1. Freitagskolloquium
2. Forschungsbericht des IStG
3. Historischer Atlas westfälischer Städte zu Blomberg erschienen
4. Gastwissenschaftler*innen am IStG
5. Nachruf auf Wilfried Ehbrecht
Liebe Leserinnen und Leser,
zum Beginn des Sommersemesters möchten wir Sie wieder mit Neuigkeiten aus dem IStG versorgen. Leider ist auch eine traurige Nachricht darunter.
1. Freitagskolloquium
Im Zuge des Freitags-Kolloquiums zu Problemen vergleichender Städtegeschichte werden auch im Sommersemester drei Workshops veranstaltet, bei denen jeweils mehrere Referenten zu einem stadtgeschichtlichen Oberthema sprechen. Die erste Veranstaltung steht unter der Überschrift „Junge Städteforschung“ und vereint Vorträge von Margherita Maraini (Hamburg), Daniel Kaune (Hannover) und Max Grund (Kiel). Der Termin ist Freitag, der 13. Mai, von 14.00 Uhr c.t. bis 18. 30 Uhr im F3 (Fürstenberghaus) am Domplatz 20-22 in Münster.
Die weiteren Termine und alle relevanten Informationen können Sie hier auf unserer Homepage einsehen.
2. Forschungsbericht des IStG
Auch der Forschungsbericht des IStG für das Jahr 2021 ist inzwischen auf unserer Homepage einsehbar. Wie immer werden Neuerscheinungen und Veranstaltungen des Instituts aus dem vergangenen Jahr vorgestellt sowie die Arbeiten und Fortschritte im Bereich „Wissenschaftsservice“ und in den Projekten unserer Mitarbeiter skizziert.
3. Historischer Atlas westfälischer Städte zu Blomberg erschienen
Im März ist der von Ulrich Meier und Heinrich Stiewe bearbeitete und von der Historischen Kommission für Westfalen und dem IStG herausgegebene 15. Band der Reihe „Historischer Atlas westfälischer Städte“ erschienen. Der Atlas beschreibt das im 13. Jahrhundert gegründete Blomberg als Residenzort der Edelherren zur Lippe. Nach Zerstörungen im 30jährigen Krieg entwickelte sich in der Neuzeit eine überregional bedeutende holzverarbeitende Industrie. Die mit der Residenzfunktion einhergehende Blütezeit ist noch heute an zahlreichen Renaissancehäusern im Stadtbild ablesbar. Das Werk enthält neben dem 67seitigen Textheft zahlreiche Karten zur Stadt, u. a. zum städtischen Umland, zu Gewerbe und Industrie sowie zum Baualter der Gebäude. Die Präsentation des Bandes findet voraussichtlich am 3. Mai 2022 in Blomberg statt.
4. Gastwissenschaftler*innen am IStG
Erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie durfte das Institut wieder internationale Gastwissenschaftler*innen begrüßen. Den Anfang machte Aleksander Łupienko (Warszawa, Warschau), der zur räumlich-sozialen Geschichte polnischer Städte, vor allem Warschaus, im 19. Jahrhunderts arbeitet. Im Mai 2022 wird Michał Słomski, (Warszawa, Warschau) im IStG einen Study-Visit zu seinem Dissertationsthema „Spätmittelalterliche und frühneuzeitliche (Klein) -Städte; Raum(e) der Stadt in der vorindustriellen Zeit" verbringen. Und im Juni freuen wir uns auf Jana Vojtíšková (Hradec Králové, Königsgrätz), die zu böhmischen Städten in der Frühen Neuzeit forschen wird.
Kurzfristig konnten wir zudem Olga Kozubska (Lwiw, Lemberg) am IStG aufnehmen. Frau Kuzubska ist ab April Fellow am Käte Hamburger Kolleg "Einheit und Vielfalt im Recht". Sie arbeitet zu „Legal Plurality and the Establishment of Urban Order under Magdeburg Law in Historical Towns of Ukraine during the Late Medieval and Early Modern Times“.
5. Nachruf auf Wilfried Ehbrecht
Am 30.01.2022 ist Wilfried Ehbrecht verstorben. Wilfried Ehbrecht hat zusammen mit Heinz Stoob das IStG aufgebaut, war zunächst wissenschaftlicher Geschäftsführer und von 1979 bis 1984 Wissenschaftlicher Vorstand des IStG. Über lange Zeit war er insbesondere Kopf und treibende Kraft der Atlasarbeit. Als langjähriger Herausgeber hat er die Atlaswerke maßgeblich geprägt und als Autor zehn Atlasblätter verfasst. Darüber hinaus war er in viele Forschungsprojekte eingebunden, war Mitveranstalter zahlreicher Frühjahrstagungen wie auch des Freitags-Kolloquiums und hat sechs Bände in der Institutsreihe ‚Städteforschung‘ herausgegeben. Wir werden ihn als Wissenschaftler und als Mensch vermissen.
Einen von Peter Johanek verfassten ausführlichen Nachruf können Sie hier nachlesen.
Viele Grüße aus Münster,
Ihr Institut für vergleichende Städtegeschichte
