Umbenennungen von deutschen Universitäten im Jahre 1929 gab es deutliche Unterschiede: Die 1665 gegründete Christian-Albrechts Universität Kiel war nach ihrem Gründer, Herzog Albrecht von Schleswig-Holstein-Gottorf, benannt worden; die 1544 von Herzog Albrecht von Brandenburg-Ansbach gegründete Albertus-Universität Königsberg war ebenfalls nach ihrem Gründer benannt worden; dennoch wurde auch die Bezeichnung "Albertina" 1930 vom Mini- sterium gestrichen (s. Wikipedia, Aufruf 25.4.2021) In Anbetracht dessen, dass Prof. Wolff (l.c.) als Beweggrund für die Umbe- nennungen angab: "weil in der Republik monarchistische Reminiszenzen vermieden werden sollten." spricht kaum etwas dafür, dass ausgerechnet die Universität Münster die Erlaubnis bekommen haben sollte, weiterhin Kaiser Wilhelm Ⅱ. in ihrem Namen zu führen.

    Thomas Seifert | 27.04.2021 | 11:40

    Zum Gesamtzusammenhang der preußischen (v.a. sozialdemokratischen) Reformbestrebungen im Bildungs- und Wissenschaftsbereich der 1920er Jahre gibt es ein aktuelles, hochgelobtes Standardwerk. Hartwin Spenkuch hat es 2016 verfasst (er sitzt bei der BBAW, wäre er nicht eine hervorragende Bereicherung des münsterschen Fachbeirats?): Acta Borussica : Neue Folge, 2. Reihe: Preussen als Kulturstaat, Abteilung II: Der preußische Kulturstaat in der politischen und sozialen Wirklichkeit. Band 9: Wissenschaftspolitik in der Weimarer Republik : Dokumente zur Hochschulentwicklung im Freistaat Preußen und zu ausgewählten Professorenberufungen in sechs Disziplinen (1918 bis 1933) Beide Halbbände (der 2. mit Quellen/Dokumenten) sind übrigens online frei als PDF verfügbar! Link: https://edoc.bbaw.de/frontdoor/index/index/searchtype/series/id/21/docId/3008/start