Verlage drehen an Preisschraube: JAMA und NEJM legen kräftig zu

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Dramatische Preisentwicklung bei JAMA und NEJM (zum Vergrößern auf Grafik klicken)

Heftige Preiserhöhungen sind nichts Neues in der Verlagsbranche. Die ZB Med hatte bereits wiederholt über deftige Preissprünge bei Zeitschriften wie Pediatrics, dem NEJM oder von vier Zeitschriften der inneren Medizin berichtet.

Ein besonders eklatantes Beispiel aus der Inneren Medizin ist die Verteuerung von JAMA (Impact Faktor 37,7) und NEJM (Impact Faktor 59,6) in den letzten sechs Jahren (Abb. s.o.). Die Teuerungsraten lagen seit 2010 bei +290% (NEJM) bzw. +1560% (JAMA*).

Zum Teil dürfte die Teuerung auch auf dem schwachen Euro gegenüber dem Dollar beruhen.

* JAMA hatte bis 2011 noch ein sehr bibliotheksfreundliches Lizenzmodell angeboten, das für wenig mehr als den Preis des gedruckten Journals eine Art Campuslizenz angeboten hatte.

3 Gedanken zu „Verlage drehen an Preisschraube: JAMA und NEJM legen kräftig zu

  1. P

    Die Preise der einzelnen Zeitschriften hätte man in der Grafik auch ein wenig objektiver und seriöser darstellen können.
    Wie viel gibt die zbMed denn eigentlich insgesamt für Online-Zeitschriften aus?

  2. Oliver Obst Beitragsautor

    Ich weiß nicht, wie man Zeitschriftenpreise „objektiver“ und „seriöser“ darstellen kann als in einem linearen Diagramm? Wenn Sie eine bessere Idee haben oder bessere Zahlen, dann bitte ich Sie, diese hier zu präsentieren und dann auch Ihren richtigen Namen zu nennen. Von „objektiveren“ und „seriöseren“ Darstellungen zu schwafeln ohne ein einzigen Grund dafür zu nennen, und ohne seinen Namen zu nennen – das empfinde ich wirklich als unseriös. Ansonsten finden Sie alle Ausgaben in unserem Jahresbericht.

  3. P

    Nun ja, ich habe mich nur gefragt, wieso die Preise der Zeitschriften summiert dargestellt werden. Der eine Preis hat mit dem anderen nichts zu tun und beide zusammen ergeben kein Ganzes. Pro Zeitschrift einen Balken hielte ich für eine treffendere Darstellung als beide übereinander zu setzen.

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