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Obwohl die Kommunen als politische Ebene den Bürger*innen am nächsten sind, stehen sie selten im Zentrum der Aufmerksamkeit. Im Rahmen der aktuellen Diskussionen um beispielsweise die Wohnungspolitik und den Umgang mit Geflüchteten sowie die Defizite in den Haushalten der Kommunen, wird Kommunalpolitik zunehmend in Öffentlichkeit und Medien thematisiert. Eine politikwissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema Kommunalpolitik wirft eine ganze Reihe von Fragen auf: Welchen Rahmenbedingungen unterliegt die Kommunalpolitik? Welche Kompetenzen haben die Kommunen? Welche Entscheidungsfindungsprozesse kommen in der Kommunalpolitik zum Tragen? Wie finanzieren sich die Kommunen? Vor welchen Herausforderungen stehen die Kommunen aktuell?
Der Standardkurs wird sich diesen Fragen annehmen und die verschiedenen Facetten der Kommunalpolitik untersuchen. Neben der theoretischen Einbettung sollen die behandelten Themen auch anhand von Beispielen aus der Praxis verdeutlicht werden. Der Kurs wird sich zunächst den institutionellen Rahmenbedingungen der Kommunen innerhalb des deutschen Föderalismus und des europäischen Subsidiaritätsprinzips widmen. Im Anschluss daran sollen die Veränderungsprozesse in der deutschen Kommunalpolitik thematisiert werden, um schließlich anhand von konkreten Themenfeldern die Politik verschiedener Kommunen zu untersuchen.
Der Kurs richtet sich an Studierende ohne Vorkenntnisse, sowie Studierende in höheren Fachsemestern.
Studienleistung: Aktive Mitarbeit in einer Gruppenarbeit und Präsentation der Ergebnisse (genauere Informationen werden in der ersten Sitzung bekannt gegeben)
Prüfungsleistung: Verfassen einer Hausarbeit (12-15 Seiten)
Einführende Literatur:
Bogumil, Jörg; Holtkamp, Lars (2013): Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung. Eine praxisorientierte Einführung. Bonn: BpB (Schriftenreihe / Bundeszentrale für Politische Bildung, Bd. 1329). Online verfügbar unter: http://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/156902/kommunalpolitik-und-kommunalverwaltung?blickinsbuch
Kost, Andreas; Wehling, Hans-Georg (2010): Kommunalpolitik in den deutschen Ländern. Eine Einführung. 2., aktualisierte und überarbeitete Auflage. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften / GWV Fachverlage GmbH Wiesbaden.
- Lehrende/r: Julia Henn
- Lehrende/r: Christian Fischer-Bakker
- Lehrende/r: Felicitas Payk
- Lehrende/r: Lucas Engbers
- Lehrende/r: Bruno Quast
„Wer bin ich und wenn ja, wie viele?“ So lautet der Titel eines bekannten Buches des deutschen Publizisten und Philosophen Richard David Precht aus dem Jahr 2007. Dieser Titel bringt umgangssprachlich auf den Punkt, was viele seit Jahren zu erforschen suchen: Die menschliche Identität und ihr Zustandekommen.
Der Duden definiert den Begriff „Identität“ als „Echtheit einer Person oder Sache; völlige Übereinstimmung mit dem, was sie ist oder als was sie bezeichnet wird“ oder aus der psychologischen Perspektive als „selbst erlebte innere Einheit der Person“. Als Synonyme werden u. a. „Ichbewusstsein“, „Selbst“, „Subjekt“ sowie „Ego“ angegeben.
Doch was ist diese Identität von der alle sprechen eigentlich? Wie konstruiert sie sich, wie entsteht sie? Hat jeder Mensch nur eine Identität und viele Rollen? Oder gar mehrere Identitäten in verschiedenen Situationen? Gibt es kollektive Identität(en) oder ist der Begriff „Identität“ zwangsläufig dem Individuum, dem Selbst, dem Ego vorbehalten? Mit all diesen Fragen werden wir uns zu Beginn des Proseminars auseinandersetzen.
In einem zweiten Schritt soll dann der Blick auf die religiöse bzw. die konfessionelle Identität im Schulkontext erfolgen. Dabei werden wir uns u. a. fragen, ob es auch im Jahr 2019 noch so etwas wie religiöse oder gar konfessionelle Identität gibt und in welchen Formen sich diese zeigt. Ebenso werden wir dem Zusammenhang zwischen Identität, religiöser Identität und Bildung nachgehen (Kann religiöse Identität ein Ziel von Bildungsprozessen sein oder bedarf es bereits einer religiösen Identität, um religiöse Bildungsprozesse initiieren zu können?). Auch der Blick auf den schulischen Religionsunterricht und ob bzw. wie dieser zur Identitätsbildung beitragen kann und/oder muss, darf in einem religionspädagogischen Proseminar nicht fehlen.
- Lehrende/r: Lisa-Marie Mansfeld
Entlehnungen von Lexemen aus anderen Sprachen sind seit Beginn der schriftlichen Überlieferung des Deutschen in großer Zahl bezeugt. Sie stellen deshalb keineswegs ein Phänomen dar, das erst im Zusammenhang mit Globalisierungstendenzen und mit der Ausbreitung des Englischen zu beobachten wäre. In diesem Seminar wird es nach der gemeinsamen Erarbeitung einiger Grundlagen zur Lexikologie des Deutschen darum gehen, einen Überblick über die Geschichte des Fremdworts im Deutschen zu gewinnen. Dabei sollen verschiedene Gebersprachen und verschiedene Epochen der deutschen Sprachgeschichte betrachtet werden.
- Lehrende/r: Christian Fischer-Bakker
Die Weimarer Republik steht schon seit langem im Fokus der öffentlichen Erinnerungskultur. Dies ist nicht allein der Vielzahl geschichtswissenschaftlicher Beiträge zu den rund 14 Jahren der ersten deutschen Demokratie zu verdanken, sondern gerade in der jüngsten Vergangenheit der Verdienst populärer Medien, von den Kriminalromanen Volker Kutschers bis hin zu deren erfolgreicher Verfilmung, der Serie Babylon Berlin. Bücher wie Serie folgen den Abenteuern des Kriminalpolizisten Gereon Rath und seiner Kollegin Charlotte Ritter im Berlin der ‚goldenen Zwanziger‘, einem Schmelztiegel von Vergangenheit und Moderne, einem Moloch aus Lebensfreude, Armut, Sex und Gewalt. Vor allem die Figur der ‚Charly‘ Ritter verkörpert als Prototyp der sogenannten ‚Neuen Frau‘ die Fortschrittlichkeit dieser neuen Zeit.
„Ein großes Reich herrlicher Möglichkeiten erschließt sich uns“, jubelte auch die, nicht fiktive, sondern historische Frauenrechtlerin Gertrud Bäumer anlässlich der Chancen, die die neue Staatsform der Demokratie und die Einführung des Frauenwahlrechts allen Frauen zu versprechen schien. Eine Hoffnung, die gerade zu Beginn der Weimarer Republik von vielen Frauen aller Gesellschaftsschichten geteilt wurde. Doch inwieweit und für wen konnten sich diese Erwartungen am Ende erfüllen? Welchen Widerständen sahen sich um die Sicherung und Erweiterung ihrer Rechte kämpfende Frauen gegenüber? Und hatte ‚Charly‘ Ritter reale historische Vorbilder?
All diesen und noch vielen weiteren Fragen soll die geplante Übung auf der Grundlage der vorliegenden Literatur, vor allem aber des umfangreichen Quellenmaterials, das die ‚erste Frauenbewegung‘ und ihre Zeitgenossen hinterlassen haben, auf den Grund gehen. Ebenso werden aktuelle theoretische Ansätze der Frauen- und Geschlechtergeschichte sowie neueste historische Forschungen zur Weimarer Republik Beachtung finden.
- Lehrende/r: Friederike Hagemeier
- Lehrende/r: Benedikt Kemper
- Lehrende/r: Jan Horst Wille
Als enger internationaler Partner der Bundesrepublik im Rahmen der „deutsch-französischen Freundschaft” ist die Berichterstattung über französische politische Ereignisse auch in deutschen Medien sehr präsent, ein aktuelles Beispiel sind die „Gelbwesten”-Proteste. Im Seminar wird ein wissenschaftlich fundierter Blick auf die Politische Geographie Frankreichs entwickelt, wobei sowohl auf aktuelle wie historische Prozesse und Ereignisse fokussiert werden soll. Einen Schwerpunkt bilden postkoloniale Perspektiven, doch auch weitere aktuelle theoretisch-konzeptionelle Paradigmen bzw. Forschungsfelder der Politischen Geographie sollen Anwendung finden (v.a. poststruktualistische Ansätze, Border Studies, kritische Geopolitik, (neoliberale) Stadtpolitik, Queer and LGBT+ Geographies, Geographische Konfliktforschung, Politische Ökologie, Internationale Beziehungen, räumliche Identitätsforschung, historischer Materialismus).
In inhaltlicher Hinsicht wird von A – wie Algerienkrieg und postkoloniale Erinnerungspolitik – bis Z – wie ZAD (zone à défendre) und die Politische Ökologie – ein breites Themenspektrum angesprochen, das gerne auch durch Vorschläge von Seminarteilnehmenden erweitert werden kann.
Das Seminar findet teils im Block, teils in Form von wöchentlichen Seminarsitzungen statt:
1. Sitzung: 9.5. (Konstituierung, Einführung, Themenvergabe)
Blocktag 1: 11.6.: drei Sitzungen, 9-12h und 13-14:30h, Geo1 401
Blocktag 2: 12.6.: drei Sitzungen, 9-12h und 13-14:30h, Geo1 401
Blocktag 3: 13.6.: drei Sitzungen, 9-12h und 13-14:30h, Geo1 401
[11. Sitzung 20.6. fällt aus, Fronleichnam]
11. Sitzung 27.6.
12. Sitzung 4.7.
13. Sitzung. 11.7. (Abschluss, Synthese, Zusammenfassung)
Termin und Ort der wöchentlichen Sitzungen: Do 14-16 Geo1 401
Bitte beachten Sie, dass die Vorbereitung der Mehrzahl der mündlichen Leistungen (Präsentationen) im Zeitraum 9.5. [konstituierende Sitzung] bis 11.6. [erster Blocktermin] erfolgen muss. Vorherige Themenabsprachen wären im Ausnahmefall auch möglich.
- Lehrende/r: Matthias Hoenig
Die Übung im Grundlagenmodul dient der Vertiefung grammatischer Kenntnisse und der Einführung in linguistische Analysemethoden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den grammatischen Kernbereichen Wort und Satz, die jeweils anhand verschiedener praktischer Übungen erschlossen werden.
- Lehrende/r: Katharina König
- Lehrende/r: David Benedikt Wirthmüller
Aus Anlass des 30. Jahrestag der Öffnung der deutsch-deutschen Grenze im November 1989 wurden die WWU-Kulturgruppen eingeladen, Programme unter dem Leitwort „Grenzüberschreitungen” zu entwickeln. Bei der Vorbereitung dieses Kultursemesterschwerpunkts wurde deutlich, dass Grenze, Flucht und Exil in vielfältiger Weise ihren Widerhall in den Künsten gefunden hat. Insbesondere der Kalte Krieg hat auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs zu Entwicklungen geführt, die bis heute nachwirken.
In diesem Seminar soll in einem ersten Teil danach gefragt werden, wie die Grenzregime der beiden deutschen Staaten sich den Künsten eingeprägt haben. In einem zweiten Teil sollen die erarbeiteten Hypothesen gemeinsam mit Zeitzeug*innen überprüft und in partzipativ-experimentellen Workshopformaten diskutiert werden. Inputs von Wissenschaftler*innen aus verschiedenen Disziplinen ergänzen das Thema durch eine reflexive Tiefendimension. In einem dritten Teil wird ein Konzept für die performative Gestaltung eines Betonelements der Berliner Mauer als Erinnerungsort entwickelt. Dieses Betonelement findet während des Sommersemesters 2019 zwischen Fürstenberghaus und Philosophicum Aufstellung. Die Gestaltung wird im Anschluss an das Seminar umgesetzt.
Das Seminar ist halböffentlich, d.h. zu bestimmten Seminarsitzungen wird die Münsteraner Stadtöffentlichkeit eingeladen mit dem Ziel, die Diskussionen um tagesaktuelle Aspekte anzureichern.
Als Studienleistung werden zwei schriftliche Essays erwartet. In einem ersten Essay erarbeiten die Studierenden während des Semesters zunächst selbständig Teilaspekte des Seminarthemas und stellen ihre Ergebnisse in Form eines Worldcafes zur Diskussion. In einem zweiten Essay fassen die Studierenden diese Diskussionen zusammen und reflektieren die Ergebnisse in Bezug auf ihre Vorarbeiten.
- Lehrende/r: Eckhard Kluth
Im 18. und 19. Jahrhundert gehörte Westfalen zu den wichtigsten gewerblichen Zentren Deutschlands. Dies ist auf den ersten Blick erstaunlich, da die Region als Binnenland weder über direkten Zugang zu Häfen verfügte noch besonders gut an andere wichtige Verkehrswege angebunden war. Man kann sie zunächst als klassisches Hinterland, der wirtschaftlichen prosperierenden Niederlande und der deutschen Nordseehäfen, charakterisieren. Gleichwohl nahm Westfalen mit seinen reichen Ressourcen zunächst an der protoindustriellen Entwicklung der frühen Neuzeit teil, und produzierte Güter wie Leinwand und Eisenwaren für überregionale und internationale Märkte. Im 19. Jahrhundert entstand dann eines der wichtigsten industriellen Zentren, das die wirtschaftliche Entwicklung auf lange Zeit prägte. Das Seminar wird die verschiedenen Gewerbe und Industrien, ihre Entwicklung und gesellschaftliche Bedeutung in den Blick nehmen. Die inhaltliche Arbeit wird ergänzt durch die Einführung in Hilfsmittel, Methoden und Arbeitstechniken der Neueren und Neuesten Geschichte. Regelmäßige aktive Teilnahme, die Mitarbeit in einer Referatsgruppe, eine abschließende Klausur und eine schriftliche Hausarbeit sind Voraussetzung für den Erwerb eines Leistungsnachweises.
- Lehrende/r: Christine Fertig
- Lehrende/r: Juliane Schopf
- Lehrende/r: Nils Bahlo
- Lehrende/r: Kim Alicia Jördens
Grundkenntnisse der Morphologie und Syntax sollen im Rahmen dieser Übung erworben und/ oder wiederholt werden. Dabei liegt der Fokus auf eigenen Analyseübungen zum Erwerb einer für alle weiteren Module relevanten Grammatikkompetenz.
- Lehrende/r: Netaya Lotze
Die Graphematik beschäftigt sich mit der Frage, wie Schriftsysteme und Schreiben vor sich gehen. Es wird dabei davon ausgegangen, dass - um Beispiel in der deutschen Sprache - Schreiben regelbasiert vor sich geht und z.B. sprachstrukturellen Bedingungen folgt. Wie dies geschieht, soll im Seminar an folgenden Fragestellungen untersucht werden:
− Welche Schriftsysteme gibt es?
− Was sind Grundeinheiten des im Deutschen gebrauchten Schriftsystems (Buchstaben/Grapheme, Schreibsilben, Interpunktionszeichen usw.)?
− Welche (orthographischen) Prinzipien sind im Deutschen tätig und wie interagieren sie miteinander?
− Wie ist das Verhältnis von Orthographie und Graphematik? Wie sind Abweichungen von der Orthographie zu bewerten?
− Wie hat sich Schreiben in der Sprachgeschichte des Deutschen gewandelt?
- Lehrende/r: Helmut Spiekermann
Dass sich heute Politikerinnen und Politiker der unterschiedlichen Parteien zu ihrem christlichen Glauben äußern, ist keine Seltenheit. Sie stehen damit in einer Traditionslinie, die bis zu den Anfängen des modernen Staatswesens zurückreicht. Was bewegte und bewegt bekennende Katholiken zu politischem Engagement? Welche politische Agenda verfolgten die katholischen Volksvertreter? Und welche Kooperationen und Konflikte gab es zwischen ihrer Kirche und dem modernen Verfassungsstaat? Das Hauptseminar geht diesen Fragen anhand der wechselvollen Geschichte des politischen Katholizismus der beiden letzten Jahrhunderte nach. Zentrale Themen sind unter anderem die katholische Haltung zu Freiheitsrechten und Demokratie, die Revolution von 1848/49, der Kulturkampf, die Rolle der Zentrumspartei im deutschen Kaiserreich (1871-1918) und der Weimarer Republik (1918-1933) sowie das politische Handeln von Katholikinnen und Katholiken in der frühen Bundesrepublik und im Umfeld der europäischen Einigung.
Den Abschluss des Seminars bildet eine Tagung im Franz-Hitze-Haus am 5. und 6. Juli 2019 (genauere Informationen werden in der ersten Sitzung bekannt gegeben). Gemeinsam mit Studierenden des Historischen Seminars der WWU (Hauptseminar von Herrn Prof. Dr. Thomas Großbölting) besteht im Rahmen dieser Veranstaltung die Möglichkeit, über die Fachgrenzen hinweg ins Gespräch zu kommen. Zudem nehmen auch Expertinnen und Experten wie auch Praktikerinnen und Praktiker aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft teil, mit denen die historischen Inhalte des Seminars genauso diskutiert werden können wie die heutigen Herausforderungen für Religionsgemeinschaften in Politik und Gesellschaft.
- Lehrende/r: Michael Pfister
- Lehrende/r: Hubert Wolf
Grundlage dieses Seminars wird die Niederschrift einer Vorlesung sein, die Thielicke 1950 in Berlin und Tübingen hielt. Sie ist überschrieben mit „Der deutschen Jugend als helfendes Wort“. Einerseits stellt sie einen Versuch der Erklärung dar, wie es zu den Gräuel des 3. Reiches kommen konnte, andererseits zeigt sie einen Weg auf, um ähnliche Gräuel in Zukunft zu verunmöglichen. Thielicke diagnostiziert dem nationalsozialistischen Regime und der breiten Masse der Deutschen einen „chiffrierten“ Nihilismus. Seine Analyse ist dabei bestechend aktuell: So thematisiert er unter anderem die Stellung der Wahrheit im medial geführten gesellschaftlichen Diskurs, eine Infiltrierung der Masse durch „synthetische Religionspräparate“ und Kritiklosigkeit der Masse. Wir werden im Seminar Thielickes Gedankengänge nachvollziehen und ergründen, inwiefern sie auf die heutige Zeit übertragen werden können.
- Lehrende/r: Timo Dresenkamp
Veranstaltungsnummer: Kurs I) 066011
Kurs II) 066012
Veranstaltungszeit: Kurs I) Montag, 14-16 Uhr
Kurs II) Mittwoch, 14-16 Uhr
Veranstaltungsort: Kurs I) Raum XXX
Kurs II) Raum XXX
Veranstaltungsbeginn: Kurs I) 01.04.2019
Kurs II) 02.04.2019
Der Begriff Public Governance kann in den letzten Jahren auf eine beachtliche „Karriere” zurückblicken. Ziel von Reformstrategien im Kontext von Public Governance ist vor allem der Abbau von Defiziten, die bislang nicht überzeugend gelöst werden konnten. Allerdings weisen aktuelle reformpolitische Debatten zu Public Governance – etwa aufgrund der „explizit wertbezogene Ausrichtung” (Klenk/Nullmeier 2004: 10) des Begriffs – häufig wenig analytische Klarheit auf. Daher soll die normative Dimension soll um eine explizit empirische Dimension ergänzt werden.
Inhaltlicher Fokus dieses Seminars wird die viel diskutierte deutsche Integrationspolitik sein, die durch die sog. „Flüchtlingskrise” eine zusätzliche Relevanz erlangt hat. Neben den Grundlagen der Integrationspolitik sollen unterschiedliche Politikfelder behandelt werden, die in einem engen Zusammenhang mit Integrationsfragen stehen (z.B. Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik). Dabei soll es auch darum gehen, welche Rolle Politik und Verwaltung bei der Formulierung und Umsetzung integrationspolitischer Leitbilder spielen.
Das Ziel des Seminars ist dabei ein Doppeltes: Neben den inhaltlichen Fragen zur Integrationspolitik sollen Grundlagen zu Erstellung einer wissenschaftlichen Hausarbeit vermittelt werden. Semesterbegleitend sollen am Beispiel der deutschen Integrationspolitik Fragestellungen und Essays entwickelt werden, die unmittelbar zur Hausarbeit (Prüfungsleistung) führen. Als Studienleistung wird neben der regelmäßigen und aktiven Teilnahme die Übernahme eines max. 20-min. wiss. Referates erwartet, welches deutlich über die Reproduktion der Pflichtlektüre hinausgeht. Das Seminar richtet sich dabei ausschließlich an Studierende des internationalen Studiengangs „Public Governance across Borders”.
- Lehrende/r: Hendrik Meyer
Teilnahmebedingung:
Das Seminar kombiniert praktisch-kreative mit wissenschaftlich-analytischen Komponenten. Daher ist die Teilnahme mit einem erhöhten Arbeitsaufwand verbunden und nur absolvierbar sofern folgende Voraussetzungen mitgebracht werden:
-ein hohes Maß an Leistungsbereitschaft über den reinen Seminarkontext hinaus
-die Bereitschaft zu kreativer Zusammenarbeit in studentischen Arbeitsgruppen
-eine starke Affinität zum Hörspiel
Idealerweise bringen Sie als Teilnehmer_in bereits praktische/analytische Vorerfahrungen aus dem Bereich des Hörspiels mit.
Bitte beachten Sie, dass sich das Seminar nur an Studierende richtet, die eine Studienleistung in Form einer Sitzungsgestaltung erbringen möchten.
Wichtig:
Bitte halten Sie sich unbedingt den 11.04.2019 (13:00-17:00) frei, da an diesem Tag der Hörspiel-Workshop mit dem Hörspielautor Jan Decker stattfindet (VSH 219 Aula).
Seminarbeschreibung:
Das Seminar ist als innovatives Lehrprojekt angelegt und durch ein dreischrittiges Prinzip gekennzeichnet:
1) In der ersten Phase erfolgt eine Vermittlung der grundlegenden medienkonstitutiven Bestandteile des Hörspiels, ihrer Funktionsweisen und Einsatzmöglichkeiten. Beispiele vor allem aus dem narrativen und akustisch-künstlerischen Bereich dienen zur Illustration und sollen den Studierenden Ansatzpunkte für den eigenen kreativen Umgang mit der Hörspieltechnik liefern, die im nächsten Schritt relevant wird. Außerdem werden die Studierenden anhand eines digitalen Audioeditor-Programms mit den technischen Möglichkeiten von Tonschnitt und digitaler Ton-Komposition vertraut gemacht. Zudem ist eine Tagesexkursion nach Köln geplant, auf der die Studierenden nach einer Führung durch das Radio- und Fernsehstudio des WDR in der sendereigenen Medienwerkstatt unter professionellen Bedingungen ein Übungsformat produzieren werden.
2) In der zweiten Phase entwickeln die Studierenden in Arbeitsgruppen von ca. fünf Personen eigenständige Hörspielkonzepte (Geschichten, Collagen oder künstlerische Audioensembles), verschriftlichen diese zu einem Hörspielmanuskript und setzen dieses unter Verwendung von Sprache, Geräusch und Musik in ein Hörspiel um. Durch die praktische Komponente sollen vertiefte Kenntnisse über und ein sicheres Gespür für den Aufbau, die Struktur, die Tektonik und die Funktionsweise von Hörspielen gewonnen werden.
3) In der dritten Phase werden die so von den Studierenden produzierten Hörspiele zum Gegenstand analytischer Auseinandersetzung. Jede Arbeitsgruppe befasst sich hörspielanalytisch mit dem Hörspiel einer anderen Arbeitsgruppe, wendet die (in Phase eins kennengelernten) Analysekategorien auf dieses Hörspiel an und erstellt zu diesem u. a. mithilfe von Notationen und Skript-Vertonung-Vergleichen eine Interpretation. Diese peergruppeninterne Auseinandersetzung mit den von den Studierenden produzierten Hörspielen soll durch die Fremdperspektive neue Blickwinkel auf die eigene kreative Leistung eröffnen, zur erweiterten Reflexion der (selbstverwendeten) medialen Hörspielkomponenten und Hörspielpotentiale anregen und zudem einen erhellenden Blick auf den Zusammenhang von Intention, Deutung und Bedeutung eröffnen.
Literaturempfehlungen:
Götz Schmedes: Medientext Hörspiel. Ansätze einer Hörspielsemiotik am Beispiel der Radioarbeiten von Alfred Behrens. Münster 2002.
Armin P. Frank: Das Hörspiel. Vergleichende Beschreibung und Analyse einer neuen Kunstform durchgeführt an amerikanischen, deutschen, englischen und französischen Texten. Heidelberg 1963.
Elke Huwiler: Erzähl-Ströme im Hörspiel. Zur Narratologie der elektroakustischen Kunst. Paderborn 2005.
Antje Vowinckel: Collagen im Hörspiel. Die Entwicklung einer radiophonen Kunst. Würzburg 1995.
Hans Emons: Montage – Collage – Musik. Leipzig 2009.
Martin Maurach: Das experimentelle Hörspiel. Eine gestalttheoretische Analyse. Wiesbaden 1995.
Dieter K. Müller, Esther Raff (Hg.): Praxiswissen Radio. Wie Radio gemacht wird – und wie Radiowerbung anmacht. Wiesbaden 2007.
Alice Elstner: Der Einsatz der Stimme im Hörspiel. Theorie und Praxis. Saarbrücken 2010.
Rainer Hannes: Erzählen und Erzähler im Hörspiel. Ein linguistischer Beschreibungsansatz. Marburg 1990.
Steve Ahern: Making Radio. A Practical Guide to Working in Radio. North Ryde 2000.
Vito Pinto: Stimmen auf der Spur. Zur technischen Realisierung der Stimme in Theater, Hörspiel und Film. Bielefeld 2012.
- Lehrende/r: Matthias Hänselmann
- Lehrende/r: Rainer Josef Barzen
Im Rahmen der kontrastiven Linguistik werden synchrone Sprachenvergleiche vorgenommen. Das Ziel ist es, totale oder partielle Übereinstimmungen sowie Unterschiede zwischen Einzelsprachen festzustellen und zu beschreiben. Nicht selten hört man die Behauptung, das Spanische sei eine 'einfache' bzw. 'leicht zu erlernende' Sprache. Diese Aussage wollen wir überprüfen, indem wir das Spanische aus der Perspektive mehrerer sprachwissenschaftlicher Teildisziplinen betrachten und mit dem Deutschen (und gegebenenfalls auch mit anderen Sprachen) vergleichen.
Einführende Lektüre: Pöll, Bernhard (2012), "Vergleich ausgewählter Strukturen des Spanischen und des Deutschen", in: Born, Joachim/Folger, Robert/Laferl, Christopher F./Pöll, Bernhard (eds.), Handbuch Spanisch. Sprache, Literatur, Kultur, Geschichte in Spanien und Hispanoamerika. Für Studium, Lehre, Praxis, Berlin, Schmidt, 292-302. Das Passwort für das Learnweb erhalten Sie nach der Anmeldung.
Leistungsnachweis: Vertiefungsmodul: Referat; Kompetenzmodul (LABG 2009): Referat und Hausarbeit; Kompetenzmodul (BA 2018): Hausarbeit. Für den Erwerb des Leistungsnachweises oder die Vorbereitung auf die MAP ist eine regelmäßige und aktive Teilnahme von Vorteil.
Anmeldung: nur per E-Mail (ablum@uni-muenster.de). Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, im Rahmen welches Moduls Sie das Seminar belegen wollen.
- Lehrende/r: Andreas Blum
Was ist die Legitimationsbasis eines Staates? Worauf können Regierungen ihre Autorität gründen? Wie lassen sich individuelle Freiheit und Selbstbestimmung mit dem Anspruch eines Staates, das Gewaltmonopol zu haben, in Einklang bringen? – Einen klassischen Ansatz, der in historischer Perspektive die Berufung auf den ‚Befehl Gottes ‘ abgelöst hat, stellt die Theorie des Gesellschaftsvertrags (auch: ‚Sozialvertrag‘) dar. Danach ist, kurz gesagt, die Zustimmung der Regierten für die Begründung politischer Autorität maßgeblich. Die Zustimmung oder Einwilligung der politischen Subjekte wird als gemeinsamer Vertragsschluss oder gegenseitige Vereinbarung gedeutet. Autoritätsansprüche, die sich zurecht auf diesen Vertrag berufen können, gelten dann als ‚legitim‘.
In diesem Seminar werden wir (in Auszügen) Haupttexte aus der Tradition der Sozialvertragstheorie lesen und so die philosophiehistorische Entwicklung aus systematischer Perspektive als eine ‚Problemgeschichte‘ nachvollziehen. Dazu gehören – im Überblick – Hobbes, Locke, Rousseau und Kant.
Zur terminologischen und inhaltlichen Abgrenzung und Verortung des Seminars: Das Seminar wird der Politischen Philosophie zugerechnet. Wir befassen uns mit der politischen Theorie des Sozialvertrags und ihren Ursprüngen. Kontraktualistische Ansätze zur Moralbegründung stehen nicht auf dem Programm. In der angloamerikanischen Philosophie wird der Ausdruck ‚Kontraktualismus‘ in der Gegenwart z.T. in einem sehr engen Sinne verstanden; er bezieht sich dann auf die moralphilosophische Begründungsstrategie von Thomas Scanlon. Für einen Strang der hier behandelten Tradition und Theorie des Gesellschaftsvertrags hat sich im Englischen der Ausdruck ‚Kontraktarianismus‘ durchgesetzt, der in der deutschen Sprache bislang selten Verwendung findet. Während ‚contractarians‘ das rationale Eigeninteresse und die Vorzüge, die mittels sozialer Kooperation zu erreichen sind, in den Vordergrund stellen, stehen die in Abgrenzung dazu ‚contractualists‘ genannten Theoretiker in der kantischen Tradition und betonen die Pflicht zur Achtung der – in einem normativ anspruchsvollen Sinne verstandenen – ‚Person‘. Wie Kant von der Idee der Freiheit eines jeden zur Begründung positiven Rechts aus Vernunftgründen und der Pflicht, mit anderen „zusammen in eine bürgerliche Verfassung zu treten” (§ 8 der Rechtslehre in der Metaphysik der Sitten von 1797) gelangt, werden wir in den letzten Sitzungen des Seminars genauer untersuchen.
Die nichtkantische Sozialvertragstheorie beleuchten im Überblick:
Cudd, Ann & Eftekhari, Seena (2018), Eintrag „Contractarianism”. In: The Stanford Encyclopedia of Philosophy (Summer 2018 Edition), hg. von Edward N. Zalta; https://plato.stanford.edu/archives/sum2018/entries/contractarianism/.
Weitere Literaturangaben erhalten Sie im Seminar. Die Seminarlektüre wird im Learnweb zur Verfügung gestellt.
- Lehrende/r: Katja Stoppenbrink
Diese Leichtathletik-Veranstaltung orientiert sich an den Richtlinien des Deutschen Leichtathletikverbandes und den Lehrplänen der Schulen in NRW. Sie thematisiert neben ausgewählten Disziplinen vor allem die Aufarbeitung und Erprobung von Themen einer vielschichtigen und motivierenden Schul- und Vereins-Leichtathletik. Durch die Kooperation mit Münsteraner Schulen und Vereinen können auch schul- und vereinspraktische Erfahrungen gesammelt werden.
Die erste Seminarsitzung findet im Seminarraum der Leichtathletikhalle statt.
Wichtiger Hinweis. Der Blocktermin ist verbindlich! Wer am Blocktermin nicht erscheinen kann, kann den Kurs nicht anerkannt bekommen, da insgesamt eine 80%ige aktive Anwesenheitspflicht besteht! Ebenso ist ein Wechsel des Blocktermins auf den zweiten LA-Kurs nicht möglich!!! Bitte das unbedingt bei der Kurswahl bedenken!
Im laufenden Semester werden Teilprüfungen abgelegt. Am Ende des Semesters erfolgt während der beiden Prüfungswochen eine praktische und schriftliche Prüfung. Die praktische Prüfung (Technikprüfung) findet zur Seminarzeit in der ersten Prüfungswoche, die Klausur in der zweiten Prüfungswoche statt.
Im Rahmen der Veranstaltung ist es möglich einen Kampfrichterausweis zu erwerben (gilt nur für das Sommersemester!). Der Lehrgang findet an einem Wochenende Freitag( von 18-21 Uhr) und Samstag (von 09-16 Uhr) statt und wird Herrn Rainer Jütte geleitet und durchgeführt. Der genaue Termin wird zum Blocktermin bekanntgegeben.
Aufgrund der Kooperationsmöglichkeiten mit der Sportmedizin, dem HSP sowie Schulen und Vereinen können 3-4 Sondertermine innerhalb des Semsters am Nachmittag stattfinden.
- Lehrende/r: Andreas Klose
Diese Leichtathletik-Veranstaltung orientiert sich an den Richtlinien des Deutschen Leichtathletikverbandes und den Lehrplänen der Schulen in NRW. Sie thematisiert neben ausgewählten Disziplinen vor allem die Aufarbeitung und Erprobung von Themen einer vielschichtigen und motivierenden Schul- und Vereins-Leichtathletik. Durch die Kooperation mit Münsteraner Schulen und Vereinen können auch schul- und vereinspraktische Erfahrungen gesammelt werden.
Die erste Seminarsitzung findet im Seminarraum der Leichtathletikhalle statt.
Wichtiger Hinweis. Der Blocktermin ist verbindlich! Wer am Blocktermin nicht erscheinen kann, kann den Kurs nicht anerkannt bekommen, da insgesamt eine 80%ige aktive Anwesenheitspflicht besteht! Ebenso ist ein Wechsel des Blocktermins auf den zweiten LA-Kurs nicht möglich!!! Bitte das unbedingt bei der Kurswahl bedenken!
Im laufenden Semester werden Teilprüfungen abgelegt. Am Ende des Semesters erfolgt während der beiden Prüfungswochen eine praktische und schriftliche Prüfung. Die praktische Prüfung (Technikprüfung) findet zur Seminarzeit in der ersten Prüfungswoche, die Klausur in der zweiten Prüfungswoche statt.
Im Rahmen der Veranstaltung ist es möglich einen Kampfrichterausweis zu erwerben (gilt nur für das Sommersemester!). Der Lehrgang findet an einem Wochenende Freitag( von 18-21 Uhr) und Samstag (von 09-16 Uhr) statt und wird Herrn Rainer Jütte geleitet und durchgeführt. Der genaue Termin wird zum Blocktermin bekanntgegeben.
Aufgrund der Kooperationsmöglichkeiten mit der Sportmedizin, dem HSP sowie Schulen und Vereinen können 3-4 Sondertermine innerhalb des Semsters am Nachmittag stattfinden.
- Lehrende/r: Andreas Klose
„Die Übung ist für jeden geeignet, der sein Hebräisch wiederauffrischen oder vertiefen möchte und/oder inhaltlich an den Vorderen Propheten interessiert ist. In dieser Übung werden wir gemeinsam ausgewählte Schlüsseltexte der Vorderen Propheten lesen. Ziel ist es, den hebräischen Text gemeinsam zu übersetzen, d.h. ihn hebraistisch präzise zu erfassen, seine lexikalisch-grammatische und semantische Struktur zu verstehen, und so zu einer angemessenen deutschen Übersetzung zu gelangen. Gelegentlich werden exegetische oder hebraistische Fragen vertieft.“
- Lehrende/r: Marcel Friesen
Auf 35 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl; Anmeldung erforderlich!
Das Seminar 'Lern- und Sozialisationsprozesse in Schule und Unterricht: Anforderungen, Wahrnehmungen und Grenzen' beleuchtet neben den drei großen Kategorien Bildung, Erziehung und Sozialisation der Erziehungswissenschaft aktuelle Problemstellen im deutschen Schulsystem, die einen direkten Einfluss auf die Entwicklung und Sozialisation von Schüler*innen haben. Dabei kann die Lehrer*innenrolle nicht außer Acht gelassen werden.
Eine Festlegung auf thematische Schwerpunkte erfolgt in der ersten Sitzung. Sie sind herzlich eingeladen, in der ersten Sitzung Themenvorschläge und -wünsche vorzustellen, denen wir uns auch bzw. zusätzlich und ergänzend widmen sollten. Eine intensive Auseinandersetzung mit der Grundlagenliteratur wird erwartet!
- Lehrende/r: Patrick Gollub
Internationale Migration verstärkt die Diversität und verändert ländliche Räume. Das ländliche Südwestfalen, insbesondere das Sauer- und Siegerland sind als das eigentliche „industrielle Herz“ des heutigen NRWs bereits seit Jahrzehnten durch internationale Arbeitsmigranten (insbesondere aus Südeuropa) mitgeprägt. Durch diese Zuwanderung kam es zu einer soziodemographischen, soziokulturellen und sozioökonomischen Heterogenisierung. Die Zuwanderer haben nicht nur auf die Wirtschaft, sondern auch auf den Wohnungsmarkt und insbesondere das Sozialleben vielfältige Auswirkungen. Am Beispiel von ausgewählten Kommunen im Sauerland soll u.a. untersucht werden, inwieweit die Zuwanderer in die Aufnahmegesellschaft integriert sind, wie zufrieden sie mit den Gegebenheiten auf dem Arbeitsmarkt, dem Wohnungsmarkt und mit den Lebensbedingungen vor Ort allgemein sind oder wie das Zusammenleben zwischen Migranten und Deutschen funktioniert. Ein besonderer Fokus liegt auf den Wohnbedingungen, den Wohnstandortpräferenzen und der Wohneigentumsbildung sowie deren Folgewirkungen in entspannten Wohnungsmärkten. Das konkrete empirische Vorgehen wird im Seminar gemeinsam erarbeitet.
Der Auftakt des Projektseminares mit einer inhaltlichen Einführung sowie der methodischen Vorbereitung der Geländearbeit findet als Block statt: 5./6.4. (IfG, Münster) statt. Die empirische Geländearbeit vor Ort erfolgt in ausgewählten Kommunen des Sauerlandes/Südwestfalens. An Methoden ist v.a. die Durchführung von Haushaltsbefragungen und Experteninterviews vorgesehen.
Zur Vorbereitung wird außerdem ein gemeinsamer Exkursions- und Geländetag ins Sauerland angeboten (vors. 9. o. 10.4.). Die Geländearbeit im Sauerland findet anschließend in Kleingruppen an Einzeltagen vor Ort statt. Die Seminargruppe trifft sich n. V. dienstags 14 bis 16:00 Uhr.
- Lehrende/r: Christian Krajewski