Aktuelles am Lehrstuhl für die Geschichte der Frühen Neuzeit

Sprechzeiten während der Semsterferien:

Mittwoch, 19. Februar 16.00 - 17.30 Uhr
Montag, 30. März 14.00 - 15.30 Uhr

Forschungskolloquium Arbeitsbereich Frühe Neuzeit & Außereuropäische Geschichte


Prof. Silke Hensel
Prof. Ulrike Ludwig
Prof. Michael Sikora

Raum: Fürstenberghaus - F 33
Uhrzeit: 18.00 bis 20.00 Uhr

Im Forschungskolloquium sprechen auswärtige Gäste und Angehörige des Seminars zu aktuellen Problemen des Faches. Die Vortragsthemen und -termine werden jeweils mit Anschlägen bekannt gemacht.  Programm

Termine:
16.10.2019, 23.10.2019, 30.10.2019
06.11.2019, 13.11.2019, 20.11.2019, 27.11.2019
04.12.2019, 11.12.2019
08.01.2020, 15.01.2020, 22.01.2020, 29.01.2020

© .

Winterschool - WWU Münster & EHESS Paris
Vielfalt!
Neuere Forschung zu Recht und Justiz im frühneuzeitlichen Alten Reich


Thematischer Ausgangspunkt der Winterschool ist die Beobachtung, dass in frühneuzeitlichen Gesellschaften Rechtsnormen – von der Bestrafung kriminellen Verhal-tens bis hin zu Erbfolgeregelungen – weder einheitlich noch eindeutig waren. Hinzu kam der Umstand, dass neu-ere Gesetze die älteren ergänzten, statt sie zu ersetzen. Ähnliches gilt für die Rechtspraxis, die sich ebenso durch eine oft verwirrende Vielfalt der Formen auszeichnete. Im Fall des Alten Reichs schuf schließlich die Überlagerung und Verschachtelung verschiedenere Herrschaftsräume und -ebenen weitere Anlässe für die Heterogenität von Recht und Justiz.
Vielfalt war offenbar zentrales Kennzeichen von Recht und Justiz in der Frühen Neuzeit. Genau hier setzt die Winterschool an. Anliegen ist es, an ausgewählten Bei-spielen diese Vielfalt von Recht und Rechtspraxis und den Umgang der Zeitgenossen damit näher kennenzuler-nen. Interessant ist dies nicht nur mit Blick auf die Frage, was Recht unter diesen Umständen überhaupt bedeutete. Diskutiert werden soll auch, welche Funktionen Recht für die frühneuzeitliche Gesellschaft erfüllte. Wie wurde es wahrgenommen und begründet? Wie standen die Zeitge-nossen selbst zur Vielfalt der Rechtsnormen und -prakti-ken? Wurde diese hingenommen oder als Defizit verstan-den und kritisiert, oder aber als Ressource und Hand-lungschance aufgefasst? Interessant ist dies nicht nur für eine Geschichte des Rechts, sondern gerade auch, weil sich hieran Grundlegendes über die Ordnungsvorstellun-gen und Herrschaftsformen im Alten Reich lernen lässt.
Im Rahmen der Winterschool werden eine Reihe von Fall-beispielen betrachtet, aber auch jene Ansätze genauer vorgestellt, mit denen in der Forschung aktuell versucht wird, die frühmoderne Vielfalt im Recht konzeptionell zu erfassen und zu beschreiben. Die verschiedenen Themen werden unter der Leitung einschlägig forschender Wis-senschaftler*innen in Vorträgen und Diskussionen ge-meinsam erarbeitet. Das Programm besteht aus Fachvor-trägen und gemeinsamen Arbeitseinheiten, Arbeitsspra-che ist Deutsch. Der Schwerpunkt liegt auf der gemeinsa-men Diskussion, zu deren Vorbereitung ein Reader er-stellt wird. Flyer

Ihre Bewerbung senden Sie bitte an:
Prof. Dr. Ulrike Ludwig 
Dr. Falk Bretschneider