- Lehrende/r: Andreas Blödorn
- Lehrende/r: Julius Noack
- Lehrende/r: Christine Dimroth
- Lehrende/r: Klaus-Michael Köpcke
"Diese stolzen, prächtigen Jamben, die wie Tonwellen dahinwogen, das muß ja berauschen! [...] Nichts ist leichter, als mit der Deklamation von Schiller einen gewissen Erfolg zu erzielen; nichts ist schwerer, als Schiller wirklich gut zu sprechen." (Voß: Rolla, 1883) Letzteres musste übrigens auch Schiller selbst feststellen. Dieses Seminar will erstens im close reading die Auralität und Tonalität von Schillers Texten herausarbeiten und diese dann zweitens in Beziehung setzen zu ihren sprecherischen Aktualisierungen. Dabei wird nach der Deklamationskultur des 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart zu fragen sein, nach Bühnenpraxis, Erinnerungskultur, Hörmustern und Medienpraxis. Zugleich soll versucht werden, eine kulturgeschichtliche Semiotik des 'Schillertons' zu entwickeln.
Passender Weise hat für die kommende Spielzeit Andreas Kriegenburg an den Münchner Kammerspielen Maria Stuart in einer Weise neu inszeniert, die die Musikalität der Schillerschen Blankverse umzusetzen trachtet. Eine Idee wäre, sich diese aktuelle Inszenierungsarbeit zunutze zu machen (per Exkursion, Werkstattgespräch, Mitschnitt - je nachdem, was sich ergibt bzw. wozu das Seminar und wozu die Kammerspiele bereit sind).
- Lehrende/r: Britta Herrmann
- Lehrende/r: Julius Noack