Stellenausschreibung


Am Arbeitsbereich Geschichte der Frühen Neuzeit am Historischen Seminar der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, ist nächstmöglich
                      eine studentischen Hilfskraftstelle (5h pro Woche)
für die Dauer von 18 Monaten zu besetzen.

Der/die studentische Mitarbeiter*in wird im Projekt „Sammlungsbesichtigung als epistemische Praktik in der Scientific Community der Geowissenschaften zwischen 1765 und 1807“ mitarbeiten. Im Rahmen der Projektarbeit wird insbesondere die Erhebung und Auswertung von handschriftlichen Reisedaten des 18. Jahrhunderts im Mittelpunkt stehen. Die Ablage der überwiegend geographischen Daten (historisch und aktuell) soll in Excel-Tabellen erfolgen. Der Aufgabenbereich umfasst zudem eine datenbankgestützte Aufnahme der entsprechenden Koordinaten (Geokodierung). Ziel ist es, anhand von historischen Ortsangaben Reiserouten für Mitteleuropa zu rekonstruieren.

Erwartet werden:
- ein fachlich einschlägiges Hochschulstudium und ein grundsätzliches Interesse an der Geschichte der Frühen Neuzeit
- Erfahrungen mit den üblichen textverarbeitenden Programmen sowie der Umgang mit MS Excel, Erfahrungen mit Google Maps bzw. Google Earth von Vorteil
- Erfahrungen im Umgang mit frühneuzeitlichen Handschriften und Transkriptions-erfahrungen sind von Vorteil, eine entsprechende Lernphase am Beginn der Tätigkeit ist aber ebenso möglich

Die Aufgaben können sehr gut von zu Hause aus erledigt werden, zudem ist eine recht flexible Zeiteinteilung möglich.

Ihre formlose Bewerbung mit einem knappen Motivationsschreiben und Lebenslauf richten Sie bitte bis zum 05.03.2021 zusammengefasst in einer pdf an:
ulrike.ludwig@uni-muenster.de und atietz@uni-muenster.de.

Prof. Dr. Ulrike Ludwig
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Historisches Seminar
Professur für Geschichte der Frühen Neuzeit
Domplatz 20-22
48143 Münster

Sprechstunde im Wintersemester 20/21:

mittwochs, 16.30 - 17.30 Uhr

Bitte melden Sie sich einen Tag im Voraus per E-Mail unter ulrike.ludwig@uni-muenster.de an.

WWU im "eingeschränkten Betrieb"
Lehrveranstaltungen werden digital angeboten

Das Rektorat der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) hat mit Blick auf die aktuelle Entwicklung der Corona-Pandemie beschlossen, dass ab dem 27. Oktober 2020 ein "eingeschränkter Betrieb" gilt. Das bedeutet vor allem, dass im Wintersemester 2020/21 während der aktuell geltenden Stufe 2 alle Lehrveranstaltungen digital angeboten werden - praktische Elemente wie Laborarbeiten oder Einzelunterricht sind unter Einhaltung der Hygiene-Vorschriften auch in Präsenz möglich, sofern es die rechtliche Situation zulässt. Weitere wichtige Details im Überblick:

  • Beratungseinrichtungen wie beispielsweise der Career Service oder das Studierendensekretariat, Bibliotheken, Institute und die Dekanate bleiben geöffnet. Die WWU empfiehlt, sich auf den jeweiligen Webseiten der Einrichtungen über etwaige Präsenz-Angebote zu informieren.
  • Die WWU bittet darum, die Hygiene- und Sicherheitsvorschriften in den Gebäuden konsequent zu beachten.

Die WWU bietet den Studierenden, Lehrenden und Beschäftigten jeweils passende Fragen-und-Antworten-Seiten an, die laufend aktualisiert werden.

Weitere Informationen unter https://www.uni-muenster.de/de/coronavirus-information.html

Ausstellungsprojekt Nürnberg - Zeichen der Zukunft. Wahrsagen in Ostasien und Europa.

Zeitraum: 3. Dezember 2020 –30. Mai 2021

Die Ausstellung "Zeichen der Zukunft. Wahrsagen in Ostasien und Europa", an deren Vorbereitung der Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit maßgeblich mitgearbeitet hat, wird coronabedingt zunächst digital starten. Die Ausstellung des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg (GNM) nimmt vielfältige Formen, Instrumente und Protagonisten ostasiatischer und europäischer Wahrsagung in den Blick: Sie reichen vom „inspirierten Sehen“ über die Deutung von Sternkonstellationen und Himmelszeichen bis hin zu komplexen Los- und Rechenverfahren. Vor dem Start der digitalen Ausstellung gibt die Digital Story "Zeichen der Zukunft" des Museums erste Einblicke in die Vielfalt der Ausstellung.

Am Ende eines Jahres blicken viele erwartungsvoll in die Zukunft: Was wird das neue Jahr bringen –für die Gesellschaft, in politischer Hinsicht, aber auch ganz persönlich für einen selbst? Das Bedürfnis, vor allem in Zeiten des Umbruchs das Kommende zu kennen und sich darauf einstellen zu können, existiert seit Jahrtausenden in allen Kulturen der Welt. Erkenntnis erhoffte man sich von höheren Mächten. Zahlreich waren die Methoden und Dinge, von denen man sich Orientierung versprach. Die Ausstellung zeigt rund 100 Exponate aus Ostasien und Europa: mehr als tausend Jahre alte Orakelknochen, handschriftliche Horoskope und Bauern-kalender, Glaskugeln, Tarotkarten und Talismane. Neben diesen „Werkzeugen“ der Zukunftsdeutung werden auch einzelne Akteure vorgestellt –wie z.B. Madame Buchela, die sich als sogenannte „Wahrsagerin von Bonn“ in der Politikberatung einen Namen machte. (Pressemitteilung des GNM, 18. Feb. 2020) In Kooperation mit dem National Museum of Taiwan History und der Academia Sinica in Taipeh, dem IKGF „Schicksal Freiheit und Prognose“ an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg und dem Arbeitsbereich Geschichte der Frühen Neuzeit an der Westfälischen Wilhelms Universität Münster spannt die Ausstellung einen großen zeitlichen und geografischen Bogen und zeigt erstaunliche Parallelen in der Kultur des Wahrsagens in Ostasien und Europa auf.
Die Initiative zur Sonderausstellung ist eng verknüpft mit dem gemeinsam von Prof. Dr. Ulrike Ludwig, WWU Münster, und Dr. Thomas Eser, ehemals Germanisches Nationalmuseum Nürnberg jetzt Städtische Museen Nürnberg, geleiteten Forschungsprojekt „Überlieferungsweisen, Betrachtungsweisen, Gebrauchsweisen. Bedeutungszuweisungen an Artefakte der Hellseherei in Europa vom 17. bis zum frühen 20. Jahrhundert“.

Kuratorin: Marie-Therese Feist M.A.,