
Zwischen Gedenken und Verunsicherung – Lernpotentiale von NS-Gedenkstätten entdecken, analysieren und nutzen
Felix Ostermann | Übung

Felix Ostermann | Übung
Die Pluralität von Erinnerungen und Narrativen sowie damit verbundene, kontrovers geführte Aushandlungsprozesse können als Kennzeichen demokratischer Gesellschaften verstanden werden. Geschichtskulturell lässt sich dies besonders an Gedenkstätten beobachten: Wessen Geschichten sollen dort für wen, von wem und wie erzählt werden?
In ihrer Bildungsarbeit werden Gedenkstätten zugleich mit hohen Erwartungen im Hinblick auf die Förderung eines demokratischen Bewusstseins konfrontiert. Nach ihrem Selbstverständnis wollen Gedenkstätten Orte der Demokratiebildung, etwa im Sinne der Ermöglichung geschichtskultureller Partizipation, sein. Im Rahmen schulischer Gedenkstättenbesuche können damit verbundene Lernpotentiale für Schüler:innen allerdings nur dann ausgeschöpft werden, wenn solche Exkursionen im Geschichtsunterricht entsprechend vor- und nachbereitet werden. Geschichtslehrkräften kommt deshalb eine Schlüsselrolle zu.
Ziel der Lehrveranstaltung ist es, mit Lehramtsstudierenden die vielseitigen (fach-)didaktischen Möglichkeiten von Gedenkstätten als historische Lernorte zu erkunden und Konzepte für die Vor- und Nachbereitung schulischer Gedenkstättenbesuche (weiter) zu entwickeln. Hierbei werden Studierende selbst zu Akteuren geschichtskultureller Partizipation, indem sie am lokalen Geschichtsort Villa ten Hompel mit dortigen Mitarbeiter:innen über Konzepte der musealen Ausstellung, der historisch-politischen Bildungsarbeit sowie der Einbindung von Gedenkstätten-Exkursionen in den Geschichtsunterricht diskutieren.