Online-Befragung gestartet

Die Online-Befragung ist eine von vier Befragungen, die von der Forschungsgruppe BEMA an der Universität Münster durchgeführt und vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert werden.

Die Befragung ist ein finanziell und inhaltlich unabhängiges Projekt im Forschungsverbund SiKomFan (Mehr Sicherheit im Fußball – Verbessern der Kommunikationsstrukturen und Optimieren des Fandialogs). Das Gesamtprojekt soll zur Verbesserung der Kommunikation im Zusammenhang mit Fußballspielen beitragen – sowohl zwischen den verschiedenen Sicherheitsakteuren als auch zwischen den Sicherheitsakteuren und den Fans. So sollen die Sicherheit und das Sicherheitsgefühl von Zuschauer/innen und anderen Bevölkerungsgruppen an Spieltagen verbessert werden, ohne Freiheitsrechte unnötig einzuschränken.

Im Rahmen dieser Online-Befragung sollen die Sichtweisen der Fußballfans erforscht werden: Gibt es überhaupt einen geregelten Dialog zwischen Fans, Verein und Sicherheitsakteuren? Wenn ja, wie sieht dieser aus und welche Aspekte werden positiv oder negativ wahrgenommen? Aus welchen Bevölkerungsgruppen setzen sich Fußballfans zusammen? Welche Einstellungen haben Fußballfans zur Kommerzialisierung und zu Sicherheitsmaßnahmen im Stadion? Wie wird Fankultur im Stadion gelebt und wahrgenommen?

Zusammengefasst stehen dabei folgende Themen im Fokus:

  • Das Verhalten von Sicherheitsakteuren rund um Fußballspiele aus Fansicht
  • Die Beurteilung von Sicherheitsmaßnahmen und dadurch verursachte Freiheitseinschränkungen
  • Möglichkeiten und Ausgestaltung eines konstruktiven Fandialogs
  • Die gesamtgesellschaftliche Wahrnehmung des Ereignisses Fußball
  • Die Darstellung von Fußballfans und Fankultur in den Medien  

Die Befragung ist anonym, es sind keine Rückschlüsse auf einzelne Befragte möglich. Die Ergebnisse werden lediglich in Tabellenform und niemals als Einzelergebnisse veröffentlicht. Auch eine Analyse nach einzelnen Standorten erfolgt nicht, sondern lediglich zusammenfassende Analysen nach Region, Liga oder Stadiongröße. Ende 2016 werden die Ergebnisse u.a. auf der Homepage des Projekts „Fußball und Gesellschaft“ an der Universität Münster veröffentlicht.

Bei Fragen melden Sie sich gerne per E-Mail oder über unsere anderen Kontaktdaten.

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Kommentare

Ich weiss nicht, ob diese Art von UMfragen überhaupt etwas bringen. Wir reden von Fussball und Fans. Über dieses Thema zu reden wird immer fragwürdiger. Ein Fussballfan ist für mich jemand, der seine Mannschaft fair unterstützzt und nicht bei den Spielen seine Aggressionen gegenüber Schiedsrichtern, Fans der anderen Mannschaften und an sowohl eigenen als auch gegnerischen Spielern abbauen will. Bis hin zum Randalieren. Was tun die Fan Beauftragten der Vereine ? Ich kann nichts erkennen ! Aus Gründen der eigenen Sicherheit gehe ich nicht mehr zu 1. oder 2.Liga Spielen., sondern schaue mir diese im Bezahl TV an. Wenn ich das Abbrennen von Bengalos als Choreographie oder Atmospäre verniedliche, dann ist der Sinn für Realität abhanden gekommen. Wenn ich Fans sehe, ihren "Einpeitscher", der mit dem Rücken zum Spiel die meist alkoholisierte Gefolgschaft zur Unterstützung aufruft, hat das für mich mit Fussball nichts mehr zu tun. Das Verhalten der Fans in den öffentlichen Verkehrsmitteln ist eine Schande für Deutschland, es gibt viele Leute, die Angst davor haben, mit Fussballfans im gleichen Zug zu fahren. Zerstörungen sollten von den Vereinen bezahlt werden müssen ebenso wie die durchzuführenden Sicherheitsmassnahmen. Es ist ein Unding, dass Vereine und Spieler immer mehr kassieren wollen und die Kosten an den einfachen Bürger weitergereicht werden.

Ich muss meinem Vorredner zustimmen. Interessant wäre sicher der Aspekt: Wie gehen "normale" Menschen mit Fans, Fangruppen um und wie verhalten sich diese außerhalb des Stadions? Als Frau suche ich immer schnell das Weite, wenn betrunkene, gröhlende, Flaschen werfende Adoleszierende im Rudel durch die Stadt ziehen und dabei alles anpöbeln, angrapschen oder bedrohen, was ihnen in den Weg kommt. Von Bekannten weiß ich, wie es z.T. in den Stadien zugeht (Liga 3 und darunter)- Fußball wird offensichtlich für Einige nur als Vehikel für ungehemmtes Saufen, Gröhlen, Randalieren, Schlägern missbraucht. Mir ist bewußt, dass diesen Leuten die Mehrheit von friedlichen Fans entgegensteht. Ich würde dennoch nicht ins Stadion gehen, und sicherlich nie mit meinen Kindern. Und das ist dem großen Unsicherheitsgefühl geschuldet, dass ich mittlerweile mit Fußball verbinde.

Ich kann ihre meinung überhaupt nicht nachvollziehen... ich gehe mit meinen kindern regelmäßig ins stadion und hatte noch nie angst um sie bzw sie hatten angst.... sie waren immer beeindruckt von der stimmung und fanden die ebngalos auch toll... [...]

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