Ziele und Inhalte der Veranstaltung

Masterstudierende des Lehramts Geographie setzen sich in dem Seminar mit Karten als gesellschaftlich konstruierten Darstellungen auseinander, in die stets bestimmte Perspektiven, Interessen und Deutungen eingeschrieben sind. Vor dem Hintergrund digitaler Kartenproduktion und -verbreitung durch unterschiedliche Akteursgruppen werden sie dafür sensibilisiert, Karten nicht als neutrale Abbilder, sondern als potenziell interessengeleitete Repräsentationen raumbezogener Informationen zu verstehen.

Im Zentrum steht die reflexive Kartenkompetenz als wesentlicher Bestandteil geographischer Bildung. Die Studierenden erarbeiten theoretische Grundlagen, analysieren unterschiedliche Formen kartographischer Konstruktionsentscheidungen und beschäftigen sich mit der Frage, wie ein reflexiver Umgang mit Karten im Geographieunterricht angebahnt, diagnostiziert und gefördert werden kann.

Damit leistet die Veranstaltung einen Beitrag zur Demokratiebildung, indem sie die Fähigkeit stärkt, raumbezogene Informationen kritisch zu hinterfragen, Perspektivgebundenheit offenzulegen und unterschiedliche Sichtweisen in gesellschaftlichen Aushandlungsprozessen nachvollziehen und beurteilen zu können.