Ziele und Inhalte der Veranstaltung

Demokratische Gesellschaften sind darauf angewiesen, dass ihre Mitglieder aus eigener Überzeugung im Sinne der Demokratie handeln. Demokratiebildung ist daher eine Querschnittsaufgabe aller Fächer und aller Lehrkräfte – nicht nur des Politikunterrichts.

Das Seminar vermittelt konzeptionelles und theoretisches Wissen über Demokratiebildung in Schule und Unterricht: von der Begriffsklärung (u. a. Himmelmanns Dreiklang von Herrschafts-, Gesellschafts- und Lebensform) über Kompetenzmodelle (Europarat 2018) bis hin zu didaktischen Prinzipien wie dem Beutelsbacher Konsens und konkreten Methoden demokratischen Lernens im Fachunterricht.

Zugleich erleben die Studierenden selbst demokratische Lehr-Lern-Arrangements: In einem Lehrmodul nach Wehde (2025) werden kooperative Verfahren – Apollo-Technik und Strukturierte Debatte – eingesetzt, um demokratische Entscheidungsprozesse im Seminarkontext zu erfahren und fachdidaktisch zu reflektieren. Als Handlungsprodukt erstellen die Studierenden in Gruppen ein wissenschaftliches Poster zum Thema Demokratiebildung im Fachunterricht.