Qualitative Studie zu Nutzungspraktiken von ChatGPT publiziert

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Gemeinsam mit Anastasia Glawatzki hat Paula Philine Jung den Beitrag „Werkzeug, Assistenz oder Partner*in? Nutzungspraktiken von ChatGPT und anthropomorphisierende Rollenzuschreibungen“ veröffentlicht. Das Paper stellt die Betrachtung von Anthropomorphisierung im Kontext von generativer KI in den Fokus.

Im Rahmen einer qualitativen Studie analysieren die Autorinnen, wie Studierende der Kommunikationswissenschaft und Informatik ChatGPT im Alltag nutzen und welche Rollen sie der KI zuschreiben. Dabei zeigt sich, dass Unterschiede zwischen der bewussten und der unbewussten Rollenzuschreibung bestehen, denn während in der bewussten Reflexion die meisten Studierende ChatGPT primär als Werkzeug oder Assistenz beschreiben, zeigen die Nutzungspraktiken, dass die KI unbewusst auch als Partner*in genutzt wird.

Die Ergebnisse tragen zur Weiterentwicklung des dualen Modells der Antropomorphisierung bei und legen nahe, dass die Reflexion widersprüchlicher Wahrnehmungen von KI die Entwicklung von KI-Kompetenz unterstützen kann.

Veröffentlicht wurde der Beitrag in Medien & Kommunikationswissenschaft, einer peer-reviewed Zeitschrift des Leibnitz-Institut für Medienforschung Hans-Bredow-Institut.

Literaturangabe

Glawatzki, A., & Jung, P. (2026). Werkzeug, Assistenz oder Partner*in? Nutzungspraktiken von ChatGPT und anthropomorphisierende Rollenzuschreibungen. Medien & Kommunikationswissenschaft, 74(2), 187-202. https://doi.org/10.5771/1615-634X-2026-2-187