AB 4:
Zu Beginn des Teilprojekts werden Interviews mit aktiven Richterinnen und Richtern im Strafrecht durchgeführt, um konkrete Bedarfe und Wünsche, aber auch Bedenken und Vorbehalte bezüglich des Einsatzes von KI zu eruieren. Aufbauend auf diesen Ergebnisse werden auf Basis psychologischer Modelle und Theorien experimentelle Studien durchgeführt, die zentrale Aspekte der Akzeptanz einer KI (bspw. Leistungsfähigkeit und Ziele der KI) im Bereich des Strafverfahrensrechts unter Berücksichtigung unterschiedlicher „Stakeholder“ Perspektiven untersuchen (Richterinnen und Richter, Angeklagte und ihre Rechtsanwälte, unbeteiligte Beobachter aus der Gesellschaft). Außerdem werden die Einflüsse von Rahmenbedingungen, wie bspw. Zeitdruck und Arbeitsbelastung von Richterinnen und Richtern, auf das Nutzungsverhalten von KI-Empfehlungen in Strafrechtsverfahren erforscht. Im Zentrum dieser Untersuchungen steht eine möglichst optimale Kalibrierung von Vertrauen in KI.