Medscape für den iPhone

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Medscape hat mit Medscape from WebMD for iPhone and iPod Touch eine kostenloses iPhone-Anwendung herausgebracht, die eine Arzneimittel-Datenbank und einen Interaktionen-Checker enthält, sowie ein Verzeichnis von Ärzten und Apotheken (in den USA …). Die Applikation bietet auch Zugang zu den neuesten News-Feeds von Medscape. (Pressemeldung)

Features:

  • Arzneimitteldatenbank mit über 6.000 Pharmaka, sowie Hunderten von pflanzlichen Arzneimitteln, Ergänzungen und Gegenmittel.
  • Berechnung von Wechselwirkungenen für bis zu 30 Arzneimitteln.
  • Medscape-News.
  • Continuing Medical Education speziell für mobile Geräte.
  • Health Directory mit Kontakt-Informationen für über 400.000 Ärzte, 57.000 Apotheken und 6.000 Krankenhäusern.

Endlich – Rote Liste für den iPhone!

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Ich hatte ja schon Anfang des Jahres danach verlangt, aber ab gestern ist es Wirklichkeit: Sechs Jahre nach der PDA-Version gibt es nun auch die Rote Liste als Applikation für das iPhone! Für günstige 19,99 € (im iTunes-Shop steht heute, 7.8.09., zwar 4,99€, aber das scheint wohl ein Fehler zu sein), Updates inklusive (die PDA-Version kostet schlappe 75€ p.a.). Übrigens nicht von der Roten Liste GmbH programmiert, sondern als Eigenentwicklung mehrerer pfiffiger Mediziner, federführend Dr. Benjamin Sattler, zusammen mit dem iPhone-Entwickler Dominik Pich. Das Programm beinhaltet den kompletten Datensatz der Roten Liste und soll über Updates immer auf dem neusten Stand gehalten werden – na, mal sehen. „Rote Liste Medikamente“ ist ab sofort im iTunes Store erhältlich.

33.333ste Bestellung – mit Subito 1.400 Jahre Wartezeit gespart

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Am 23. Juli 2009 wurde die Subito-Bestellung Nr. 33.333 getätigt. Es handelte sich dabei um „Measurement of subjective phenomena in primary care research: the visual analogue scale“ In: Family practice research journal (1993). Der Artikel wurde um 11:47 bei der Deutschen Zentralbibliothek für Medizin in Köln bestellt und 12 Stunden später per Fax ausgeliefert.

Von November 2000 bis Juli 2009 konnten der Medizinischen Fakultät insgesamt 33.382 Bestellungen über subito geliefert werden. Subito weist zwei entscheidende Vorteile auf:

  1. Für die Fakultät sind nicht nur die 1.600 Zeitschriften verfügbar, die die ZB Med abonniert hat, sondern potenziell alle weltweit publizierten Zeitschriften – ca. 0,5 bis 1 Mio. Titel.
  2. Die benötigten Zeitschriften müssen nicht fortlaufend abonniert werden, was der Fakultät bis heute einen zweistelligen Millionenbetrag an Kosten eingespart hat.
  3. Durch die garantiert schnelle Lieferung (oft innerhalb von wenigen Stunden) müssen die Wissenschaftler, Ärzte und Doktoranden der Medizinfakultät Münster nicht so lange auf die Dokumente warten wie bei der normalen Online-Fernleihe. Rechnet man die eingesparte Wartezeit hoch, kommt man auf insgesamt eine halbe Mio. Stunden Tage oder 1.400 Jahre – Zeit, die unsere Mediziner wahrlich sinnvoller nutzen können.
  4. Der Münsteraner Service stellt einen erheblichen Wettbewerbsvorteil dar: 99% aller deutschen Wissenschaftler müssen wesentlich länger auf ihre Artikelbestellungen harren.

Durch den guten Zeitschriftenbestand in Münster und die mittlerweile sehr weit zurückreichenden elektronischen Zeitschriftenarchive müssen jedes Jahr etwa 10% weniger Artikel angefordert werden als im Vorjahr.

Der kostenfreie Subito-Dienst wurde im Jahr 2000 von der Zweigbibliothek Medizin zur Verbesserung und insbesondere zur Beschleunigung der Literaturversorgung in der Fernleihe eingeführt. Die ZB Med übernimmt die Kosten für Subito-Bestellungen von Bediensteten und Doktoranden der Medizinischen Fakultät. Subito-Interessenten melden sich über ein Anmeldeformular im Internet, das sie unterschrieben und gestempelt an die Zweigbibliothek Medizin weiterleiten müssen, zu diesem Dienst an. Die Zweigbibliothek schaltet den Interessenten nach Prüfung der Zulassungsvoraussetzungen frei. Teilnehmer an diesem Dienst verpflichten sich dazu, die Bestellung (nicht über subito-doc.de sondern) über eine speziell programmierte Schnittstelle durchzuführen sowie keine Artikel aus Zeitschriften zu bestellen, die an der Zweigbibliothek Medizin oder an einer anderen Bibliothek in Münster leicht zugänglich sind (ebensowenig wie Bücher).

UpToDate mit Verweisen zum Volltext

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Die klinische Reviews-Datenbank UpToDate bietet nicht nur aktuelle Informationen zur Schweinegrippe an (siehe unten), sondern zeigt ab heute in den Referenzen an, wenn Volltexte an der Universität Münster vorhanden sind. Dabei wird auf den Linkresolver ExLibris zurückgegriffen, der automatisch alle PubMed-Referenzen von UpTodate mit den Bestandsinformationen der Unibibliothek verknüpft. Sie können also direkt sehen, ob der Volltext vorhanden ist und wenn nicht, wie Sie ihn bekommen können.

Kardiopulmonale Reanimation mit dem iPhone

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D-SIGN, eine kleine italienische Firma, hat sich mit einem Arzt zusammen getan, um ein Cardiac Pulmonary Resuscitation-Tool für das Apple iPhone zu entwickeln. In ICPR Lite (0,79 Euro) kann man wahlweise die Leitlinien der American Heart Association oder des European Resuscitation Council aufrufen. Es eignet sich auch zum selbstgesteuerten Lernen. Die Vollversion (noch nicht erhältlich) wird ein einfaches Feedback-Modul für die CPR-Ausbildung für Laien und medizinisches Fachpersonal enthalten.

39 Wege zur Bewertung wissenschaftlicher Artikel

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In PLoS ONE ist folgender interessanter Artikel zu finden: A Principal Component Analysis of 39 Scientific Impact Measures (Bollen J, Van de Sompel H, Hagberg A, Chute R, 2009 A Principal Component Analysis of 39 Scientific Impact Measures. PLoS ONE 4(6): e6022. doi:10.1371/journal.pone.0006022). Die Autoren diskutieren, wie man die Wirkung von wissenschaftlichen Artikeln messen kann. Sie kommen zu dem Schluß:

Our results indicate that the notion of scientific impact is a multi-dimensional construct that can not be adequately measured by any single indicator, although some measures are more suitable than others. The commonly used citation Impact Factor is not positioned at the core of this construct, but at its periphery, and should thus be used with caution.

PDF Reader Pro für das iPhone

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Wer nicht gleich 11,99 Euro ausgeben möchte, um seinem iPhone ein professionelles Literaturverwaltungsprogramm plus PDF-Reader zu spendieren wie z.B. Papers, der kann auch schon für 99 Cent den PDF Reader Pro von Yuyao Mobile Software erwerben. Dieses Programm bietet neben dem simplen Lesen von PDFs auf dem iPhone auch viele weitere nützliche Funktionen, wie kürzlich in einem Macworld review zu lesen:

– Document Manager (copy, paste, cut, delete, rename)
– PDF viewer (change font size by pinching)
– Landscape view (auto-rotation)
– WiFi sync
– Zoom in/out
– Jump to the page you want
– Remembering the last viewed location
– Good resolution
– Read password-protected files
– Bookmarking

Impact Faktoren in der mobilen Version der ZB Med Webseite

Dr. Stupp aus der Augenheilkunde machte uns heute dankenswerterweise auf einen Fehler im Abfrageskript der Impact Faktoren in der mobilen Version der ZB Med Webseite aufmerksam, der dazu führte, dass in der Anzeige der Subject Categories nur jede zweite Zeitschrift aufgeführt wurde. Wir haben den Fehler sofort behoben und bitten um Entschuldigung für etwaige zwischenzeitliche Unannehmlichkeiten.

WorldCat Mobile – Weltweite Büchersuche mit dem Handy

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Online Computer Library Center (OCLC) ist ein weltweiter Verbund von 71.000 Bibliotheken aus 112 Ländern und Anbieter des weltgrößten Buchkatalogs WorldCat (1,5*109 Einheiten). OCLC hat nun zusammen mit der Firma Boopsie ein kleine feine Webseite programmiert, mit der sich auch die Bestände von einigen hundert deutschen Bibliotheken durchsuchen lassen (leider keine aus Münster). Seit drei Wochen ist diese Oberfläche mit Namen WorldCat Mobile nun auch für Europa freigegeben worden. Ein Video belehrt über die wichtigsten Features dieser weltweiten Büchersuche auf dem Handy:

  • Suche nach Bibliotheksmaterialien mit Stichwörtern, Autorennamen oder Wörtern aus dem Titel
  • Suche nach WorldCat-Bibliotheken in Ihrer Nähe über Eingabe von Postleitzahl oder Ort
  • Rufe eine Bibliothek an – Klicken Sie auf die Telefonnummer in den Bibliotheksangaben
  • Zeigen Sie alle Bibliotheken auf einer Weltkarte an, die das gesuchte Buch enthalten (klappte bei mir nicht)
  • Lassen Sie sich die kürzeste Route zur nächsten Bibliothek berechnen (Handy mit GPS)

Unter der Adresse http://www.worldcat.org/mobile finden Sie Video-Tutorials für die Installation und Benutzung auf Windows Mobile-, Blackberry- und Nokia-Betriebssystemen. iPhone-Benutzer können die WorldCat-Applikation kostenfrei im iPhone App Store herunterladen (nur USA?).

RefWorks Mobile

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Wie berichtet gibt es auch eine mobile Version zu der Desktop-Literaturverwaltung von RefWorks – das so genannte Refworks Mobile.

Refworks bietet nun sowohl ein RefMobile Fact Sheet an, um sich mit der mobilen Version vertraut zu machen, als auch verschiedene Online-Seminare: RefWorks Mobile Webinars (29.07. / 13.08. / 27.08.). Bitte nutzen Sie diese Angebote, es lohnt sich.

Den zur Nutzung benötigten „Group Code“ finden Sie in der RefWorks-Registrierungsmail, die Sie bei der allerersten Anmeldung bekommen haben.

EndNoteWeb + ResearcherID + Web of Science

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Dank der Nordrhein-Westfälischen Konsortiallizenz zur Datenbank Web of Science ist es allen Angehörigen der Universität Münster möglich, die Literaturverwaltung EndNoteWeb kostenfrei zu nutzen (Online-Tutorial). Sie müssen sich dazu lediglich einmal registrieren und können dann Suchergebnisse von Web of Science in Ihre persönliche EndNoteWeb-Library exportieren. Dort können Sie die Literaturstellen dann komfortabel organisieren, Bibliographien erstellen, in Ihre Arbeiten einbetten („Cite While You Write“) und Literatur von einer Vielzahl weiterer Datenbanken (u.a. PubMed, siehe unten) durchsuchen und importieren. Ihre EndNoteWeb-Library können Sie in gängigen Datenbankformaten exportieren und mit anderen Literaturverwaltungsprogrammen weiterverarbeiten oder mit anderen Forschern gemeinsam bearbeiten. Die „EndNoteWeb-Toolbar für Firefox“ speichert Onlinereferenzen direkt in Ihrer EndNoteWeb-Library ab.

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Mit dieser Registrierung sollte es prinzipiell möglich sein, in den drei obigen Datenbanken EndNoteWeb, Web of Science, ResearcherID hin und her zu navigieren.

Im Gegensatz zu der von der Universität Münster lizenzierten Literaturverwaltung Refworks hat EndNoteWeb jedoch einige Nachteile:

  • Der Zugang ist nur innerhalb des Hochschulnetzes möglich (RefWorks kann von jedem Computer weltweit benutzt werden)
  • Es ist langsamer und hat weniger Möglichkeiten (RefWorks bietet den Funktionsumfang einer hochwertigen Literaturverwaltung)
  • Es speichert keine Volltexte
  • Es erlaubt das Teilen der Bibliothek nur mit anderen EndNoteWeb-Nutzern (RefWorks erlaubt das Teilen mit Jedermann)