© Ulrike Ludwig

Prof. Dr. Ulrike Ludwig



Anschrift:              Domplatz 20-22
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Sprechstunde im Sommersemester 2022

Die Sprechstunde findet weiterhin via Zoom statt.

Mi., 20. April 2022, 16:00-17:30
Mi., 27. April 2022, 16:00-17:30
Mi., 4. Mai 2022, 16:00-17:30
Mi., 11. Mai 2022, 16:00-17:30
Mi., 18. Mai 2022, 16:00-17:30
Mi., 1. Juni 2022, 16:00-17:30
Mi., 22. Juni 2022, 16:00-17:30
Mi., 29. Juni 2022, 16:00-17:30
Mi., 6. Juli 2022, 16:00-17:30
Mi., 13. Juli 2022, 16:00-17:30

Zoom-Link:

https://wwu.zoom.us/j/69790160441?pwd=SHJkQmR5MERjN2tEcGc4NSt0MGNPdz09
Meeting-ID: 697 9016 0441
Kenncode: 618781

  • Lebenslauf

    seit 2021 Ko-Direktorin des Käte Hamburger-Kollegs „Einheit und Vielfalt im Recht“

    seit 2021 wissenschaftliche Vorständin und Vorsitzende des Kuratoriums des Instituts für vergleichende Städtegeschichte e.V.

    seit 2021 Mitherausgeberin der Reihe „Städteforschung“

    seit 2020 Leiterin des Projekts C3-22 „Wahrsagerei und Politik in der Frühen Neuzeit“ im Exzellenzcluster „Religion und Politik in den Kulturen der Vormoderne und Moderne“, WWU Münster und PI

    seit 2019 Mitherausgeberin der Reihe „Konflikt und Kultur“

    seit April 2019 Universitätsprofessorin für die Geschichte der Frühen Neuzeit an der WWU Münster

    seit 2017 Fachherausgeberin der Fachgebiete „Recht und Verfassung“ und „Staat, politische Herrschaft und internationales Staatensystem“ bei der Enzyklopädie der Neuzeit für die Überarbeitung der Onlineversion/ EdNO, seit 2020 geschäftsführende Herausge­berin

    2015–2019 Heisenbergstipendiatin, unterbrochen durch Lehrstuhlvertretungen an der TU Dresden, der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

    2014–2015 Fellowship am International Consortium for Research in the Humanities „Fate, Freedom and Prognostication. Strategies for Coping with the Future in East Asia and Europe“ an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

    2014 Habilitation an der Technischen Universität Dresden und Verleihung der Venia Le­gendi für das Fach Neuere Geschichte

    2011–2013 Eigene Stelle, DFG-Projekt „Adlige Beamte – Selbst- und Fremdbilder einer Sozialformation zwischen Stand und Funktion (1550–1750)“ am Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit der TU Dresden

    2007–2010 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG Projekt „Das Duell als kulturelle Prak­tik in der Frühen Neuzeit. Vergleichende Untersuchung zu Kursachsen, Mecklenburg und Schweden“ am Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit der TU Dresden

    2006 Promotion im Fach Geschichte der Frühen Neuzeit an der Technischen Universität Dresden; Erstbetreuer: Gerd Schwerhoff

    2002–2005 Promotionsstipendiatin der Friedrich-Ebert-Stiftung

    1993–2001 Studium der Fächer Geschichte, Germanistische Literaturwissenschaft, Sozio­logie an der Universität Rostock

  • Publikationen

    Monografien

    • Das Herz der Justitia. Gestaltungspotentiale territorialer Herrschaft in der Strafrechts- und Gnadenpraxis am Beispiel Kursachsens 1548-1648, Konstanz 2008.
    • Das Duell im Alten Reich. Transformation und Variationen frühneuzeitlicher Ehrkonflikte, Berlin 2016.

    Sammelbände

    • Krieg, Militär und Migration in der Frühen Neuzeit, gem. hrsg. m. Matthias Asche, Michael Herrmann, Anton Schindling, Berlin u. a. 2008.
    • Themenheft: Militär und materielle Kultur in der Frühen Neuzeit, gem. hrsg. m. Jan Willem Huntebrinker, zugl.: Militär und Gesellschaft in der Frühen Neuzeit 13 (2009).
    • Ehre und Recht. Ehrkonzepte, Ehrverletzungen und Ehrverteidigungen vom späten Mittelalter bis zur Moderne, gem. hrsg. m. Sylvia Kesper-Biermann und Alexandra Ortmann, Magdeburg 2011.
    • Das Duell. Ehrenkämpfe vom Mittelalter bis zur Moderne, gem. hrsg. m. Barbara Krug-Richter und Gerd Schwerhoff, Konstanz 2012.
    • Ehre und Pflichterfüllung. Codes militärischer Tugenden in Vormoderne und Moderne, gem. hrsg. m. John Zimmermann und Markus Pöhlmann, Paderborn 2014.
    • Krank vom Krieg. Umgangsweisen und kulturelle Deutungsmuster von der Antike bis in die Moderne, gem. hrsg. m. Nikolas Funke und Gundula Gahlen, Frankfurt/ New York 2022.

    Ausstellungskatalog

    Aufsätze & Artikel

    • Der Entstehungsprozeß der Reichspoliceyordnung auf dem Reichstag von Augsburg 1547/48, in: Karl Härter (Hg.): Policey und frühneuzeitliche Gesellschaft, Frankfurt a. M. 2000, S. 383-411.
    • Von „beschwerlich gefengnis“ und „milder hafft“. Ansichten zur Haft im Inquisitionsprozess von der Mitte des 16. bis zum Anfang des 17. Jahrhunderts, in: Gerhard Ammerer u.a. (Hg.): Gefängnis und Gesellschaft. Zur (Vor)Geschichte der strafenden Einsperrung, Leipzig 2003, S. 100-116.
    • Strafverfolgung und Gnadenpraxis in Kursachsen unter dem Eindruck des Dreißigjährigen Krieges, in: Militär und Gesellschaft in der Frühen Neuzeit 10 (2006), S. 200-219.
    • „In daß ergste Armuth vnd Elend gestost“ – Wahrnehmung und Darstellung von Armut in strafrechtlichen Verfahren des 16. und 17. Jahrhunderts, in: Dresdner Hefte 89, S. 25-33.
    • „Ambts halber“ kompetent. Die gutachterliche Tätigkeit von Schössern in Straf- und Supplikationsverfahren im 16. und 17. Jahrhundert, in: Alexander Kästner, Sylvia Kesper-Biermann (Hg.): Experten und Expertenwissen in der Strafjustiz von der Frühen Neuzeit bis zur Moderne, Leipzig 2008, S. 73-83.
    • [Art.] Untersuchungshaft im Strafverfahren, in: Lexikon zur Geschichte der Hexenverfolgung, hrsg. v. Gudrun Gersmann, Katrin Moeller und Jürgen-Michael Schmidt, online unter: historicum.net, URL: http://www.historicum.net/no_cache/persistent/artikel/5724/>
    • Der Zauber des Tötens. Waffenmagie im frühneuzeitlichen Militär, in: Militär und Gesellschaft in der Frühen Neuzeit 13 (2009), S. 33-49 (Der Zauber des Tötens : Waffenmagie im frühneuzeitlichen Militär (d-nb.info) .
    • Militär und materielle Kultur in der Frühen Neuzeit. Einführung, gem. m. Jan Willem Huntebrinker, in: Militär und Gesellschaft in der Frühen Neuzeit 13 (2009), S. 7-15 (Militär und materielle Kultur in der Frühen Neuzeit Einführung (uni-potsdam.de)).
    • Von rottierenden Wildschützen und Jagteufeln. Zum Kriminalisierungsprozess der Wilderei in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, in: Karl Härter u.a. (Hg.): Repräsentationen von Kriminalität und öffentlicher Sicherheit. Bilder, Vorstellungen und Diskurse vom 16. bis zum 17. Jahrhundert, Frankfurt a. M. 2010, S. 195-222.
    • [Art.] Strafverfahren, in: Enzyklopädie der Neuzeit, Bd. 12, Stuttgart/ Weimar 2010, Sp. 1075-1082.
    • [Art.] Strafrecht, gem. m. Sylvia Kesper-Biermann und Jens Eisfeld, in: Enzyklopädie der Neuzeit, Stuttgart/ Weimar 2010 Bd. 12, Sp. 1082-1103.
    • La strumentalizzazione della grazia come mezzo di garanzia di sussistenza; il fenomeno delle suppliche di non coinvolti (Principato elettorale di Sassonia, secc. XVI-XVII), in: Karl Härter/ Cecilia Nubola (Hg.): Grazia e giustizia. Figure della clemenza fra tardo medioevo ed età contemporanea, Bologna 2011, S. 237-259.
    • Ehre und Recht. Zur Einleitung, gem. m. Sylvia Kesper-Biermann und Alexandra Ortmann, in: Sylvia Kesper-Biermann/ Ulrike Ludwig/ Alexandra Ortmann (Hg.): Ehre und Recht. Ehrkonzepte, Ehrverletzungen und Ehrverteidigungen vom späten Mittelalter bis zur Moderne, Magdeburg 2011, S. 3-16.
    • Von Scherzen und Duellen. Wettkampfspiele als Typus von Ehrkonflikten im schwedisch-pommerschen Offizierskorps, in: Zeitschrift für Historische Forschung 38 (2011), S. 371-403.
    • Hexen, Mörder, Duellanten. Zur Einführung, gem. m. Alexander Kästner und Gerd Schwerhoff, in: Dresdner Hefte 107 (2011), S. 4-13.
    • Die verschwundene Leiche. Ein Duell in der Dresdner Heide und dessen Deutung, in: ebd., S. 52-59.
    • [Art.] Wilderei, in: Enzyklopädie der Neuzeit, Bd. 14, Sp. 1097-1099.
    • Das Recht als Medium des Transfers. Die Ausbreitung des Duells im Alten Reich, in: Ulrike Ludwig u.a. (Hg.): Das Duell. Ehrenkämpfe vom Mittelalter bis zur Moderne, Konstanz 2012, S. 159-173.
    • Ansichten zum Duell – disziplinäre Zugänge: Geschichtswissenschaft, gem. m. Gerd Schwerhoff, in: ebd., S. 29-38.
    • Zugriffe auf das Duell. Zur Einleitung, gem. m. Gerd Schwerhoff und Barbara Krug-Richter, in: ebd. S. 11-25.
    • Rituale der Vergemeinschaftung? Das Duell als Phänomen einer militärischen Gewaltkultur, in: Ralf Pröve/ Carmen Winkel (Hg.): Übergänge schaffen. Ritual und Performanz in der frühneuzeitlichen Militärgesellschaft, Göttingen 2012, S. 61-80.
    • Das Duell als Ehrstrategie und Delikt, in: Martina Schattkowsky (Hg.): Adlige Lebenswelten in Sachsen. Kommentierte Schrift- und Bildquellen, Köln u.a. 2013, S. 462-468.
    • Erinnerungsstrategien in Zeiten des Wandels. Zur Bedeutung der Reformation als Generationserfahrung im Spiegel sächsischer Leichenpredigten für adlige Beamte, in: Archiv für Reformationsgeschichte 104 (2013), S. 113-139.
    • Ehre und Pflichterfüllung als Symbole militärischer Tugend – Einführung, gem. m. John Zim-mermann, in: Ehre und Pflichterfüllung. Codes militärischer Tugenden in Vormoderne und Moderne, gem. hrsg. m. John Zimmermann und Markus Pöhlmann, Paderborn 2014, S. 11-27.
    • Magical Choices. Geomancy as a Strategy in the Politics and Everyday Life of Augustus Elector of Saxony (1526-1586), Erlangen 2015 (Selected Lectures des IKGF).
    • Hellsichtige Entscheidungen. Kurfürst August von Sachsen (1526–1586) und die Geomantie als Strategie im politischen Alltagsgeschäft, in: Archiv für Kulturgeschichte 97 (2015), S. 109-127.
    • Verwaltung als häusliche Praxis, in: Arndt Brendecke (Hg.): Praktiken der Frühen Neuzeit, Wien u.a. 2015, S. 188-198.
    • Oben dabei sein. Zur strategischen Nutzung von Duellen und Duellmandaten durch Neuadelige in Schwedisch-Pommern, in: Nils Jörn (Hg.): Anpassung, Unterordnung, Widerstand? Das Verhältnis zwischen Ur- und Neuadel im schwedischen Konglomeratstaat, Hamburg 2017, S. 57-76.
    • Blicke in die Zukunft. Orakel, Fluch und göttliche Botschaften im Mythos und in der Frühen Neuzeit, in: Clemens Risi u.a. (Hg.): Krieg, Irrfahrt und Heimkehr. Der Mythos Troja bei Berlioz, Mozart und Monteverdi, Nürnberg 2018, S. 30-44.
    • Erinnerungskultur und Marketing. Kommentierende Anmerkungen, in: Birgit Emich u.a. (Hg.): Wallenstein. Mensch. Mythos. Memoria, 2018, S. 473-478.
    • Unverhofft. Zur Verschiebung von Differenzkategorien in der Geschichte des Duells, erscheint in: Bähr, Matthias/ Kühnel, Florian (Hg.): Verschränkte Ungleichheit. Praktiken der Intersektionalität in der Frühen Neuzeit, Berlin 2018, S. 237-258.
    • Divination, in: Heike Paul (Hg.): Critical Terms in Futures Studies, Cham 2019, S. 99–104.
    • Wandelbare Dauerbrenner: Wahrsagen in Europa/ Never Changing Evergreens. Divination in Europe, in: Marie-Therese Feist u.a. (Hg.): Zeichen der Zukunft: Wahrsagen in Ostasien und Europa, Heidelberg 2021, S. 60-79.
    • Himmlisch gut beraten. Wahrsagerei als Ressource herrscherlichen Entscheidens bei Kurfürst August von Sachsen (1526–1586), in: Michael Grünbart (Hg.): Unterstützung bei herrscherlichem Entscheiden. Experten und ihr Wissen in transkultureller und komparativer Perspektive, Göttingen 2021, S. 145-159.
    • Auf der Suche nach dem Richtigen. Wahrsagerei als Faktor in der Personalpolitik unter Kurfürst August von Sachsen (1526-1586), in: Christoph Cornelißen/ Andreas Fahrmeir (Hg.): Vom Konklave zum Assessment-Center. Personalentscheidungen im historischen Wandel, Darmstadt 2021, S. 128-141.
    • Krank vom Krieg. Zur Einleitung (gem. m. Nikolas Funke und Gundula Gahlen), in: Nikolas Funke u.a. (Hg.): Krank vom Krieg. Umgangsweisen und kulturelle Deutungsmuster von der Antike bis in die Moderne, Frankfurt/ New York 2022, S. 11-25.
  • Forschungsschwerpunkte

    • Kulturgeschichte von Justiz und Verwaltung in der Frühen Neuzeit (Kriminalität und Recht, Verwaltung als Alltagsgeschichte, Verflechtungsgeschichte und Netzwerkforschung)
    • Geschichte von Magie und Wahrsagerei in der Frühen Neuzeit
    • Geschichte des Duells und interpersonaler Gewaltformen in der Frühen Neuzeit
    • Frühneuzeitliche Wissensgeschichte, Sammlungsgeschichte und materielle Kulturforschung
    • Militärgeschichte in der Frühen Neuzeit
  • Projekte

    • Käte Hamburger-Kolleg - Einheit und Vielfalt im Recht Homepage
    • Projekt im Cluster EXC 2060 C3-22 - Wahrsagerei und Politik in der Frühen Neuzeit

      Projektbeschreibung
      Wahrsagerei war in frühneuzeitlichen Gesellschaften als spezifisches Glaubenssystem omnipräsent, aber auch stets umstritten. Diese Gleichzeitigkeit von Zuspruch und Ablehnung, von situativer Relevanz und Unbedeutsamkeit macht die Wahrsagerei als Phänomen in frühneuzeitlichen Gesellschaften besonders interessant. Festzustellen ist gleichwohl, dass diese Gleichzeitigkeit in der Forschung bislang kaum thematisiert und systematisiert wurde.
      An dieser Lücke setzt das vorgeschlagene Projekt an: Es widmet sich dabei einerseits ganz grundsätzlich der Frage, welchen Stellenwert die Wahrsagerei in frühneuzeitlichen Gesellschaften als Ressource der Wissensgenerierung und auch als Modus der Entscheidungsfindung besaß. Wie lässt sich die gebrochene Relevanz der Wahrsagerei erklären und worin unterscheiden sich bestimmte Kontexte oder Rahmungen, in denen (einzelne) Menschen oder auch größere Gruppen auf die Wahrsagerei setzten von solchen, in denen dies gerade nicht zu beobachten ist? Andererseits gilt es genauer zu bestimmen, in welcher Weise und unter welchen Umständen es möglich war, dass wahrsagerische Prognostik dynamisierende Effekte für politisches Handeln (v.a. in Form von herrschaftlichem Handeln) und soziale Bewegungen entfalten konnte.
      Insgesamt gilt es, im Projekt die Wahrsagerei als umstrittenes Instrument der Wissensgenerierung aus einer praxeologischen Perspektive neu zu vermessen und hiervon ausgehend die kulturellen Bedingungen und Konsequenzen der Wahrsagerei als Glaubenssystem, aber auch als Wissensressource in frühneuzeitlichen Gesellschaften neu zu bewerten. Im Fokus steht also nicht die Frage, welche Formen der Wahrsagerei existierten, wie diese prinzipiell funktionierten und wie sie sich methodologisch entwickelte. Von Interesse ist vielmehr, unter welchen Bedingungen Wahrsagerei für das Agieren der Menschen bedeutsam war und welche Erklärungsansätze sich für die durchaus erheblichen Unterschiede in der situativen Relevanz wahrsagerischer Expertise für das Handeln von Menschen finden lassen.