
Der Streit um die Messe nach der Liturgiereform
Kaum nach dem Tod von Papst Franziskus entfachte innerhalb der Kirche, aber auch in der Theologie, erneut eine Diskussion um die Feier der sogenannten „Alten Messe“. In der Medienlandschaft lassen sich hierzu zahlreiche Beiträge im World Wide Web finden. Es entsteht der Eindruck, dass eine neue Phase der Auseinandersetzung mit der Alten Messe begonnen hat, in der sich zeigen wird, wie Papst Leo XIV. mit dieser Thematik umgehen wird.
Der vorliegende Beitrag versucht aufzuzeigen, dass die gegenwärtige Attraktivität dieser liturgischen Feiergestalt auch unmittelbar mit der aktuellen Feierpraxis der Messe zusammenhängt, wie sie sich im Zuge der Liturgiereform vielfach durchgesetzt hat. Dabei wurden nicht selten „traditionelle“ Elemente aufgegeben, obwohl dies von der Liturgiekonstitution Sacrosanctum Concilium keineswegs ausdrücklich vorgesehen war. Wenn daher über die „Alte Messe“ gesprochen wird, sollte zugleich auch eine selbstkritische Auseinandersetzung mit der gegenwärtigen Ordnung und Praxis der Messfeier erfolgen. Abschließend sollen einige Lösungsansätze skizziert werden, wie die Kirche künftig mit der „Alten Messe“ umgehen könnte. Weiterlesen auf ExFonte.
MX, 07.05.2026
