Hauptseminar "Geteilte und umkämpfte religiöse Räume: Islam und Christentum in Istanbul“ - 6. bis 12. April 2015

„Shared and Contested Spaces: Islam and Christianity in Istanbul“ unter diesem Motto reiste eine Delegation Münsteraner Studierender der Theologie, Religionswissenschaft, Islamwissenschaften und Kulturanthropologie unter Leitung von Prof. Dr. Hintersteiner (Institut für Missionswissenschaft und außereuropäische Theologien) nach Istanbul und nahmen vom 06. Bis 12. April an einem Studienprogramm teil.

Die Exkursion wurde vom Institut für Missionswissenschaft und außereuropäische Theologien in Kooperation mit der Marmara Universität Istanbul veranstaltet. Den Studenten bot sich die einzigartige Gelegenheit, neben Fachvorträgen und Austausch mit Studierenden der islamischen Theologie der Marmara Universität auch die in den Vorträgen besprochenen Schauplätze der Religionsgeschichte im europäisch-asiatischen Grenzgebiet zu besuchen und so ein Gespür für das historische und heutige Zusammenleben der Religionen zu erhalten.

Den Auftakt des Seminars bildete ein Empfang in dem Holy Trinity Kloster auf Halki (Hebeliyada), dem ehemaligen Standort einer der historisch bedeutendsten theologischen Schulen der griechisch-orthodoxen Welt und Wohnort des Metropoliten von Bursa, der die Gruppe herzlich empfing. Die Woche war dann geprägt von Exkursionen zu den bedeutenden Orten der geteilten christlich-islamischen Geschichte der Region wie der Hagia Sophia, der blauen Moschee, der Eyüp Moschee und weiteren; sowie einem gemeinsamen Studientag an der Marmara Universität im Dialog mit den dortigen Theologiestudierenden. Dort hielt unter anderem Prof. Dr. Klaus Müller (Direktor des Seminars für Philosophische Grundfragen der Theologie), der sich als Erasmus-Gastdozent ebenfalls in Istanbul aufhielt, einen Vortrag. Abgeschlossen wurde die Woche mit der Teilnahme an der Feier des orthodoxen Osterfestes im Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel, einem der bedeutendsten Patriarchate der orthodoxen Welt.

Das Studienprogramm war ein voller Erfolg und es konnte neben dem Wissenserwerb der Studierenden auch ein Grundstein für zukünftige Kooperationen und wissenschaftlichen Austausch zwischen Münster und der Marmara Universität, dem Kloster auf Halki und dem Ökumenischen Patriarchat gelegt werden.

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