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Im Klappentext zu Christoph Kuhlmanns mit dem Theoriepreis der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) ausgezeichneten Werks heißt es:
„Christoph Kuhlmann vertritt in seiner Habilitationsschrift die These, dass sich aus dem Konzept des Weltbezugs eine allgemeine Theorie der Kommunikation entwickeln lässt. Wahrnehmungen, Emotionen, Meinungen, Vorstellungen, Handeln und Verhalten sind Formen des Weltbezugs. Auch wer kommuniziert, teilt seine Weltbezüge (oder die anderer Akteure) mit und bezieht sich so indirekt auf Welt.
Aber nicht nur die Inhalte von Kommunikation lassen sich als Bezug auf Welt beschreiben: Obige Kategorien kennen wir auch als Wirkung von (Medien-)Kommunikation. Und so ist mit dem Weltbezugsansatz eine Perspektive gewonnen, aus der sich Absichten von Kommunikationsteilnehmern, Kommunikationsinhalte und Kommunikationswirkungen beschreiben und analysieren lassen. Indem er vor allem Medieninhaltsforschung und Medienwirkungsforschung integriert, eröffnet der Ansatz neue Optionen einer systematischen Verknüpfung von Medieninhalten und ihren möglichen Wirkungen.
Theorien wie Agenda-Setting oder Medialisierung erscheinen in neuem Licht. Aber auch die parallelen Weltbezüge eines Mediennutzers, der (vielleicht) das Medium wahrnimmt, zugleich in der Wohnung handelt, Tagträumen nachhängt und emotionale Bezüge auf den Partner erlebt, hat die Theorie im Blick.“
Im Seminar werden wir Kuhlmanns Theorie kritisch in den Blick nehmen, die Anwendung vor der Folie bekannter Wirkungsforschungsansätze diskutieren und methodische Implikationen reflektieren.
Literatur:
Kuhlmann, Christoph (2016): Kommunikation als Weltbezug. Köln: Herbert von Halem Verlag.
Kuhlmann, Christoph (2018): Kommunikation und andere Weltbezüge. In: Publizistik 63: 29-51.
Die Seminarsprache ist deutsch – dennoch werden Fachartikel ggf. auch in englischer Sprache zu lesen sein.
Studienleistung:
Präsentation und aktive Teilnahme an den Sitzungen inkl. Vorbereitung der Pflichtlektüre
Prüfungsleistung: Abgabe mehrerer Abstracts während der Vorlesungszeit
- Lehrende/r: Julia Völker
- Lehrende/r: David Benedikt Wirthmüller
Auf 35 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl; Anmeldung erforderlich!
Leistungen von Schülerinnen und Schülern zu bewerten ist eine zentrale Aufgabe von Lehrerinnen und Lehrern - am Berufskolleg ebenso wie an allen anderen Schulformen und Schulstufen. Deshalb müssen in der Lehrerbildung Kompetenzen im Bereich der pädagogischen Diagnostik entwickelt werden. Im Seminar sollen sowohl allgemeine, schulformübergreifende Grundsätze der Leistungsbewertung (Gütekriterien der Leistungsmessung, Bezugsnormen der Leistungsbeurteilung, gesellschaftliche und pädagogische Funktionen der Leistungsbewertung, Fehlerquellen bei der Leistungsfeststellung, Problematik der Ziffernzensuren, alternative Bewertungsformen etc.) erarbeitet als auch spezifische Herausforderungen diagnostischen Handelns am Berufskolleg behandelt werden (Trennung von betrieblichem und schulischem Lernen und abschlussbezogenem Prüfen im Dualen System, die besondere Erfordernis handlungsorientierter, produkt- und praxisbezogener Bewertungsarten, kompetenzorientiertes Prüfen im Hinblick auf die Bewältigung beruflicher Anforderungen, Nutzung des Deutschen und des Europäischen Qualifikationsrahmens – DQR und EQR).
In der Lehrveranstaltung werden der Forschungsstand der pädagogischen Diagnostik aufgearbeitet und zudem didaktisch-methodische Möglichkeiten der Bewertungspraxis vorgestellt und diskutiert. Dies soll in der Perspektive geschehen, allmählich ein Verständnis von lediglich abschließender Leistungsfeststellung zu überwinden und diagnostische und prozessbezogene Leistungskommunikation als unverzichtbaren Bestandteil der Förderung von Lernprozessen der Schülerinnen und Schüler zu etablieren. Dazu gehören unter anderem die Arbeit mit Kompetenzrastern, die Pflege einer Feedbackkultur und die aktive Mitwirkung der Lernenden an der Bewertung ihrer Leistungen.
Zu Beginn des Wintersemesters wird ein Reader mit Basismaterialien und eine Seite zum Seminar im Learnweb zur Verfügung stehen.
Studentische Leistungssformen:
Nach Wahl entweder ein mündliches Referat (ca. 20 Minuten) mit Folienpräsentation oder Thesenpapier als unbenotete Studienleistung oder eine benotete Prüfungsleistung als MAP in Form einer schriftlichen Präsentation (ca. 10 Seiten). Diese schriftliche Präsentation besteht aus einer Ausarbeitung zu einem zuvor im Seminar mündlich gehaltenen Referat.
- Lehrende/r: Hans-Joachim von Olberg
Unmittelbar nach der Gründung des Deutschen Reiches 1871 begann in Preußen und im Reich der Kulturkampf. Warum legte sich Bismarck mit der Kirche an? Welche Konflikte zwischen Staat und Kirche sollten ausgetragen werden? Der Kulturkampf hatte viele Dimensionen: Er sollte die “Reichsfeinde” in Schach halten, war als Fortschritt hin zur säkularen Moderne gedacht, wurde als politischer Kampf zwischen Nationalliberalen und Zentrum sowie als konfessionelle Konflikt ausgetragen. Aber er hatte auch geschlechtergeschichtliche und internationale Dimensionen. Das Oberseminar widmet sich den zahlreichen Konfliktebenen des Kulturkampfes in einer europäischen Perspektive, zumal nicht nur in Deutschland Kulturkämpfe ausgetragen wurden.
Bedingung für Teilnahme und Leistungsnachweis: Regelmäßige Diskussionsbeiträge dank wirklicher Lektüre von Texten, Mitarbeit in einer Themengruppe samt Präsentation eines Problemfeldes, anschließend wissenschaftliche Hausarbeit bzw. mdl. Prüfung. Es wird erwartet, dass zur ersten Sitzung am 16. Oktober die entsprechenden Seiten aus Huber, Bd. 4, bereits gelesen sind, damit wir sogleich in die Diskussion einsteigen können.
- Lehrende/r: Olaf Blaschke
Diese Leichtathletik-Veranstaltung orientiert sich an den Richtlinien des Deutschen Leichtathletikverbandes und den Lehrplänen der Schulen in NRW. Sie thematisiert neben ausgewählten Disziplinen vor allem die Aufarbeitung und Erprobung von Themen einer vielschichtigen und motivierenden Schul- und Vereins-Leichtathletik. Durch die Kooperation mit Münsteraner Schulen und Vereinen können auch schul- und vereinspraktische Erfahrungen gesammelt werden. In diesem Fall kann es auch zu „Sonderterminen“ kommen, die in der ersten Seminarsitzung bekanntgegeben werden.
Die erste Seminarsitzung findet im Seminarraum der Leichtathletikhalle statt.
Wichtiger Hinweis. Der Blocktermin ist verbindlich! Wer am Blocktermin nicht erscheinen kann, kann den Kurs nicht anerkannt bekommen, da insgesamt eine 80%ige aktive Anwesenheitspflicht besteht! Ebenso ist ein Wechsel des Blocktermins auf den zweiten LA-Kurs nicht möglich!!! Bitte das unbedingt bei der Kurswahl bedenken!
Im laufenden Semester werden Teilprüfungen abgelegt. Am Ende des Semesters erfolgt während der beiden Prüfungswochen eine praktische und schriftliche Prüfung.
- Lehrende/r: Andreas Klose
Diese Leichtathletik-Veranstaltung orientiert sich an den Richtlinien des Deutschen Leichtathletikverbandes und den Lehrplänen der Schulen in NRW. Sie thematisiert neben ausgewählten Disziplinen vor allem die Aufarbeitung und Erprobung von Themen einer vielschichtigen und motivierenden Schul- und Vereins-Leichtathletik. Durch die Kooperation mit Münsteraner Schulen und Vereinen können auch schul- und vereinspraktische Erfahrungen gesammelt werden. In diesem Fall kann es auch zu „Sonderterminen“ kommen, die in der ersten Seminarsitzung bekanntgegeben werden.
Die erste Seminarsitzung findet im Seminarraum der Leichtathletikhalle statt.
Wichtiger Hinweis. Der Blocktermin ist verbindlich! Wer am Blocktermin nicht erscheinen kann, kann den Kurs nicht anerkannt bekommen, da insgesamt eine 80%ige aktive Anwesenheitspflicht besteht! Ebenso ist ein Wechsel des Blocktermins auf den zweiten LA-Kurs nicht möglich!!! Bitte das unbedingt bei der Kurswahl bedenken!
Im laufenden Semester werden Teilprüfungen abgelegt. Am Ende des Semesters erfolgt während der beiden Prüfungswochen eine praktische und schriftliche Prüfung.
- Lehrende/r: Andreas Klose
Bis zur Nationalstaatsgründung 1871 waren mehr als die Hälfte der Deutschen im Agrarsektor beschäftigt, und die Landwirtschaft stellt noch heute weltweit einen wichtigen Sektor dar. Die Erzeugung landwirtschaftlicher Güter prägt deshalb die Arbeit und die Lebensstrategien einer Mehrzahl von Menschen, und sie ist eingebettet in Struktur und Kultur spezifisch bäuerlicher Gesellschaften. Über den Zugriff von Eliten auf bäuerliche Arbeit und Produktion bzw. den Widerstand dagegen ist die bäuerliche Gesellschaft in die Dynamik größerer Herrschaftsverbände eingebettet. Die Vorlesung thematisiert unter anderem traditionelle Agrarsysteme in ihrem Bezug zu Ökosystemen; alteuropäische Agrarverfassungen; traditionelle bäuerliche Familien- und Betriebsstrategien; Agrarmodernisierung und Agrarreformen im Übergang zum 19. Jahrhundert; Beziehungen zwischen Industrialisierung und Landwirtschaft; weltweite Agrarmärkte seit der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts; Agrarpolitik im 20. Jahrhundert.
- Lehrende/r: Alexia Ibrahim
- Lehrende/r: Ulrich Pfister
In dem Seminar beschäftigen wir uns mit dem Einfluss von Mehrsprachigkeit auf den Erwerb der deutschen Schriftsprache. Der Fokus wird dabei im Bereich Erstschreiben liegen. Illustriert anhand von zahlreichen Schülerschreibungen diskutieren wir allgemeine Stolpersteine der deutschen Schriftsprache, Besonderheiten im mehrsprachigen Erwerb, koordinierte Alphabetisierung in Erst- und Zweitsprache sowie Fördermöglichkeiten für mehrsprachige SuS. Der Erwerb der Studienleistung erfolgt über eine kleine empirische Studie, die in Gruppenarbeit angefertigt und gemeinsam in Form eines wissenschaftlichen Posters im Seminar vorgestellt wird.
- Lehrende/r: Helena Olfert
Auf 35 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich!
Das Seminar 'Organisations- und Sozialisationsprozesse in Schule und Unterricht: Anforderungen, Wahrnehmungen und Grenzen' beleuchtet Aspekte der Schul- und Unterrichtsorganisation, der Professionalisierung und Professionalität von Lehrkraften sowie der Sozialisation in schulischen Kontexten. Aktuelle Problemstellen im deutschen Schulsystem dienen als Anker, um zum einen Bezüge zur erziehungswissenschaftlichen Forschung und zum anderen zur Mikroebene des Unterrichts herzustellen.
Eine Festlegung auf thematische Schwerpunkte erfolgt in der ersten Sitzung. Sie sind herzlich eingeladen, in der ersten Sitzung Themenvorschläge und -wünsche vorzustellen, denen wir uns zusätzlich und ergänzend widmen sollten. Eine intensive Auseinandersetzung mit der Grundlagenliteratur wird erwartet!
- Lehrende/r: Patrick Gollub
Anhand von deutschen Übersetzungen des Alten Testaments werden in diesem Proseminar die methodischen Arbeitsschritte zur historisch-kritischen Exegese alttestamentlicher Texte erarbeitet und erprobt. Ziel ist es, das Handwerkszeug zur Erstellung einer verantwortlichen und verantwortbaren Interpretation zu kennen und in Grundzügen anwenden zu können.
Kenntnisse der alttestamentlichen Einleitungsvorlesung und der Bibelkunde sind von erheblichem Vorteil. Ein paralleler Besuch der entsprechenden Vorlesung und der Übung wird empfohlen.
- Lehrende/r: Marcel Friesen
Anhand von deutschen Übersetzungen des Alten Testaments werden in diesem Proseminar die methodischen Arbeitsschritte zur historisch-kritischen Exegese alttestamentlicher Texte erarbeitet und erprobt. Ziel ist es, das Handwerkszeug zur Erstellung einer verantwortlichen und verantwortbaren Interpretation zu kennen und in Grundzügen anwenden zu können.
Kenntnisse der alttestamentlichen Einleitungsvorlesung und der Bibelkunde sind von erheblichem Vorteil. Ein paralleler Besuch der entsprechenden Vorlesung und der Übung wird empfohlen.
- Lehrende/r: Marcel Friesen
Nationen sind wesentliche gestaltende Faktoren gesellschaftlicher und politischer Strukturen: Sie bestimmen den Zuschnitt der meisten modernen Staaten, erzeugen wenigstens bei großen Fußballturnieren Gemeinschaftsgefühle, lösen immer wieder Krisen und Kriege aus und erleben – auch in Zeiten der europäischen Einigung – stetig neue Konjunkturen. Zugleich sind sie keineswegs eine „Selbstverständlichkeit in der Entwicklung aller Völker und Kulturen“ (Wehler). Im Gegenteil hat die Nationalismusforschung seit den 1980er Jahren den konstruierten Charakter von Nationen herausgearbeitet.
Das Seminar fragt daher am konkreten Beispiel, wie es zu dieser Entwicklung kommen konnte und betrachtet den deutschen Nationalismus vom Beginn seiner politischen Wirksamkeit im frühen 19. Jahrhundert bis zum Ende des Deutschen Kaiserreichs 1918. Dabei sollen die einzelnen Themen anhand regionaler Beispiele z.B. aus Westfalen veranschaulicht werden. Als Basis hierfür werden verschiedene Nationalismustheorien behandelt. Das Seminar führt außerdem in das wissenschaftliche Arbeiten sowie zentrale Arbeitstechniken, Methoden und Hilfsmittel der neuesten Geschichte ein.
Für den erfolgreichen Abschluss des Seminars sind die regelmäßige und aktive Teilnahme (inkl. wöchentlicher Lektüre), die Übernahme eines Kurzreferats, das Bestehen der Abschlussklausur sowie das Verfassen einer Hausarbeit (10-15 Seiten) erforderlich.
- Lehrende/r: Lena Krull
Das "Zeitalter der Ottonen" wird seit jeher von der Historiographie und ihrem Publikum mit besonderer Aufmerksamkeit bedacht. Im Zuge des anhaltenden intensiven geschichtswissenschaftlichen Interesses an dieser Epoche sind in den letzten Jahren vielfach neue Fragestellungen und Methoden erprobt und dadurch auch bislang stumme Quellen zum Sprechen gebracht worden. Am Beispiel der Herrschaftsausübung durch die frühmittelalterliche Königsdynastie der Ottonen um das Jahr 1000 soll mit Hilfe von urkundlichen, historiographischen, bildlichen und liturgischen Quellen sowohl in zentrale Themenbereiche der mittelalterlichen Geschichte als auch in grundlegende Arbeitstechniken, Methoden und Hilfsmittel der Mediävistik eingeführt werden.
- Lehrende/r: Wolfgang Wagner
In dem Seminar beschäftigen wir uns mit den Modalpartikeln (Das ist ja/doch interessant) und den sogenannten fokuspartikeln (Das ist auch/nur/sogar interressant) des Deutschen, zu denen in manchen Darstellungen auch affirmative Partikeln (Das ist WOHL/SCHON interessant) und die Satznegation (Das ist nicht interessant) gerechnet werden. Obwohl Partikeln sowohl in der geschriebenen als auch in der gesprochenen Sprache häufig vorkommen, ist es gar nicht so einfach, ihren Bedeutungsbeitrag zu ermitteln und genau zu beschreiben. Durch das Studium der entsprechenden Ausdrucksmittel (Lexikon), ihrer Grammatik (Syntax, Intonation) und ihrer Bedeutung (Semantik, Pragmatik) erarbeiten wir uns Werkzeuge, um die Funktion von Partikeln zu analysieren, und vertiefen zugleich Grundlagenwissen zu den zentralen Beschreibungsebenen des Deutschen. In studentischen Arbeiten sollen auf dieser Grundlage Partikeln in verschiedenen Typen von Sprachdaten untersucht werden.
- Lehrende/r: Christine Dimroth
Neben der wissenschaftlichen Literatur sind Patentschriften eine wichtige Informationsquelle für die strategische Planung von Forschungsaktivitäten. Im Gegensatz zu Fachpublikationen, in denen auch theoretische Grundlagen erörtert werden können, muss in jedem Patent die Lösung für ein technisches Problem detailliert erklärt werden. Insbesondere die Ergebnisse der industriellen Forschung sind häufig nur über die Patentliteratur erschließbar. 80% des technischen Wissens wird nur in Patenten veröffentlicht. Über 94% der Patente sind nicht mehr in Kraft, d.h. das dort beschriebene Know-How kann von jedermann kostenlos benutzt werden.
Dieser Workshop stellt die über das Internet kostenlos zu nutzenden Patentdatenbanken des Deutschen (DPMA) und des Europäischen (EPA) Patentamtes vor. Anschließend wird die Systematik einer Patentrecherche in der Datenbank DEPATISnet des DPMA an einigen Beispielen erläutert und geübt.
Referent: N.N.
Veranstaltungsort: Voraussichtlich Computer-Pool Wiwi 1 im Juridicum, Universitätsstraße
- Lehrende/r: Katharina Krüger
- Lehrende/r: Marc Stallony
Die Phonologie ist eine der Grundlagendisziplinen der Sprachwissenschaft. Zur Beschreibung von Sprachen und Sprachvarietäten gehört neben der Erfassung des Wortschatzes, der Formen- und der Satzlehre traditionell auch die Lautlehre. Es geht im Seminar um die Lautstrukturen des Deutschen und anderer Sprachen. Die Graphematik ist ein jüngerer Zweig der Linguistik und sozusagen das Pendant zur Phonologie für die geschriebene Sprache. Wer sich mit der Schrift beschäftigt, muss die phonologischen Grundlagen der Schrift kennen.
Im Seminar wird das Verhältnis von gesprochener und geschriebener Sprache untersucht. Es führt in die Grundlagen der Phonetik und Phonologie sowie des deutschen Schriftsystems, seiner graphematischen Regelhaftigkeiten und Orthographie ein. Weitere Themen sind Laut- und Schrifterwerbsaspekte sowie Methoden der Ausspracheschulung.
- Lehrende/r: Sophie Keiten
- Lehrende/r: Sabina Schroeter-Brauss
- Lehrende/r: Luisa Wellems
Die Phonologie ist eine der Grundlagendisziplinen der Sprachwissenschaft. Zur Beschreibung von Sprachen und Sprachvarietäten gehört neben der Erfassung des Wortschatzes, der Formen- und der Satzlehre traditionell auch die Lautlehre. Es geht im Seminar um die Lautstrukturen des Deutschen und anderer Sprachen. Die Graphematik ist ein jüngerer Zweig der Linguistik und sozusagen das Pendant zur Phonologie für die geschriebene Sprache. Wer sich mit der Schrift beschäftigt, muss die phonologischen Grundlagen der Schrift kennen.
Im Seminar wird das Verhältnis von gesprochener und geschriebener Sprache untersucht. Es führt in die Grundlagen der Phonetik und Phonologie sowie des deutschen Schriftsystems, seiner graphematischen Regelhaftigkeiten und Orthographie ein. Weitere Themen sind Laut- und Schrifterwerbsaspekte sowie Methoden der Ausspracheschulung.
- Lehrende/r: Sophie Keiten
- Lehrende/r: Sabina Schroeter-Brauss
- Lehrende/r: Luisa Wellems
Eine gute Aussprache ist eine wichtige Voraussetzung für eine
erfolgreiche Kommunikation. Im Mittelpunkt des Aussprachetrainings
stehen daher die besonderen Ausspracheschwierigkeiten von Deutschlernern
beim Erwerb des Deutschen. Es werden phonetische Regeln vermittelt, die
dann in Hör- und Sprechübungen ihre Anwendung finden. Übungen im
„Freien Sprechen“ sowie das Lesen und Vortragen von Texten bilden dabei
den zentralen Aspekt des Sprechtrainings.
- Lehrende/r: Ulrich Wannagat
In einer von territorialherrschaftlichen, höfisch-adeligen und kirchlichen Strukturen geprägten Gesellschaft entstand mit den Städten seit um 1000 eine neue, alternative sozio-ökonomische und politische Ordnungsform. Geprägt von Handel, Handwerk und Kaufmannschaft, wurden Städte von den Fürsten privilegiert, weil sie als Marktorte, als Wirtschaftsfaktoren und Finanzplätze immer bedeutender wurden. Viele Städte erreichten einen ansonsten unbekannten Grad an rechtlicher Freiheit und Unabhängigkeit. Reichsstädte im römisch-deutschen Reich standen den übrigen Reichsständen gleich und nahmen an den Reichstagen teil. Neue Formen kirchlicher Gemeinschaften entstanden in den Städten, Universitäten wurden dort gegründet und eigene Formen kultureller Repräsentation entwickelt. Städte wurden zu Zentren des Wissens in der vormodernen Welt. Dennoch bleiben sie nicht frei von heftig ausgetragenen Konflikten, gegen fürstliche oder kirchliche Stadtherren, als Teilhabekonflikten um die politische Macht zwischen Handwerkern und Kaufleuten und in der Differenzierung sozialer Gruppen bis hin zu Ausgrenzungen und Verfolgungen vor allem der jüdischen Bevölkerung. Die Rechtsgemeinschaft der Bürger (Communitas civium) scheint in ihren Herausforderungen und Risiken erstaunlich modern zu sein, blieb aber Teil der ständischen Sozialordnung, wie sie in der Gesellschaft des Mittelalters dominierte.
- Lehrende/r: Martin Kintzinger
In diesem Seminar wird es darum gehen aus unterschiedlichen Perspektiven die Unterrichtssituation an deutschen Schulen zu diskutieren. Es wird darum gehen, die soziale Herstellung von schulischen Wirklichkeiten kritisch in den Blick zu nehmen. Das Verhältnis von Peerkultur und Unterricht, schulaversives Verhalten, doing-gender im Unterricht, Integration von Jugendlichen mit Migrati-onshintergründen, Gelingen und Scheitern der Inklusion sind mögliche Themen. Methodische Aspekte gelingenden Unterrichtens werden auch erarbeitet werden.
- Lehrende/r: Roland Schindler
Lehrkräfte sind in unserer medial-digitalisierten Welt aufgefordert, ihre Schülerinnen und Schüler dafür zu sensibilisieren, dass Raumdarstellungen über Sprache konstruiert werden und sich kulturelle Merkmale im Sprechen über Raum manifestieren. Die Bildungsstandards der Deutschen Gesellschaft für Geographie (DGfG) weisen darüber hinaus Kommunikation als Kompetenzbereich explizit aus und umreißen diesen Kompetenzbereich mit der Fähigkeit, „geographische/geowissenschaftliche Sachverhalte zu verstehen, sich angemessen unter der Verwendung der Fachsprache auszudrücken und damit anderen verständlich zu machen”. Im Seminar sollen zunächst theoretische Grundlagen diskutiert werden, die dann anschließend in Handlungsmöglichkeiten im Rahmen einer sprachsensiblen Unterrichtsgestaltung umgesetzt werden.
- Lehrende/r: Sonja Schwarze
Die sprachliche Heterogenität der Schülerinnen und Schüler ist im Unterricht eine Herausforderung und Chance zugleich. Zuerst werden in der Lehrveranstaltung diverse Aspekte der Mehrsprachigkeit und des Deutschen als Zweitsprache im Blick auf den Religionsunterricht und seine Spezifik thematisiert. Verschiedene Konzepte zum Umgang mit der sprachlichen Heterogenität werden mit Bezug auf den Religionsunterricht erörtert. In einem weiteren Schritt wird gemeinsam nach Wegen gesucht, die Mehrsprachigkeit der Kinder und Jugendlichen als Ressource im Religionsunterricht zu entdecken und in Lernprozessen aktiv zu nutzen. Die Studierenden werden dabei begleitet, Materialien zum Umgang mit sprachlicher Heterogenität selbständig zu entwickeln.
- Lehrende/r: Yauheniya Danilovich
Das Forschungsseminar gibt einen Überblick über die Struktur der deutschen Dialekte. Der thematische Schwerpunkt liegt dabei auf der Entstehung und Verbreitung von Phänomenen der Syntax und der Morphologie, die sich in den deutschen Dialekten teilweise stark von der Standardsprache unterscheiden. Besprochen werden beispielsweise Progressivkonstruktionen (ich bin das Buch am Lesen vs. ich tu das Buch lesen), adnominale Possession (der Frau ihr Haus vs. das Haus von der Frau), Ersatzinfinitiv (er hat das sagen wollen) oder Auxiliarvariation (ich habe angefangen vs. ich bin angefangen). Eigene Beobachtungen und Vorschläge können gerne mit ins Seminar eingebracht werden. Das Seminar bietet die Möglichkeit, dialektologisches Arbeiten anhand eigener Projekte auch ganz praktisch auszuprobieren. Wir werden verschiedene Methoden der Datenerhebung testen und zum Abschluss eigene Dialektkarten mit dem Open-Source-Programm Q.GIS erstellen. Dazu steht uns gegen Ende des Seminars ein separater Blocktermin zur Verfügung.
- Lehrende/r: Sophie Ellsäßer
In diesem Seminar widmen wir uns eingehend den Fragen, was ein sprachlicher Zweifelsfall ist und was ihn ausmacht, was ihn von einem Fehler unterscheidet und welche 'klassischen' Zweifelsfälle im Deutschen vorliegen. Hierbei werden in kleinem Rahmen Sprachwandelprozesse aufgegriffen, wenn von den Studierenden einzelne Zweifelsfälle näher untersucht werden - woher kommen diese und welche Schlüsse lassen sie über (Un-)Regelmäßigkeiten in der Sprache zu? Das Seminar soll einen deskriptiven (d.h. beschreibenden) und nicht präskriptiven (d.h. vorschreibenden) Umgang mit Sprache seitens der Studierenden vermitteln.
- Lehrende/r: Thomas Böcker
Auf 50 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich!
Das deutsche Bildungssystem ist immer wieder durch vielfältige bildungspolitische Diskussionen und unterschiedliche schulstrukturelle Veränderungen geprägt: Dauer der Grundschulzeit, Verkürzung der Gymnasialbesuchszeit, zweigliedriges oder mehrgliederiges Schulsystem, Expansion des Privatschulsektors, Inklusion und die Rolle der Förderschulen und vieles Mehr. Die Frage lautet stets, wie das deutsche Schulsystem besser und effektiver werden kann.
Ausgehend von aktuellen demographischen, gesellschaftlichen, politischen, ethischen und schulpädagogischen Entwicklungen werden im Seminar die Veränderungen im deutschen Schulsystem analysiert. Dabei werden vor allem unterschiedliche Trends in den einzelnen Bundesländern verglichen und aus erziehungswissenschaftlicher Perspektive hinterfragt. Zudem werden für eine umfassende und kritische Betrachtung der schulstrukturellen Entwicklungen auch verschiedene historische Aspekte, relevante Forschungsbefunde sowie internationale Perspektiven berücksichtigt.
- Lehrende/r: Corinna Habeck
Das neosokratische Gespräch in der Tradition von Leonard Nelson (1882 – 1927) und Gustav Heckmann (1898 – 1996) ist als Gesprächsform eine Unterrichtsmethode, die in Gänze und auch in einzelnen Elementen das Selberdenken und das Denken in Gemeinschaft ganz besonders fördern kann. Durch Lektüre allein kann man diese Methode nicht erlernen. Ein neosokratisches Gespräch muss man (auch) erlebt haben, wie alle Kundigen immer wieder betonen. Einer solchen authentischen Erfahrung dient das Blockseminar.
Die Veranstaltung beginnt am Freitag, dem 18.10., mit einem Vorbereitungsblock am Vormittag (9.00 bis 12.30) zur Einführung in das neosokratische Gespräch (DPL 23.208). Ab dem Nachmittag, Beginn 16.00 Uhr, bis zum Sonntag 13.00 Uhr bietet die „Gesellschaft für Sokratisches Philosophieren“ (GSP) fünf sokratische Gespräche nach den Prinzipien und Regeln der Nelson-Heckmann-Tradition an, und zwar im Tagungshotel des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Sperlichstr. 25. in Münster. Diese GSP-Veranstaltung ist für alle Interessierten geöffnet. Es werden auch Teilnehmer aus dem europäischen Ausland erwartet.
Ausgebildete Gesprächsleiter und ihre Themen: 1. Ingrid Bißwurm: Ist Kunst schön? 2. Peter Brune: Was gehört zu meiner politischen Identität? 3. Hans-Peter Griewatz: „Ziemlich beste Freunde“ - Welchen Stellenwert hat Freundschaft für unser Leben? 4. Hannah Altdort: When do I value someone’s opinion? (Socratic Dialogue in English) 5. Katrin Nortdorf: Mathematisches Thema (gleichermaßen geeignet für Nicht-Mathematiker und Mathematiker; das Thema wird vorher nicht bekannt gegeben).
Die Studierenden - primär, aber nicht nur - für die Lehrämter GymGes und HRSGe können sich aussuchen, an welchem der fünf Gespräche sie teilnehmen wollen. Das Blockseminar endet mit einer ganztägigen Nachbereitung am Samstag, dem 09.11.2019 (9.00 bis 15.00 Uhr, DPL 23.208). Hier stehen neben dem Erfahrungsaustausch vor allem Fragen der Implementation der Neosokratik in die Schule im Vordergrund. Dabei wird auch erörtert, in welcher Weise die Neosokratik für Inklusion relevant ist. - Das Seminar ist nach guten Erfahrungen in den letzten Jahren auch für Studierende im Master of Arts zur individuellen Vertiefung geeignet und geöffnet.
Studienleistungen werden durch die Teilnahme an der Vorbereitung, an einem der fünf Gespräche und durch Kurzreferate im Nachbereitungsblock erbracht.
Die Kosten belaufen sich für Studierende derzeit auf 30 €, ohne Übernachtung, mit Verpflegung. Die Anzahl der Teilnehmer ist auf 15 begrenzt. Auch wegen der Kostenabwicklung ist eine verbindliche Anmeldung über blesenkemper@uni-muenster.de bis zum 06.09.2019 erforderlich. Eine Anmeldung im LSF allein genügt nicht!
- Lehrende/r: Klaus Blesenkemper
Was lebt, verändert sich. Dies ist bei Sprachen nicht anders. Jede gesprochene Sprache ist ständigen Veränderungen unterworfen. Aus diesem Grund sprechen wir heute nicht mehr das Deutsch von Walther von der Vogelweide oder Goethe, und auch unsere Nachfahren werden ein anderes Deutsch sprechen als wir. Sprachwandel spielt sich auf unterschiedlichen Ebenen ab. Zu den Wandelerscheinungen, mit denen wir uns im Rahmen des Seminars beschäftigen, gehören phonologischer, semantischer, lexikalischer und morphosyntaktischer Wandel. Diese allgemeinen Sprachwandelprozesse werden im Hinblick auf den Wandel des Deutschen diskutiert. Sowohl die synchrone als auch die diachrone Perspektive werden Berücksichtigung finden.
- Lehrende/r: Felicitas Payk
In dieser Einführung werden die sprachgeschichtlichen Wurzeln des Hochdeutschen und seine Entwicklung im Laufe des Mittelalters im Vordergrund stehen, eine Entwicklung, die sich grob in die Sprachstufen Althochdeutsch (Ahd.), Mittelhochdeutsch (Mhd.) und Frühneuhochdeutsch (Frnhd.) gliedern lässt. Der Terminus 'hochdeutsch', umgangssprachlich oft als Synonym für die (neuhoch)deutsche Standardsprache gebraucht, steht seiner wissenschaftlichen Grundbedeutung nach in geographisch-systematischer Abgrenzung zum Niederdeutschen (auch 'Plattdeutsch'), auf dessen Eigenheiten hier nur am Rande eingegangen werden kann. Lese- und Übersetzungsübungen insbesondere zu alt- und mittelhochdeutschen Texten veranschaulichen die behandelten Phänomene und vermitteln zugleich die sprachlichen Grundkompetenzen für das weitere mediävistische Studium.
- Lehrende/r: Frank Schäfer
Sprache ist einem ständigen Wandel unterzogen - zumindest solange sie "lebendig" ist. Sprache wandelt sich auf allen Ebenen, d.h. sowohl in der Lautung, der Formenbildung und Syntax als auch im Wortschatz. Warum sich Sprache wandelt, kann unterschiedliche Gründe haben, die einerseits aus der Sprache selbst, andererseits aus außersprachlichen Faktoren heraus ableitbar sind. Theorien darüber, wieso sich Sprache wandelt, findet man schon im Alten Testament.
In der Vorlesung werden - mit Schwerpunkt auf dem Deutschen - Beispiele für Sprachwandelphänomene und Theorien des Sprachwandels vorgestellt.
- Lehrende/r: Helmut Spiekermann
In der Vorlesung werden sowohl Grundlagen als auch weiterführende Fragestellungen der Struktur des Deutschen mit Fokus auf morphologischen und syntaktischen Eigenschaftenbehandelt. Gegenstandssprache wird das Deutsche sein, wobei sowohl mediale (gesprochene vs. Geschriebene Sprache) als auch regionale (Dialektsyntax) Aspekte eine Rolle spielen werden.
Bitte beachten Sie: Die Vorlesung beginnt am 15.10.19.
- Lehrende/r: Helmut Spiekermann