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- Lehrende/r: Anja Heitmann
Grammatische Kategorien sind eine Beschreibungsgröße innerhalb der Sprachwissenschaft, um bestimmte Merkmale von Wörtern aber z. B. auch Phrasen zu isolieren und dann modellhaft darzustellen (vgl. einführend Corbett 2012: 1-2). Im Deutschen gehören zu diesen Kategorien z. B. Kasus, Numerus, Genus, Tempus, Person etc.
Im Seminar werden wir uns damit auseinandersetzen, warum man diese Beschreibungsgröße in der Sprachwissenschaft braucht, und warum Kenntnisse über Kategorien auch für die Vermittlung von Grammatik in der Schule relevant sind. Am Ende des Seminars können Sie u. a. die folgenden Fragen beantworten: Was ist überhaupt Genus im Deutschen? Welchen funktionalen Nutzen hat Kasus? Grundlegende Kenntnisse der deutschen Grammatik werden im Rahmen des Seminars wiederholt und gefestigt werden.
Literatur (weitere Titel werden im Seminar bekannt gegeben)
Corbett, Greville. 2012. Features. Cambridge. Cambridge University Press.
- Lehrende/r: Philipp Cirkel
In der deutschen Literatur des sog. Poetischen Realismus spielt das Verhältnis von Wirklichkeit und Kunst eine entscheidende Rolle: „Der wahren Kunst ist der Idealismus ebenso unentbehrlich als der Realismus: denn was ist alle Kunst selbst anders als die ideale Verklärung des Realen, die Aufnahme und Wiedergeburt der Wirklichkeit in dem ewig unvergänglichen Reiche des Schönen?“ (Prutz 1859). Wirkt im Realismus also vor allem die „verklärende“ Wirkung der Kunst oder trägt er vielmehr das Signum einer politischen Desillusionierung nach der gescheiterten 1848er Revolution und formt damit eine Epoche, die allen Utopien und romantischen Träumereien abschwört – und übrigens auch den Begriff der Realpolitik prägt? Diesem Riss zwischen Kunst und Realem, der sich nicht zuletzt am literarischen Umgang mit den Dingen manifestiert, wird das Seminar nachgehen: Ein Reales als unverständliche und sich verschließende Sphäre der (nützlichen wie unnützen) Dinge, deren Widerständigkeit und Inkommensurabilität eine durchrationalisierte Welt der Ordnung auch in Unordnung bringt, wird in Novellen und Romanen von Droste-Hülshoff, Keller, Stifter, Storm, Ebner-Eschenbach, Reuter und Fontane unser Thema sein. Literatur zur Vorbereitung: Sabina Becker: Bürgerlicher Realismus. Literatur und Kultur im bürgerlichen Zeitalter. Tübingen 2003.
- Lehrende/r: Antonia Eder
Liebe Studierende,
ich habe die Freude, mit Euch im SoSe 2026 dem deutschen und europäischen Verfassungsrecht und damit vornehmlich den Grundrechten nachzugehen. Die AG findet vorlesungsbegleitend zur Veranstaltung von Herrn Prof. Wittreck statt.
Unsere erste Einheit wird am 24. April 2026 um 14:15 Uhr im Raum BB 301 (Bispinghof 2) stattfinden. Beachtet bitte die Faire-AG-Verteilung aus dem Learnwebkurs zur Hauptveranstaltung. Das notwendige Kennwort zur Einschreibung in diesem Kurs erhaltet Ihr dann bei unserer ersten Einheit.
Ich freue mich schon auf Euch!
- Lehrende/r: Jan Philip Fahrbach
Die Seminare im Projektmodul geben den Teilnehmenden die Möglichkeit thematische bzw. fachliche Schwerpunkte zu setzen, eigene Interessen zu verfolgen sowie Kenntnisse und Kompetenzen zu vertiefen. Dabei steht die eigenverantwortliche, kreative und kooperative Projektarbeit im Mittelpunkt.
Im Seminar „Begehbare Geschichte(n) kreieren. Holocaust Education und Literatur” werden literaturwissenschaftliche Fragestellungen vertieft.
In der ersten Seminarphase richtet sich der Fokus auf das Verhältnis von Geschichten und Geschichte: Welche Zugänge zur Geschichte bieten kinderliterarische Erzählungen? Welchen Beitrag zur Vermittlung von historischen Fakten kann fiktionales Erzählen leisten? In welchem Verhältnis stehen die historische/politische Bildung und das literarische Lernen? Was ist eigentlich Erinnerungskultur und welche geschichts- und kulturwissenschaftlichen Zugänge gibt es? Was ist Holocaust Education und welchen Stellenwert hat Literatur dafür? Im ersten Teil des Seminars arbeiten wir zu diesen Fragen in unterschiedlichen Arbeitsformen zusammen: In Workshops lernen wir Perspektiven der Geschichtswissenschaft und der Geschichtsvermittlung kennen. Wir lesen und diskutieren in der Seminargruppe unterschiedliche kinderliterarische Gegenstände, die über den Holocaust erzählen – vom Bilderbuch bis zum Roman. Begleiten wird uns also auch die Frage, wie das Unfassbare des Holocaust für Kinder erzählt werden kann. Wir arbeiten dabei mit einem konkreten Münster-Bezug: Der Roman „Vaters Befehl oder Ein deutsches Mädel” von Elisabeth Zöller spielt in Münster und erzählt über eine Kindheit im Nationalsozialismus in unserer Stadt. Geplant ist ein Besuch des Münsteraner Geschichtsort Villa ten Hompel am 22.04. Dort besuchen wir die Ausstellung, lernen über die NS-Geschichte der Stadt Münster und bekommen Einblicke in die Vermittlungsarbeit sowie die pädagogischen Angebote der Villa ten Hompel.
Ausgehend von den Ergebnissen der ersten Seminarphase starten die Teilnehmenden in die Projektarbeit. In den Projektgruppen entwickeln die Teilnehmenden Ideen für konkrete Zugänge zur Geschichte durch Geschichten für Grundschulkinder. Eine Möglichkeit dafür sind geschichtenbasierte Stadtrundgänge, die z.B. mit der App Actionbound erstellt werden können. Wir werden also den Seminarraum verlassen und im Stadtraum unterwegs sein bzw. in den Projekten überlegen, welche konkreten Orte wir einbeziehen können, welche Recherchen notwendig sind und welche Geschichten sich zu den Orten erzählen lassen, um Zugänge zur Holocaust-Geschichte für Grundschulkinder zu öffnen.
Termininfo: Die Exkursion zur Villa ten Hompel am 22.04. beginnt bereits um 9.00 Uhr. Am 14.07. nehmen wir an der Abschlussveranstaltung der Tage der Lehrkräftebildung teil. Nähere Informationen dazu folgen.
Content Note: Das Seminar thematisiert die Gewalttaten des deutschen Nationalsozialismus. Teilweise sprechen die literarischen Texte Gewalt, Krieg und Mord explizit an und stellen sie dar. Zudem wird uns das Wissen um diese Geschehnisse das Semester über begleiten und wir beschäftigen uns damit, wie und mit welchen Darstellungsmitteln darüber erzählt wird.
- Lehrende/r: Katharina Grabbe
Nachdem sich der Rauch etwas gelegt hat, der im Zuge des vor fünf Jahren entbrannten „Historikerstreits 2.0“ aufkam, scheint es sinnvoll, der Frage nachzugehen, wie denn die NS- und Holocaust-Forschung von der new imperial history profitieren könnte und vice versa. Das Seminar macht zunächst mit neueren Ansätzen der imperial history bekannt und sucht daraufhin, diese Perspektive auf das nationalsozialistische Besatzungs- und Terrorregime zu richten. Es blickt auf diachrone wie transimperiale Wissenstransfers, Konkurrenzen, Kooperationen und Akteure; fragt nach kolonialer Infrastruktur und danach, was es etwa mit der löwenzahnähnlichen Kautschukpflanze Taraxacum Kok Saghys auf sich hat. Vor allem aber diskutieren wir, ob, und wenn ja, wie sich unser Blick auf die Ermordung der europäischen Juden und Jüdinnen wie auf weitere während der deutschen Besatzung verübte Verbrechen wandelt, wenn wir das nur kurz währende nationalsozialistische Imperium in die längere Geschichte kolonialer Herrschaft einordnen. Der Relativierung der nationalsozialistischen Verbrechen schiebt das Seminar durch vertieftes Wissen einen Riegel vor und zeigt auf, weshalb man vergleichen kann und sollte, ohne gleichzusetzen.
- Lehrende/r: Fernando Esposito
Die am 5. März 1995 in Hamburg eröffnete und vom dortigen Institut für Sozialforschung kuratierte Wanderausstellung Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht sollte bis zum Moratorium des Novembers 1999 von circa 900.000 Besucher:innen gesehen werden. Nicht zuletzt die schockierenden Fotografien, die darin gezeigt wurden, lösten heftige Reaktionen aus und katalysierten die in jenen Jahren ohnehin intensiv geführte Diskussion über die Beteiligung der deutschen Gesellschaft am Holocaust wie an weiteren nationalsozialistischen Verbrechen. Zudem trug die Wehrmachtsausstellung zu einer wichtigen methodischen Debatte über den Wert von und Umgang mit Fotografien im Besonderen und Bildquellen im Allgemeinen bei. Das Seminar fragt, wie es – nach nunmehr dreißig Jahren – um die Visual History bestellt ist und welche spezifischen Erkenntnisse sie über das Dritte Reich und seine Verbrechen zu zeitigen vermag.
- Lehrende/r: Fernando Esposito
Die Dialektologie gehört zu den besonders traditionsreichen Disziplinen innerhalb der Linguistik. Bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert sind systematische wissenschaftliche Arbeiten zu den Dialekten des Deutschen entstanden, die sich mit der Korrelation von Sprache und Raum befasst haben. In den gut 200 Jahren ihrer Geschichte hat sich die Dialektologie sowohl hinsichtlich ihres Gegenstandes (Dialekte, Regionalsprachen, regionale Standardsprachen) als auch ihrer Methoden immer wieder verändert. Im Seminar soll es um theoretische/wissenschaftsgeschichtliche und besonders um methodische Fragestellungen rund um die Dialektologie gehen. Teilnehmer/Teilnehmerinnen werden wichtige Forschungsergebnisse traditioneller und moderner Dialektologie kennenlernen und Methoden der Datenerhebung und -auswertung selbst anwenden können.
- Lehrende/r: Helmut Spiekermann
Kolumbus, Cortés und Pizarro sind allseits bekannte Akteure der Eroberung Lateinamerikas. Die Übung widmet sich einerseits diesen bekannten frühen Eroberungen im späten 15. und frühen 16. Jahrhundert, die auch in deutschen Lehrplänen behandelt werden, andererseits weitet sie den Blick auf die lange historische Dauer des Eroberungsprozesses bis über die Unabhängigkeiten im 19. Jahrhundert hinaus. Gleichzeitig nimmt sie auch weniger bekannte Akteur*innen der Eroberungsprozesse in den Blick, wie etwa Frauen und Versklavte aber auch Tiere, Pflanzen und Viren.
- Lehrende/r: Sarah Albiez-Wieck
- Lehrende/r: May-Brit Quella
Eine Anmeldung in HISLSF dient der Organisation der Vorlesung und sollte nach Möglichkeit vorgenommen werden. Die Teilnahme an der Veranstaltung sowie die Verbuchung Ihrer Leistungen in QISPOS ist jedoch auch ohne vorherige Anmeldung via HISLSF möglich.
In der Vorlesung wird zunächst in die Disziplin Berufs-pädagogik eingeführt. Dabei wird u.a. auf die Genese, disziplinäre Verortung sowie auf Gegenstands- und Forschungsfelder dieser Disziplin eingegangen. Standards wissenschaftlichen Arbeitens werden ebenfalls bearbeitet. Hierauf folgt im Zusammenhang des Begriffspaares Disziplin - Profession eine thematische Einführung in das berufliche Handlungsfeld von Lehre-rinnen und Lehrern. Kennzeichen professionellen Lehrer-handelns werden ebenso thematisiert wie bildungs-politische Standards und konkrete Aufgaben von Lehrerinnen und Lehrern an Berufskollegs. Ebenfalls erfolgt eine Auseinandersetzung mit Aufgaben betrieblichen Bildungspersonals. Hieran schließt sich eine inhaltliche Auseinandersetzung mit begrifflichen und rechtlichen Grundlagen sowie strukturellen Merkmalen des deutschen Berufsbildungssystems an. Die Dualität des deutschen Berufsbildungssystems wird ebenso betrachtet wie die beruflichen Teilsysteme (Übergangsbereich, schulische Berufsausbildung) und es wird ein besonderer Blick auf die Zielgruppen beruflicher Bildung gerichtet. In diesem Kontext werden Fragen von Inklusion in der beruflichen Bildung thematisiert. Unter der Perspektive, Bildungsprozesse im Lebenslauf abzubilden, erfolgt des Weiteren eine inhaltliche Auseinandersetzung mit beruflichen Bildungsprozessen in der Perspektive des individuellen Lebenslaufes.
- Lehrende/r: Mona Massumi
- Lehrende/r: Leon Alessandro Minnuto
- Lehrende/r: Ulrike Weyland
Die 2015 ausgerufene „Flüchtlingskrise“ wurde als „größte Herausforderung seit der deutschen Einheit“ (Heiko Maas) beschrieben. Seitdem bliebt das Thema Flucht weit oben auf der politischen Agenda - nicht zuletzt durch den Ukrainekrieg und angesichts der weltweit mehr als 120 Mio. Menschen, die laut UNHCR „unfreiwillig“ migrieren. Angesicht des zunehmenden Migrationsdruckes wird dabei immer wieder diskutiert, inwiefern die Aufnahme von Geflüchteten eher schadet oder nutzt. Statt aber zu Fragen, ob die Geflüchteten dem „Standort Deutschland“ eher nutzen oder eher schaden, ist es das Ziel dieses Standardkurses, zunächst einmal grundsätzlich zu klären, worin „Flüchtlingskrisen“ eigentlich bestehen: Was ist der Gegenstand der Flüchtlingsforschung? Was sind die ökonomischen und politischen Fluchtursachen? Wie reagieren die maßgeblichen Akteure des Politikfeldes darauf? Und schließlich: Welche politikwissenschaftlichen Schlüsse können aus den vielschichtigen Diskursen über das deutsche Asylsystem gezogen werden? Studienleistung • regelmäßige, aktive Teilnahme • max. 20-min. wissenschaftlicher Vortrag (keine Reproduktion der Pflichtlektüre) Prüfungsleistung • Die Prüfungsleistung wird durch eine 90-minütige Abschlussklausur erbracht. Einführende Literatur Huisken, Freerk (2016): abgehauen. eingelagert aufgefischt durchsortiert abgewehrt eingebaut. neue deutsche flüchtlingspolitik. Hamburg. Luft, Stefan/Schimany, Peter (Hrsg.) (2014): 20 Jahre Asylkompromiss. Bilanz und Perspektiven. Bielefeld. Learnweb Die Pflichtlektüre wird in einem für beide Termine gemeinsam genutzten Learnweb-Kurs zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wird das Learnweb genutzt, um Präsentationsfolien, Handouts und weitere aktuelle bzw. thematisch passende Materialien zur Verfügung zu stellen.
- Lehrende/r: Hendrik Meyer
Im Zentrum des Seminars stehen die historischen Sprachstufen des Deutschen sowie zentrale Sprachwandelprozesse, die die deutsche Sprache im Laufe der Sprachgeschichte durchlaufen hat. Wir beschäftigen uns sowohl mit den nicht überlieferten Vorstufen des Deutschen als auch mit den sprachlichen Merkmalen des Althochdeutschen, Mittelhochdeutschen und Frühneuhochdeutschen. Mit dem Ziel, Ihre gegenwartssprachliche Perspektive mit historischer Sprachbetrachtung zu verknüpfen, setzen wir uns mit theoretischen Grundlagen des Sprachwandels, Wandelprozessen insbesondere auf den Ebenen Phonologie, Morphologie und Syntax im Sprachsystem sowie Fragen der Periodisierung und Sprachverwandtschaft auseinander und reflektieren methodische Herausforderungen bei der Arbeit mit historischen Sprachdaten.
- Lehrende/r: Ilka Lemke
Im Zentrum des Seminars stehen die historischen Sprachstufen des Deutschen sowie zentrale Sprachwandelprozesse, die die deutsche Sprache im Laufe der Sprachgeschichte durchlaufen hat. Wir beschäftigen uns sowohl mit den nicht überlieferten Vorstufen des Deutschen als auch mit den sprachlichen Merkmalen des Althochdeutschen, Mittelhochdeutschen und Frühneuhochdeutschen. Mit dem Ziel, Ihre gegenwartssprachliche Perspektive mit historischer Sprachbetrachtung zu verknüpfen, setzen wir uns mit theoretischen Grundlagen des Sprachwandels, Wandelprozessen insbesondere auf den Ebenen Phonologie, Morphologie und Syntax im Sprachsystem sowie Fragen der Periodisierung und Sprachverwandtschaft auseinander und reflektieren methodische Herausforderungen bei der Arbeit mit historischen Sprachdaten.
- Lehrende/r: Ilka Lemke
Die deutsche Sprache weist eine lange Geschichte auf und hat sich seit dem Beginn der schriftlichen Überlieferung erheblich verändert. Doch auch in unserem Alltag können wir Sprachwandel beobachten: heißt es etwa korrekt "er bäckt den Kuchen" oder "er backt den Kuchen", "sie schwomm" oder "sie schwamm", "eingeschaltet" oder "eingeschalten" und wie kommen derartige Varianten überhaupt zustande? Und wie können wir solche "Fehler" sprachhistorisch erklären? Im Seminar werden wir Sprachwandel und sprachliche Variation im Deutschen auf phonologischer, morphologischer, syntaktischer und semantischer Ebene behandeln.
- Lehrende/r: Sophia Jana Oppermann
Lässt sich das Unfassbare erzählen? Kann der Holocaust erzählt werden? Wie gehen literarische Texte - insbesondere der Kinder- und Jugendliteratur - mit der Herausforderung um, Worte und ästhetische Formen für das zu finden, was sich kaum fassen lässt? Im Seminar erarbeiten wir uns einen Überblick über die Entwicklung des Erzählens über Holocaust und Nationalsozialismus und setzen dabei einen Schwerpunkt im Bereich Kinder- und Jugendliteratur und lesen zudem schulrelevante Texte wie z.B. Jenny Erpenbecks "Heimsuchung". Anhand der literarischen Texte untersuchen wir die Erzähl- und Darstellungsformen. Wir reflektieren die Rolle von Literatur im Kontext von Erinnerungskultur und demokratischer Bildung. Geplant ist eine Exkursion zum Geschichtsort Villa ten Hompel in Münster. Content Note: Das Seminar thematisiert die Gewalttaten des deutschen Nationalsozialismus. Teilweise sprechen die literarischen Texte Gewalt, Krieg und Mord explizit an und stellen sie dar. Zudem wird uns das Wissen um diese Geschehnisse das Semester über begleiten und wir beschäftigen uns damit, wie und mit welchen Darstellungsmitteln darüber erzählt wird.
- Lehrende/r: Katharina Grabbe
Unmittelbar nach der Gründung des Deutschen Reiches vor gut 150 Jahren begann in Preußen und im Reich der Kulturkampf. Warum legte sich Bismarck mit der Kirche an? Welche Konflikte zwischen Staat und Kirche sollten ausgetragen werden? Der Kulturkampf hatte viele Dimensionen: Er sollte die “Reichsfeinde” in Schach halten, war als Fortschritt hin zur säkularen Moderne gedacht, wurde als politischer Kampf zwischen Nationalliberalen und Zentrum sowie als konfessionelle Konflikt ausgetragen. Aber er hatte auch geschlechtergeschichtliche und internationale Dimensionen. Das Seminar widmet sich den zahlreichen Konfliktebenen des Kulturkampfes in einer europäischen Perspektive, zumal nicht nur in Deutschland Kulturkämpfe ausgetragen wurden. Es wird erwartet, dass zur ersten Sitzung die entsprechenden Seiten aus Huber, Bd. 4, bereits gelesen sind, damit wir sogleich in die Diskussion einsteigen können. Bedingung für Teilnahme und Leistungsnachweis: Regelmäßige Diskussionsbeiträge dank wirklicher Lektüre von Texten, Mitarbeit in einer Themengruppe samt Präsentation eines Problemfeldes, anschließend, wenn gewünscht, wissenschaftliche Hausarbeit bzw. mdl. Prüfung.
- Lehrende/r: Olaf Blaschke
- Lehrende/r: Pia Claudia Doering
- Lehrende/r: Hilfskräfte Frau Prof. Westerwelle
- Lehrende/r: Karin Westerwelle
In der Übung geht es darum, sog. grammatisches ‚Schulwissen‘, u.a. in den Bereichen Wortarten, syntaktische Funktionen und Syntax (einfache und komplexe Sätze) zu vermitteln. Im Zentrum steht hierbei v.a. die Wiederholung und Festigung grammatischer Grundlagen durch Übungs- und Anwendungsaufgaben.
- Lehrende/r: Ilka Lemke
Im Seminar beschäftigen wir uns einführend mit den Charakteristika sowie den Unterschieden gesprochen- und geschriebensprachlicher Strukturen in der Grammatik. Anschließend werden wir ausgewählte sprachliche Phänomene der deutschen Gegenwartssprache, die als stärker gesprochensprachlich gelten, wie z.B. nebensatzeinleitende Konjunktionen mit Hauptsatzstellung, Konstruktionen wie den am-Progressiv, Rektionsschwankungen nach Präpositionen etc., in den Blick nehmen und prüfen, inwiefern sie von Grammatiken des Standarddeutschen berücksichtigt werden.
- Lehrende/r: Ilka Lemke
Sprachliche Variation ist Träger sozialer Bedeutung. Wenn ich z. B. das Wort ‘das’ als dat ausspreche, können mit dieser Aussprachevariante ggf. bestimmte soziale, regionale oder gar geschlechtsspezifische Kategorisierungen assoziiert sein.
In der Variationslinguistik wird verschiedentlich die Frage diskutiert, inwiefern nicht nur Variation auf der lautlichen Ebene, sondern auch auf der grammatischen Ebene, vor allem in Morphologie und Syntax, soziale Bedeutung tragen kann. So stellt sich beispielsweise die Frage, welche sozialen Kategorisierungen mit der Genitiv-Dativ-Variation im Deutschen verbunden sein können: laut dem vs. laut des Wetterbericht(s). Im Seminar beschäftigen wir uns mit verschiedenen Fallstudien zu diesem Themenkomplex. Außerdem wird auch Gelegenheit zur eigenen empirischen Forschung gegeben.
Literatur (weitere Titel werden im Seminar bekannt gegeben)
Spitzmüller. Jürgen. 2022. Soziolinguistik. Eine Einführung. Stuttgart: Metzler.
- Lehrende/r: Philipp Cirkel
Das Seminar geht zentralen Fragen der Syntax nach, etwa wie Sätze aufgebaut sind und warum sie diese Struktur haben. Inhaltlich stehen die Typologie des Deutschen, Wortarten und die Satzgliedanalyse im Fokus. Ergänzt wird das Seminar durch alternative theoretische Zugänge, insbesondere die Valenzgrammatik. Dabei stehen Analyse-, Diskussions- und Entdeckungsphasen im Fokus, die eine hohe kognitive Aktivierung sowie eine spielerische Herangehensweise fördern. Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für sprachliche Strukturen und ihre Wirkung zu entwickeln, indem Grammatik nicht nur beschrieben, sondern durch aktives Handeln, gemeinsames Nachdenken und reflektierende Auseinandersetzung erschlossen wird.
- Lehrende/r: Eva-Maria Elpers
In dieser Übung werden schulgrammatische Grundlagen (v.a. Wortart- und Satzgliedbestimmung) wiederholt, gefestigt und vertieft. Die Übung schließt mit einem Test ab.
- Lehrende/r: Till Rasmus Hölzl
- Lehrende/r: Verena Wecker
Die Übung im Grundlagenmodul dient der Vertiefung grammatischer Kenntnisse und der Einführung in linguistische Analysemethoden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den grammatischen Kernbereichen Wort und Satz, die jeweils anhand verschiedener praktischer Übungen erschlossen werden.
The basic course serves to deepen grammatical knowledge and introduces methods for the linguistic analysis of present-day German. The focus is on the grammatical structures of words and sentences, which are explored using various practical exercises.
- Lehrende/r: Katharina König
In der Lehrveranstaltung werden zentrale Kategorien der traditionellen Schulgrammatik wiederholt, vertieft und kritisch reflektiert. Der Schwerpunkt liegt auf der Durchführung von Übungen.
- Lehrende/r: Sabine Frilling
Unter dem Namen „Hanse“ kooperierten zwischen dem 14. und dem 16. Jahrhundert zahlreiche Städte aus dem Norden des Heiligen Römischen Reiches insbesondere in der Wirtschaftspolitik. Im kollektiven Gedächtnis der Deutschen spielt die Hanse bis heute eine große Rolle, und die Wissenschaft erforscht seit langem ihre komplizierten Entscheidungsverfahren. Städte arbeiteten aber auch in anderen Regionen Europas zusammen, zum Beispiel im Süden des Reiches im Schwäbischen Städtebund oder in Südostengland in den Cinque Ports. Im Seminar werfen wir einen vergleichenden Blick auf städtische Zusammenarbeit und gewinnen damit einen Eindruck, wie Politik jenseits des klassischen Königtums funktionieren konnte.
- Lehrende/r: Ulla Kypta
Auf 35 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich!
Das Seminar thematisiert die Debatten in der BRD um die Reformbedürftigkeit des Hochschulwesens und die Demokratisierung der Universitäten in den 1960/70er Jahren. Mit der Gründung prestigeträchtiger „Reformuniversitäten“ sollten neue Konzepte erprobt werden, von denen man sich eine schrittweise Erneuerung des gesamten Hochschulsystems erhoffte. Im Seminar werden Texte zentraler Akteure gemeinsam gelesen sowie ausgewählte Reformkonzepte (Bielefeld, Konstanz) in ihrem historischen Kontext (Bildungsexpansion, Studentenbewegung) kritisch beleuchtet. Abschließend werden die Befunde und Ergebnisse in einen deutsch-deutschen Vergleich gestellt, wodurch Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen BRD und DDR deutlich sichtbar gemacht werden.
- Lehrende/r: Andreas Oberdorf
Der um 1200 entstandene ›Iwein‹, ein Spätwerk Hartmanns von Aue, gehört zu den zentralen Texten des deutschen Mittelalters. Erzählt wird die Geschichte des jungen Artusritters Iwein, der durch seine Tapferkeit die schöne Landesherrin Laudine zur Frau gewinnt, sie und seine Identität durch eigenes Fehlverhalten verliert und als „Löwenritter“ in der Begleitung eines Löwen unerkannt umherzieht, bis er sich nach einer Reihe von Abenteuern, in denen er seine Eignung zum Landesherrn unter Beweis stellt, mit Laudine wieder versöhnen kann. Am Beispiel dieses Artusromans, der, wie die ›Iwein‹-Bilderzyklen des frühen 13. Jhs. in Schmalkalden und Rodenegg zeigen, schon bei den Zeitgenossen Hartmanns auf ein breites Interesse stieß, sollen grundlegende Fragestellungen der germanistischen Mediävistik behandelt werden. Die Kenntnis des Textes wird zu Semesterbeginn vorausgesetzt.
- Lehrende/r: Heike Bismark
Bei der Kommasetzung des Deutschen handelt es sich nicht nur um eine orthographische Norm, im Rahmen derer Verstöße in bestimmten Kontexten durch Fehler sanktioniert werden, sondern auch um eine schriftsprachliche Strategie, syntaktische Relationen im Text sichtbar machen zu können. Im Seminar beschäftigen wir uns daher mit der aktuellen Norm sowie mit den unterschiedlichen, vornehmlich syntaktischen Einflussfaktoren der Kommasetzung im Deutschen. Ziel der Lehrveranstaltung ist es, ein vertieftes Verständnis der deutschen Syntax zu entwickeln und dieses praktisch auf die Kommasetzung anzuwenden, indem wir zunächst basale, dann komplexe Satzstrukturen mit den geltenden Kommaregeln in Beziehung setzen.
- Lehrende/r: Ilka Lemke
Die Lehrveranstaltung setzt es sich zum Ziel, die Relevanz der Kontrastiven Linguistik für die Zweitspracherwerbsforschung aufzuzeigen. So bietet die Veranstaltung zum einen Einblicke in Methoden des Sprachvergleichs, zum anderen beschäftigt sie sich mit Zweitspracherwerbsstudien, die aufbauend auf kontrastiven Sprachanalysen crosslinguistische Einflüsse im Zweitspracherwerbsprozess untersuchen. Im Fokus stehen Arbeiten, die sich mit dem Zweitspracherwerb des Deutschen beschäftigen. Nach einer Einführungsphase werden im Seminar Projektgruppen gebildet, die selbständig eine sprachvergleichende Darstellung eines sprachlichen Phänomens erarbeiten und anhand von authentischen L2-Lernerdaten, die von der Seminarleitung zur Verfügung gestellt werden, die Rolle der Erstsprache beim Zweitspracherwerb untersuchen. Während dieser Gruppenarbeitsphase organisieren die Studierenden ihren Arbeitsprozess weitgehend selbständig. Zum Abschluss des Seminars werden die Projektergebnisse vorgestellt.
- Lehrende/r: Verena Wecker
Das Seminar richtet sich an fortgeschrittene Studierende im Master und an Promovierende, die einen Schwerpunkt im Bereich der älteren deutschen Literatur setzen wollen. In einer kolloquialen Arbeitsweise werden wir gemeinsam aktuelle Forschungsbeiträge und Forschungsrichtungen diskutieren, uns gegenseitig Projekte vorstellen und in Kontakt mit Kolleg:innen aus anderen Fächern und von anderen Universitäten treten. Bitte melden Sie sich zusätzlich per E-Mail an und beschreiben Sie dabei kurz Ihren persönlichen Studienstand und Ihr Interesse am Kolloquium als Basis für die konkrete Planung der Veranstaltung.
- Lehrende/r: Rabea Kohnen
- Lehrende/r: Silvia Reuvekamp