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Kooperativ, christlich oder interreligiös? Überlegungen zur Zukunft des Religionsunterrichts

Prof. Dr. Clauß Peter Sajak und Prof. Dr. Dr. h.c. Dorothea Sattler | Modul-Forum

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Ziele und Inhalte der Veranstaltung

Die religiöse und kulturelle Pluralisierung unserer Gesellschaft zeigt sich tagtäglich auch in den Schulen. Der Religionsunterricht (RU) in seiner bisherigen konfessionellen Form kommt dadurch in doppelter Weise unter Druck: Zum einen sinkt die Zahl christlicher Schülerinnen und Schüler, sodass die Bildung von bekenntnisbezogenen evangelischen und katholischen Lerngruppen immer schwieriger wird. Zum anderen wächst die Zahl muslimischer Kinder und Jugendlicher stetig, ohne dass für diese tatsächlich ihr Grundrecht auf einen eigenen islamischen RU eingelöst wird. Was tun? Könnte ein gemeinsamer interreligiöser RU die Lösung sein? Ist die in NRW vorgesehene Zusammenarbeit von konfessionell-kooperativem mit dem islamischen RU ein tauglicher Weg? Oder wäre ein staatliches Pflichtfach Ethik für alle – wie in Berlin und Brandenburg – eine sinnvolle Alternative? Und was würde dies für die Gestaltung des Unterrichts, aber auch für die Aus- und Fortbildung von Lehrerinnen und Lehrern bedeuten? In unserer Lehrveranstaltung wollen wir diesen Fragen gemeinsam nachgehen.