Jens Bölte
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Psychotherapiergesetz

Am 05.11.2018 hat Jens Spahn bei FacebookLive sich dazu geäußert, wann mit dem Referentenentwurf zu rechnen ist (bei ca. 4:56). Weitere Info zur Reform des Psychotherapiegesetzes auf psychotherapiere-reform.

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Numerus clausus

Das Bundesverfassungsgericht hat am 19. Dezember 2017 entschieden, dass die aktuelle Vergabe von Studienplätzen in Humanmedizin in Teilen verfassungswidrig ist.  Die Pressemitteilung findet man hier [de]. Es ist davon auszugehen, dass ähnliche Vergabeverfahren in anderen Studiengänge auch verfassungswidrig sind.

Jens Bölte
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Themen für Abschlussarbeiten

Ich habe mehrere Themen für Abschlussarbeiten auf Bachelor und Masterniveau zu vergeben. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Biomagnetismus und Biosignalanalyse soll

  • ein MEG-Paradigma zur Untersuchung von "moral licensing" entwickelt und angewandt werden.  Moral licensing beschreibt das Phänomen, dass Menschen sich nach einer guten Tat weniger altruistisch verhalten. Menschen scheinen eine Balance zwischen Egoismus und Altruismus herstellen zu wollen. Hier umfasst die Arbeit die Erhebung und Auswertung der MEG-Daten. Fehlende MEG-Kenntnisse stellen kein Problem dar. Es gibt eine ausreichende ausführliche Einarbeitungsphase bzw. Unterstützung bei der Datenerhebung durch MTAs. Diese Arbeit bietet sich im Rahmen einer Masterarbeit an.
  • in Zusammenarbeit mit dem Institut für Biomagnetismus und Biosignalanalyse soll eine Masterarbeit zu MEG- und Verhaltenskorrelaten bei der Generalisierung konditionierter Furcht bei gesunden Jugendlichen und Jugendlichen mit der Diagnose einer Angststörung durchgeführt werden.
  • Die Verarbeitung morphologisch komplexer Wörter wird häufig mit dem masked Priming Paradigma untersucht, bei dem ein Prime kurz (Tischler; ca. 50 ms) gezeigt wird, bevor auf ein Target (Tisch) reagiert werden muss. Hier sollen unterschiedliche Stimulusonsetasynchronien getestet werden. Üblicherweise verringern sich werden mit längeren Stimuluonsetasynchronien die morphologischen Primingeffekte. In ersten Vortest konnten wir diesen Befund jedoch nicht replizieren. Eine EEG-Variante dieses Paradigmas soll auch zum Einsatz kommen. Eine entsprechende Einarbeitung in die Erhebung von EEG-Daten und deren Auswertung wird vermittelt.
  • In Zusammenarbeit mit dem Institut für medizinische Psychologie und Systemwissenschaften soll ein Paradigma zum Aufbau und Beeinflussung von Erwartungen untersucht werden. Hier lernen Probanden einfache Erwartungen, wenn ein Männername präsentiert wird, kommt auch ein Bild eines Mannes bzw. wenn ein Frauenname präsentiert wird, kommt ein Bild einer Frau. Sobald diese Verbindung gelernt ist, soll die Erwartungsphase dadurch beeinflust werden, dass eine Zweitaufgabe in der Phase zwischen Namenspräsentation und Bildpräsentation präsentiert wird. Dies ist eine EEG-Studie. Die notwendigen Kenntnisse zur Erhebung und Datenauswertund von EEG-Daten werden vermittelt.

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Ferdinand Ueberwasser

In Perspectives on Psychological Science haben  K. A. Schwarz und R. Pfister einen Artikel veröffentlicht, in dem sie das Werk von Ferdinand Ueberwasser beschreiben. Ferdinand Ueberwasser (1752 - 1812) war Professor für empirische Psychologie und Logik. Er war somit deutlich früher als Professor für Psychologie aktiv als Wilhelm Wundt.

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Travel Awards

Die Berlin School of Mind and Brain vergibt jedes Jahr einige Travel Awards an Masterstudierende, die sich potenziell für eine Promotion im PhD Programm der Schule interessieren. In der Berlin School of Mind an Brain kann eine Promotion im Bereich Kognitive Neurowisenschaften/Social Cognition/Clinical Neuroscience etc. erworben werden (mit Stipendium). Der Award ist neben der Ehre und einem weiteren Eintrag auf dem CV mit einem Reisestipendium verbunden, um im Oktober einen Workshop in Berlin zu besuchen, bei dem das Programm, Faculty und Stadt vorgestellt werden.

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Pressemitteilung Bundesverfassungsgericht

Das Bundesverfassungsgericht hat am 18. März eine Pressemitteilung zur Akkreditierung von Studiengängen veröffentlicht. Demnach ist das aktuelle Akkreditierungsverfahren unvereinbar mit dem Grundgesetz. Der Gesetzgeber hat bis zum 31. Dezember 2017 Zeit eine verfassungskonforme Regelung zu treffen. Der Beschluss ist hier zu finden.
Das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung hat dazu am 06.04.2016 erklärt,  dass das Bundesverfassungsgericht die Regelungen zur Akkreditierung für nichtig, nicht aber für unwirksam erklärt hat. Sie bleiben also in Kraft. :-( Der Akkreditierungsrat hat am 28.04. dazu eine Pressemitteilung rausgebracht.