Mühlhausen/Th. – Deutscher Historischer Städteatlas 6
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  • Projekt

    Die Atlasmappe enthält neben dem reich illustrierten Textheft eine Vielzahl von großformatigen Karten, Plänen und Ansichten, die Mühlhausen als ein Paradebeispiel für zunächst getrennte, dann zusammengewachsene Alt- und Neustädte zeigen. Thematische Tafeln setzen wichtige Akzente in der Geschichte der Reichsstadt: Die Dokumentation des archäologischen Forschungsstands, die Bedeutung der Mühlen für die Stadt, das reichsstädtische Territorium, Textilproduktion und -handel Mühlhausens sowie die Umbaupläne der DDR-Zeit.

  • Publikation

    Bibliographische Angaben:

    Schloms, Antje/Daniel Stracke/Helge Wittmann, Mühlhausen/Th. –Deutscher Historischer Städteatlas. Nr. 6, hg. v. Peter Johanek/Jürgen Lafrenz/Thomas Tippach am Institut für vergleichende Städtegeschichte in Kooperation mit dem Stadtarchiv Mühlhausen/Th., Münster 2020.

    Kartographie:

    Tobias Kniep

    Rezensionen:

    Anngret Simms, in: Mühlhäuser Beiträge 44 (2021).

    Martin Sladeczek, in: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt 83/NF 30 (2022), S. 201-203.

    Henning Steinführer, in: Zeitschrift für Thüringische Geschichte, 76 (2022), S. 425-427 (www.recensio-regio.net/r/5ebcf89b14004f669e948e4c79ce733b)

  • Kooperation

    Das Projekt ist in Kooperation mit dem Stadtarchiv Mühlhausen entstanden.

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Die bauliche Gestalt Mühlhausens im Stadtplanvergleich

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    Die bauliche Gestalt Mühlhausens im Stadtplanvergleich

    Jeder Stadtplan ist eine Momentaufnahme der Stadtgestalt mit Straßen, Gebäuden und Nutzflächen. Dieses Kartenmodul zeigt zwei parzellengenaue Pläne, von denen der erste auf der ältesten Katastervermessung (1861 im Umland, 1878/79 im Stadtbereich) beruht. Der zweite Plan wurde aus Geodaten des aktuellen Liegenschaftskatasters (ALKIS) generiert. Beiden sind Höhenlinien beigegeben. Zuschaltbar ist auch ein entzerrtes Senkrechtluftbild (aufgenommen 2019). Mit Zoom-Funktion, Navigation und Ebenenauswahl lassen sich Gemeinsamkeiten und Unterschiede damals und heute erkunden. Im Detailvergleich werden Unterschiede in der Baumassenverteilung, der Parzellierung und im Straßennetz anschaulich.

Die Siedlungsentwicklung Mühlhausens von den Anfängen bis ins 19. Jahrhundert

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    Siedlungsentwicklung von den Anfängen bis ins 19. Jahrhundert

    Das Modul erläutert das Flächenwachstum Mühlhausens vom Auftreten erster Siedlungskerne im Frühmittelalter bis ins 19. Jahrhundert. Aktivierbare Ebenen erlauben es, die räumliche Stadtentwicklung phasenweise sichtbar zu machen und per Mausklick auf Objekte zusätzliche Informationen abzufragen. Archäologische Befunde, alte Wegeführungen und Gewässersituationen sowie zahlreiche historische Gebäude mit besonderer Nutzung sind ebenso enthalten. Weitere Ebenen zeigen das Geländerelief, das die Siedlungsstruktur entscheiden prägte und die Ausmaße der bedeutendsten Stadtbrände, die für einschneidende Veränderungen verantwortlich waren.

Mühlhausen in der DDR-Stadtplanung der 1970er Jahre

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    Mühlhausen in der DDR-Stadtplanung der 1970er Jahre

    Der historisch gewachsene, verschachtelte Stadtkern Mühlhausens, heute das zweitgrößte Flächendenkmal Thüringens, erfreute sich nicht in jeder Epoche gleichgroßer Wertschätzung. Zur DDR-Zeit prägten andere Vorstellungen das Idealbild der „sozialistischen Stadt“, wobei die zeittypische Rationalisierung der Bauprozesse im industriellen Maßstab und das gleichermaßen im Westen verbreitete Ziel der „autogerechten Stadt“ die Bauplanung ebenso beeinflussten wie der Wunsch nach städtebaulichen Prestigeprojekten. Das interaktive Modul kartiert auf dem heutigen Stadtgrundriss die 1973 geplanten Bauabschnitte, durch die ab 1981 die Innenstadt tiefgreifend umstrukturiert werden sollte, sowie den Umfang der begleitenden Instandhaltungs- und Modernisierungsplanung für vorhandene Bauten. Ersichtlich ist auch, welche Grundstücke 1990 verstaatlicht („im Eigentum des Volkes“) bzw. in privatem, kirchlichem oder genossenschaftlichem Besitz waren.