Ziele und Inhalte der Veranstaltung

Demokratien stehen unter Druck: In den USA werden die demokratischen Institutionen durch die Trump-Administration zunehmend ausgehöhlt, in Europa haben rechtsextreme und rechts-populistische Parteien ihren Einfluss ausgebaut und die Bertelsmann Stiftung berichtet in ihrem Transformationsindex (BTI) über eine Abnahme demokratischer und eine Zunahme autokratischer Staaten unter Entwicklungsländern. 
Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen gewinnt Demokratiebildung in öffentlichen und wissenschaftlichen Diskursen an Bedeutung. Doch dabei bleibt oftmals unklar, was unter Demokratiebildung verstanden wird. Deshalb nehmen wir in dem Seminar aus erziehungswissenschaftlicher Perspektive unterschiedliche Konzeptionen von Demokratiebildung vergleichend in den Blick. Auf dieser Grundlage setzen wir uns anschließend mit aktuellen Herausforderungen für Demokratiebildung auseinander – etwa der Auslegung des Beutelsbacherkonsenses als ‚Neutralitätsgebot‘ durch rechtsextreme Parteien.
Ziel des Seminars ist es, theoretische Ansätze der Demokratiebildung kritisch zu vergleichen, gegenwärtige gesellschaftliche Entwicklungen im Kontext dieser Ansätze zu reflektieren und deren Bedeutung für pädagogische Praxis zu diskutieren. Als Studien- und Prüfungsleistungen entwickeln die Studierenden Educasts sowie niedrigschwelliges Informationsmaterial, um so einen Beitrag zum Transfer zwischen Wissenschaft und pädagogischer Praxis zu leisten.