Ziele und Inhalte der Veranstaltung
Schulische Praktika ermöglichen Lehramtsstudierenden eine Vielzahl von Erfahrungen und Eindrücken. Im Sinne der Professionalisierung mit Blick auf den antizipierten Beruf als Lehrer*in können in diesen Settings unterschiedliche Fragen bearbeitet werden. Im Seminar, das auf die Praxisphase Orientierungspraktikum vorbereiten soll, geschieht dies über zwei zentrale Perspektiven. Einerseits bieten die Kinderrechte einen Reflexionsrahmen an, der stark auf pädagogische Prozesse des Schutzes, der Förderung und der Beteiligung abhebt. Andererseits wird über die Individuelle Förderung die Entwicklungsperspektive der Schüler*innen stärker betrachtet. Dieses Seminar zielt darauf ab, dass sich die Teilnehmenden kritisch mit diesen Konstrukten auseinandersetzen und sie als Basis verstehen, um Schule, Unterricht und Lehrer*innenhandeln reflektieren zu können. Neben der Beschäftigung mit der Forschungsliteratur werden Methoden des reflexiven Schreibens und des biografischen Lernens im Seminar genutzt, um einen Zugang zu dem Themenfeld zu ermöglichen. Die eigenen Schulerfahrungen werden reflektiert. Hierbei sind es vor allem auch Fragen der Beteiligung und Mitgestaltung vor dem Hintergrund eines inklusiven Bildungssystems. Hinzu kommt die Auseinandersetzung mit authentischen Fällen. Das Seminar ist ein hochschuldidaktischer Baustein des Lehr-Lern-Labors „Diagnose und Individuelle Förderung”.