Erasmus-Mundus-Masterstudiengang „Geospatial Technologies“ wird in fünfter Förderrunde fortgesetzt

Das Progamm ist seit 2007 in der EU-Föderung und hat die Ausbildung von mehr als 400 Fachkräften im Bereich Geoinformatik aus über 85 Ländern unterstützt

Der Masterstudiengang „Geospatial Technologies“, angesiedelt am Institut für Geoinformatik der Universität Münster, geht in die fünfte erfolgreichen Förderrunde: Im Rahmen der Ausschreibung „Erasmus Mundus Joint Masters 2025“ wurden erneut Fördermittel in Höhe von mehr als 3,5 Millionen Euro eingeworben.

Diese neue Förderung ermöglicht es dem Programm, seinen außergewöhnlichen Erfolgskurs fortzusetzen, der 2007 mit der Einführung des Masterstudiengangs begann. Seitdem hat es kontinuierlich in aufeinanderfolgenden Runden Fördermittel der Europäischen Union erhalten und ist damit eines der wegweisenden Erasmus-Mundus-Programme. Europaweit ist es damit eines der am längsten laufenden Programme mit fortlaufender Föderung.

Das Programm wird gemeinsam von drei der renommiertesten europäischen Universitäten und Forschungsinstitute im Bereich der Geoinformatik und der Geodaten-Technologien durchgeführt:

•    dem Institut für Geoinformatik (IFGI) an der Universität Münster,

•    der Forschungsgruppe GEOTEC am Institute of New Imaging Technologies (INIT) der Universitat Jaume I in Castellón, Spanien, und

•    der NOVA Information Management School (NOVA IMS) an der Universidade NOVA de Lisboa, Portugal.

Die drei Partnerinstitutionen vereinen international anerkannte Fachkompetenz in den Bereichen Geoinformatik, Geowissenschaften, Informatik, fortgeschrittene Analytik und Data Science, Fernerkundung, standortbezogene Dienste sowie innovative Geodaten-Technologien. Ihre sich ergänzenden akademischen Profile bieten den Studierenden eine wahrhaft interdisziplinäre Ausbildung und die Möglichkeit, in drei verschiedenen europäischen Ländern zu studieren.

Mit den Mitteln der Europäischen Union wurde bislang die Ausbildung von mehr als 400 herausragenden Studierenden und Fachkräften aus über 85 Ländern finanziert, wodurch eine wahrhaft internationale Gemeinschaft von Experten entstanden ist, die weltweit in Wissenschaft, Regierung, Industrie und Zivilgesellschaft tätig ist. Ein beträchtlicher Teil der Fördermittel fließt in Stipendien für internationale Studierende, um eine gerechte und auf Exzellenz ausgerichtete Studierendengemeinschaft zu fördern.

Die internationale Struktur des Programms ermöglicht es den Studierenden, in einem multikulturellen akademischen Umfeld zu studieren und von der sich ergänzenden Expertise der drei Partneruniversitäten zu profitieren. Eine der größten Errungenschaften des Programms ist die lebendige Alumni-Gemeinschaft. Sie spiegelt den nachhaltigen Einfluss der Erasmus-Mundus-Initiative auf die berufliche Entwicklung, die internationale Mobilität und die akademische Zusammenarbeit wider.

Für Dr. Fillipe Feitosa, Koordinator des Programms am IFGI in Münster, bringt die neue Förderperiode auch neue Herausforderungen mit sich: „Die Menge der heute verfügbaren Geodaten und Erdbeobachtungsdaten wächst rasant, doch ihr Wert für die Gesellschaft hängt von unserer Fähigkeit ab, sie in verwertbares Wissen umzuwandeln“, sagt er. „Künstliche Intelligenz - insbesondere GeoAI - verändern die Art und Weise, wie komplexe räumliche und zeitliche Daten analysiert werden, und Arbeitgeber benötigen zunehmend Fachkräfte, die räumliches Denken mit maschinellem Lernen, LLMs, Cloud-Computing und Erdbeobachtungsanalysen verbinden. Nur wenige Studiengänge integrieren diese Kompetenzen auf kohärente Weise. Unsere Aufgabe in den kommenden Jahren besteht darin, den gemeinsamen Lehrplan an das Tempo des Wandels an allen drei Universitäten anzupassen und unsere Lehr- und Bewertungsmethoden zu überdenken, da KI-Tools mittlerweile Teil der täglichen Arbeit unserer Studierenden sind.“

Die neue Förderphase ist eine wichtige Anerkennung der akademischen Exzellenz des Studiengangs. Mithilfe des Stipendienprogramms können hochqualifizierte Fachkräfte ausgebildet werden, die komplexe globale Herausforderungen mithilfe von Geodaten und -technologien zu bewältigen. Sie bildet eine solide Grundlage für die Fortführung exzellenter Lehre und stellt sicher, dass auch künftige Generationen talentierter Studierender aus aller Welt weiterhin eine hochwertige, international ausgerichtete Ausbildung in diesem strategisch wichtigen Bereich erhalten können.

Das Erasmus-Mundus-Masterstudienprogramm „Geospatial Technologies“ schlägt mit neuem Ehrgeiz und einem festen Bekenntnis zu akademischer Exzellenz, Innovation und globaler Zusammenarbeit ein neues Kapitel auf.

Die Auswahl der Stipendiaten für den Studienstart im kommenden Wintersemester 2027/28 wird Ende Oktober beginnen. Informationen zum Studienprogramm und den Aufnahmebedingungen finden sich unter https://mastergeotech.info/.

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