Abstract
Ziel des Projekts ist die Analyse aktueller Governance-Prozesse, Netzwerke und Praktiken an Hochschulen, die das Ziel der Nachhaltigkeit verfolgen. Auf der theoretischen Basis soziologischer Praxisforschung, Governance-Konzepten für Hochschulen, Netzwerktheorie sowie Nachhaltigkeitsmodellen und bestehender Forschung zu Nachhaltigkeitspraktiken an Hochschulen wird eine qualitative empirische Studie durchgeführt. In dieser werden durch die Triangulation qualitativer Interviews, nicht-teilnehmender Beobachtungen und Fokusgruppen die Forschungsfrage verfolgt: Mit welchen Governance-Prozessen, Netzwerkstrukturen und Nachhaltigkeitspraktiken wollen Akteur:innen verschiedener universitärer Statusgruppen (Whole Institutional Approach) Hochschulen nachhaltiger gestalten und welche konkreten Ziele verfolgen sie dabei? Dabei werden auch Probleme und Ambivalenzen in den Praktiken und Zielen rekonstruiert. Als Teil des Verbundprojektes „Bremen Goes Sustainable. Eine Hochschulregion auf dem Weg zu Nachhaltigkeit.“ fokussiert das Projekt exemplarisch die Bremer Hochschullandschaft, zieht aber auf weitere Hochschulen übertragbare Erkenntnisse aus den Ergebnissen.
Anknüpfend an das vom Bundesforschungsministerium finanzierte Projekt "Nachhaltigkeits-Governance, -Netzwerke und -Praktiken an Hochschulen - Eine vergleichende Analyse" und die daraus resultierenden Erkenntnisse erarbeiteten Bachelorstudierende der Kommunikationswissenschaft im Rahmen des Medienpraxisseminars "Nachhaltigkeit kommunizieren: Wissenschaftskommunikation an Hochschulen" digitale Formate der Wissenschaftskommunikation, in denen sie verschiedene Nachhaltigkeitspraktiken an Hochschulen visualisieren und so aufzeigen, wo uns Nachhaltigkeit auf dem Campus und im Hochschulalltag begegnet. Eine besondere Herausforderung dabei war die nachhaltige Gestaltung der Formate, das kritische Hinterfragen der Verwendung kommunikativer Tools und damit verbunden die selbstständige Kompetenzentwicklung für frei zugängliche Programme. Aus den Ergebnissen ist in Zusammenarbeit mit Karolin Ney eine virtuelle Ausstellung in Form einer Website entstanden, die die Formate zu einem Erzählstrang verknüpft.