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Historisch-politisches Lernen an NS-Propagandaorten: Potentiale des „Informations- und Dokumentationszentrums Freilichtbühne Stedingsehre“

Martin Berghane | Übung

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Ziele und Inhalte der Veranstaltung

Die Diskussion um den Begriff der historisch-politischen Bildung ist gerade in der Geschichtsdidaktik noch zu keinem befriedigenden Endergebnis gelangt. Was kann und was soll das Fach Geschichte beitragen zu einer reflektierten Teilnahme von Schüler*innen an unserer Demokratie? Im Rahmen der Übung wollen wir dies am Beispiel eines konkreten historischen Ortes in den Blick nehmen. Außer Zweifel hat die ehemalige NS-Freilichtbühne Stedingsehre eine zweifache Relevanz für das historische Lernen: Sie verdeutlicht die Funktionsweise nationalsozialistischer Propaganda genauso wie den Umgang mit NS-Geschichte auf regionaler Ebene. Ein Verein aus Ehrenamtlichen hat in den letzten Jahrzehnten dafür gesorgt, dass aus der verfallenden Freilichtbühne und dem anderweitig genutzten Kulissendorf ein Erinnerungsort werden konnte. Was kann die schulische Auseinandersetzung mit einem solchen Ort nicht nur zur historischen, sondern auch zur historisch-politischen und damit auch zur Demokratiebildung beitragen? Diese Frage wollen wir nicht nur auf theoretischer Ebene diskutieren, sondern auch pragmatisch wenden und vor Ort nach Anknüpfungspunkten für Demokratiebildung suchen: So sollen im Laufe der Übung konkrete Unterrichtsmaterialien für die Vor- und Nachbereitung eines Besuchs von Schulklassen entstehen.