
Bericht zum Begräbnis von Jean de Luxembourg, 1508. Darstellung Pferd des Verstorbenen mit den „Quatre bannieres de sang“ (Paris, BnF, fr 5229, fol. 148r)
Am 2. Juli wird Torsten Hiltmann in der Ringvorlesung "Historische Hilfswissenschaften und die moderne Geschichtswissenschaft"am Historischen Seminar der Univeristät Kiel sprechen. Unter dem Titel „Heraldik. Mittelalterliche Wappen als Medien der Repräsentation“ soll es zum einen um das Verhältnis zwischen Heraldik und Geschichtswissenschaft gehen, das hier näher definiert werden soll. Zum anderen wird von den Besonderheiten der Wappen als Kommunikationsmittel zu sprechen sein und deren Leistungen als Medien sowie das damit einhergehende Potential.
Was in einem dritten Teil dann an einem konkreten Beispiel demonstriert werden soll. In dem hier zu besprechenden Obsequientraktat wird ein äußerst außergewöhnliches Adelskonzept präsentiert - das sich jedoch erst mit näherer Kenntnis der Heraldik erschließt.
Was einerseits zeigt, in welcher Weise bereits die Zeitgenossen die mit den Wappen und ihrer Formensprache verbundenen Möglichkeiten einzusetzen wussten. Was uns andererseits aber auch den Stellenwert der Historischen Hilfswissenschaften deutlich macht, ohne deren Kenntnisse sich derlei Analysen nicht durchführen ließen. Denn es braucht auch heraldischer Kenntnisse und der heraldische Forschung, um die zahlreichen Möglichkeiten nutzen zu können, die uns die Auseinandersetzung mit der heraldischen Kommunikation gerade auch für moderne kulturhistorische Forschung bereithält.
Zum Programm der Vortragsreihe: http://www.uni-kiel.de/download/pm/2014/2014-100-programm.pdf

