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Demokratiebildung und Diskursförderung unter Berücksichtigung von sprachlicher Heterogenität und Inklusion

Prof.'in Dr. Juliane Stude | Seminar

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Ziele und Inhalte der Veranstaltung

Die Fähigkeit, sich sprachlich an Diskursen zu beteiligen, Positionen zu entwickeln, Argumente auszutauschen und unterschiedliche Perspektiven zu verstehen, ist grundlegend für demokratische und soziale Teilhabe. Diskurskompetenzen sind somit als Schlüsselressource demokratischer Bildung zu verstehen. Spätestens seit 2024 fordert die Kultusministerkonferenz, Demokratiebildung als fächerübergreifende Querschnittsaufgabe verbindlich in schulischer Bildung und Lehrkräftebildung zu verankern. Das Seminar setzt an dieser Schnittstelle von Diskursförderung und Demokratiebildung an und geht der Frage nach, welche diskursiven Fähigkeiten eine Voraussetzung für die Teilhabe an einer demokratischen Gesellschaft darstellen. Wie die Diskurserwerbsforschung zeigt, entstehen diskursive Kompetenzen nicht automatisch, sondern müssen gezielt angebahnt und gefördert werden. In zunehmend diversen Klassenzimmern sind diskursive Erwerbsgelegenheiten jedoch nicht für alle Lernenden gleichermaßen zugänglich. Das Seminar nimmt unter der Perspektive sprachlicher Heterogenität daher auch Barrieren für diskursive Partizipation in den Blick. Ziel ist es, didaktische Handlungsmöglichkeiten zur Förderung diskursiver Kompetenzen im inklusiven Unterricht zu beleuchten und gemeinsam konkrete Umsetzungsmöglichkeiten für geeignete Unterrichtsprojekte zu entwickeln.