






Forschung in den Naturwissenschaften ist heute Teamarbeit: Forschende bringen ihre unterschiedlichen Expertisen oft über Fächergrenzen hinweg zusammen, um komplexe Fragen zu bearbeiten. Dabei reicht es meist nicht aus, lediglich etablierte Messverfahren und Analysen anzuwenden. Entscheidend ist vielmehr, neue Experimente, Methoden und Analysewege zu entwickeln. Der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen ist dafür wichtig, weil er neue Perspektiven und innovative Ansätze für die eigene Forschung eröffnet.
Mit dem Studierendenlabor "OpenLab" wird ein physischer und sozialer Raum geschaffen, in dem interessierte Studierende eigene experimentelle Projekte planen, realisieren und weiterentwickeln können. Durch die intensive Beschäftigung mit den eingesetzten Geräten (insbesondere den selbst gebauten) werden diese tiefergehend verstanden und nebenbei Berührungsängste und Unsicherheiten abgebaut.
Im Raum 631 (im 6. Stock des IG1) in der Wilhelm-Klemm-Straße 10 stehen diverse Messinstrumente, optische Geräte und Komponenten, sowie Werkbank, 3D-Drucker und Elektronikarbeitsplatz bereit, um wissenschaftliche Neugier, Kreativität und den Austausch zwischen Studierenden unterschiedlicher Fachsemester und Disziplinen zu fördern.
In regelmäßigen Treffen können sich Studierende über das gemeinsame Vorgehen und aktuelle Probleme austauschen. Nach Einweisung in die jeweils notwendige Laborausstattung soll das “OpenLab" den Studierenden jedoch gerade auch außerhalb dieser Treffen für das eigenständige Arbeiten zur Verfügung stehen. Während in diesen Öffnungszeiten vor allem Raum für freies Arbeiten, kreative Problemlösungen und forschendes Lernen im Vordergrund stehen soll, können Studierende sich bei Problemen und Fragen auch an teilnehmende WissenschaftlerInnen sowie Studierende aus höheren Semestern wenden, und so von deren Erfahrung profitieren. Ziel ist es das "OpenLab" dauerhaft zu etablieren, um Generationen von Studierenden einen Raum zur Verwirklichung ihrer eigenen experimentellen Projektideen zu bieten.
Weitere Informationen sind auf der Webseite openlab.uni-muenster.de zu finden.
Interessierte Studierende sind eingeladen, am 7. Mai 2026 (Donnerstag) um 17:00 Uhr (s.t.) im Seminarraum 620 (im 6. Stock des IG1) in der Wilhelm-Klemm-Straße 10 mehr über die Möglichkeiten des “OpenLab” zu erfahren und sich über erste Ideen auszutauschen.

Für moderne Datenspeicher und neue Rechenkonzepte sind sogenannte memristive Materialien interessant, da sie Informationen ohne kontinuierliche Energiezufuhr speichern können und bereits kleine Veränderungen ihrer atomaren Struktur zu deutlichen Änderungen des elektrischen Widerstands führen. Dadurch lassen sich sehr dichte Netzwerke aus Speicherzellen realisieren, in denen Rechenoperationen direkt im Speicher stattfinden können. Auf diese Weise kann der zeit- und energieintensive Datenaustausch zwischen Prozessor und Datenspeicher vermieden werden. Diese hohe Empfindlichkeit, die sie für Anwendungen attraktiv macht, hat allerdings eine Kehrseite. So führen in einem nanometrisch kleinen Volumen von Germaniumtellurid, einem besonders vielseitigen Material für memristive und ferroelektrische Anwendungen, selbst geringfügige atomare Umordnungen zu einem intrinsischen Rauschen (spontanen Widerstandsänderungen). Anhand dieses Rauschens konnte Doktorand Sebastian Walfort mit einem Team um Prof. Dr. Martin Salinga am Institut für Materialphysik nun thermodynamische Größen ableiten und die Energielandschaft vermessen, die das Verhalten des Materials bestimmt.
Der vollständige Artikel ist hier zu finden.

Prof. Darvishi Kamachali von Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), Abteilung für Werkstofftechnik und dem Institut für Materialphysik der Universität Münster, wurde mit einem Consolidator Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC) ausgezeichnet – einer der angesehensten europäischen Förderlinien für exzellente Wissenschaftler*innen. Die Entscheidung unterstreicht die wissenschaftliche Bedeutung seiner Arbeiten auf dem Gebiet der Materialmodellierung. Das Projekt „AMASE“ zum Verhalten und zur Entwicklung moderner Hochleistungswerkstoffe erhält eine Förderung in Höhe von 2 Millionen Euro und wird über fünf Jahre gefördert.
Im Rahmen von „Assessing Microstructure Phase Maps (AMASE)” entwickelt Prof. Darvishi Kamachali neue Methoden zur konsistenten Berechnung der Thermodynamik und Kinetik von Materialfehlern in Werkstoffen. AMASE verfolgt damit ein ehrgeiziges, aber präzise umschriebenes Ziel: Vorhersagen zu können, wie sich Defekte in realen Materialien neu anordnen, wie sie miteinander interagieren, sich gegenseitig stabilisieren und wie diese „Defektlandschaft“ die Leistungsgrenzen, Lebensdauer und sichere Anwendung fortschrittlicher Materialien beeinflusst.
„Die Vorhersagbarkeit solcher Defekte verkürzt die Entwicklungszeit in der Materialforschung drastisch, insbesondere für anspruchsvolle Anwendungen in der Automobil-, Batterie- und Luftfahrtindustrie“, so Prof. Darvishi Kamachali, der neben seiner Tätigkeit bei der BAM auch den Lehrstuhl für Materialmodellierung am Institut für Materialphysik der Universität Münster innehat. „Auf diese Weise treibt AMASE einen digital beschleunigten Innovationszyklus für Hochleistungswerkstoffe voran und ermöglicht sicherere, langlebigere und zuverlässigere Komponenten für anspruchsvolle Anwendungen.“

Das Rektorat der Universität Münster hat in einer Feierstunde in der Aula im Schloss 13 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler mit dem Dissertationspreis des Jahres 2025 ausgezeichnet. Neben der wissenschaftlichen Exzellenz müssen die Dissertationen dafür "ein hohes Maß an Originalität aufweisen und einen bedeutsamen Beitrag zur aktuellen Forschung leisten". Rektor Prof. Dr. Johannes Wessels und Prof. Dr. Maike Tietjens, Prorektorin für akademische Karriereentwicklung und Diversity, verliehen die Auszeichnungen. Sie sind mit jeweils 3.000 Euro dotiert, um die weitere Arbeit der Preisträgerinnen und Preisträger an der Universität Münster oder an einer anderen nationalen oder internationalen Hochschule zu fördern.
Wie Maike Tietjens sagte: „Wir sind stolz auf die herausragenden Leistungen unserer aufstrebenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler“. Dem können wir uns nur anschließen!
Herzlichen Glückwunsch, Nils Holle!
Link zur (vollständigen) News-Seite: https://www.uni-muenster.de/news/view.php?cmdid=15135

Unser Gruppenmitglied Nils Holle wurde auf der EPCOS 2025 Konferenz in Marseille mit dem zweiten Preis für den besten Vortrag ausgezeichnet. In seinem Vortrag mit dem Titel „Effect of Peierls-like distortions on transport in amorphous phase change devices“ stellte er neue Forschungsergebnisse zum elektronischen Transport in Phasenwechselmaterialien vor – Materialien, die in Zukunft eine Schlüsselrolle für neuromorphes Rechnen spielen könnten.
Anhand von Computersimulationen konnte gezeigt werden, wie winzige atomare Verschiebungen in amorphen Phasenwechselmaterialien den elektrischen Stromfluss beeinflussen und damit zum sogenannten Widerstandsdrift beitragen – einem der zentralen Herausforderungen für zukünftige Speicher- und Rechenbausteine. Herzlichen Glückwunsch zu dieser Auszeichnung!
Link zur Publikation: https://doi.org/10.1038/s43246-025-00776-5

Frau Dr. Olivia Vaerst (AG Wilde) und
Herr Dr. Manoel da Silva Pinto (AG Wilde)
haben ihre Promotionen beendet.
Am 18.07.2025 fand die Promotionsfeier statt, wo die jungen Doktoren ihre Promotionsurkunden erhalten haben.
Auch
Frau Dr. Lydia Daum (AG Wilde)
hat Anfang August ihre Promotion beendet. Ihre Urkunde hat sie bereits ebenfalls erhalten.
Wir gratulieren!