
BERNHARD NITSCHE
Erfahrung und Offenbarung des Göttlichen.
Eine religionsphilosophische Grundlegung

BERNHARD NITSCHE
Erfahrung und Offenbarung des Göttlichen.
Eine religionsphilosophische Grundlegung

BERNHARD NITSCHE
Mensch und Gott
Bernhard Nitsches religionsphilosophische Grundlegung komparativ-religiöser Studien entfaltet die grundlegende These, dass die drei Dimensionen des Menschseins von Weltbezug, Sozialbezug und Selbstbezug die menschlichen Zugänge zum uneinholbar Ganzen der Wirklichkeit als göttlicher Transzendenz kennzeichnen und die Vorstellungen vom Göttlichen maßgeblich vorstrukturieren. Von dieser These her lässt sich begründen, warum es – trotz geschichtlich-kultureller und religiös-systemischer Differenz – transkulturell und transreligiös sowie diachron und synchron Entsprechungen im Verständnis des Göttlichen sowie in Elementen, Figuren und Funktionen der Vermittlung zwischen dem Göttlichen und dem Menschlichen gibt. Nitsche legt ein differenziertes Instrumentarium zu deren Analyse vor und wendet dieses für moderne Spiritualitäten und geprägte religiöse Traditionen von Buddhismus, Christentum, Daoismus, Hinduismus, Islam und Judentum gewinnbringend an.

BERNHARD NITSCHE | UFUK TOPKARA
Zur Resonanz von Gottesbild und Lebensform
Die Resonanztheorie Hartmut Rosas stellt einen bisher vor allen Dingen in der Soziologie und Altertumsforschung aufgegriffenen produktiven Theoriebeitrag dar, dessen breite theologische Rezeption noch aussteht. Um das Potential der Resonanztheorie für die christliche wie islamische Theologie auszuloten, wird diese im Hinblick auf Gottesbild und Lebensform interdisziplinär untersucht und unter den Leitmotiven religiöser Erfahrung, unveräußerlicher Würde, Freiheit, Verantwortung und Gottebenbildlichkeit.

BERNHARD NITSCHE | NAEMEKA EKWEARIRI | SCHNELL (Hgg.)
Phänomenologie und Theologie. Ein Methodendiskurs

Bernhard Nitsche
Wer die Sinnfrage stellt und der Sinnsuche von Menschen nachspürt, wird dies nicht losgelöst vom gegenwärtigen Lebenskontext und den aktuellen Lebensbedingungen tun können. Denn die Frage nach Sinn verbindet sich mit den Fragen: Was ist mir persönlich wichtig? Was gibt meinem Leben Bedeutung? Was trägt mich, wenn Orientierungslosigkeit und Unsicherheit zunehmen? Welcher Lebensstil ist für mich stimmig? Von daher kommt die Frage in den Blick, wie ich mein Leben positiv verstehen und meinem Dasein in dieser Welt einen erfüllenden Sinn geben kann.
Schwerpunktthema im Anzeiger für die Seelsorge 7/8 2025, Seite 18 - dort ausführlich

Bernhard Nitsche
Erfahrung und Offenbarung
Religionsphilosophischer Möglichkeitsaufweis
In den folgenden Überlegungen wird der Zusammenhang von Erfahrung und Offenbarung reflektiert. Ausgehend von der menschlichen Erfahrung werden dabei religionsphilosophisch der Rahmen und die Möglichkeit einer theologischen Rede von Offenbarung abgesteckt. Damit werden die zentralen anthropologischen Gründe offengelegt, die es erlauben, spezifische Erschließungsereignisse des menschlichen Daseins als ein Geschehen von Offenbarung göttlicher Nähe und Zuwendung zum Menschen zu begreifen. Die Überlegungen konzentrieren sich auf den leitenden Interpretationsrahmen des alltäglichen Lebens und seine weltanschauliche Bestimmung angesichts des existenziellen Sinnbedürfnisses des Menschen, sich im Ganzen der Wirklichkeit zu beheimaten. Der osmologisch-ontologischen Unverfügbarkeit des Daseins sowie der anthropologischexistentialen Verwiesenheit auf Sinngewährung entspricht die Auslegung
des Freiheit und Subjektivität eröffnenden Grundes im Bewusstsein. Das Gründungsverhältnis von Grund und Bewusstsein wird als potentielles Resonanzverhältnis begriffen, das im subjektiven Selbsterleben des Menschen unthematisch erspürt und thematisch ausgelegt werden kann. Ein solcher Ereigniszusammenhang darf als Offenbarung aufgefasst werden, wenn im Spüren des Grundes die Unverfügbarkeit des Resonanzerlebens und sein passives Gewährtsein miterfahren wird.

BERNHARD NITSCHE
Die Namens-Offenbarung am Horeb als Geschehen der Befreiung
DOI: 10.35070/ztp.v146i3.4165
Zusammenfassung: Die zentrale Überlieferung der Namens-Offenbarung am Horeb (Ex 3,14) wird in dieser Abhandlung als Paradigma der Glaubenserfahrung und des Monotheismus Israels verstanden und mit Christoph Menke als Ereignis und Deuteformel für befreites Mensch-Sein interpretiert. Die Faszination der Gottesbegegnung eröffnet Anderskönnen. Die Analyse der Möglichkeit des Hörens des Gebots und die beständige Anrede durch das Mit-Dabei-Sein Gottes werden als Freiheitseröffnung, Identitätsstiftung und Befreiung profiliert, die Gottebenbildlichkeit zusprechen und zu befreienden Ebenbildhandlungen ermutigen. Von daher ist es möglich, den Kerngehalt des Offenbarungsgeschehens auch für den Menschen der Gegenwart unter dem Leitmotiv
der Befreiung zum Klingen zu bringen.