
Actus Academicus mit vielen Gästen
In feierlichem Rahmen hat die Katholisch-Theologische Fakultät am Freitag ihre Absolvent:innen verabschiedet. Zugleich erhielten die künftigen Religionslehrkräfte die vorläufige Kirchliche Unterrichtserlaubnis (VKU). Beim Actus Academicus gratulierte der Dekan auch fünf Wissenschaftler:innen zur erfolgreichen Promotion.
Zahlreiche Gäste kamen in der Aula der Katholischen Studierenden- und Hochschulgemeinde (KSHG) zusammen, darunter Familienangehörige, Freund:innen sowie Mitglieder der Fakultät. Diesmal gab es zwei Festakte, die durch einen gemeinsamen Gottesdienst verbunden waren.
„Wir freuen uns, dass es wieder gelungen ist, diese Veranstaltung in Kooperation mit dem Bistum Münster durchzuführen. Die große Zahl derer, die sich heute angemeldet haben, spricht für den Erfolg des Formats“, sagte Dekan Prof. Dr. Oliver Dyma zur Eröffnung.
Festakt für Absolvent:innen und Verleihung der VKU
Mit 150 Personen war die Feier am Nachmittag sehr gut besucht. 27 Absolvent:innen, die ein Referendariat beginnen, erhielten von Barbara Bader, Leiterin der Abteilung Religionspädagogik des Bistums Münster, ihre vorläufige kirchliche Unterrichtserlaubnis. Diese Zeremonie symbolisiert den erfolgreichen Übergang der Absolvent:innen der Lehramtstudiengänge in die nächste Phase ihrer beruflichen Laufbahn.
Absolvent:innen


Gratulation zum Studienabschluss des Master of Education und Verleihung der vorläufigen Kirchlichen Unterrichtserlaubnis.© KTF | RB 
Gratulation zum Studienabschluss des Master of Education und Verleihung der vorläufigen Kirchlichen Unterrichtserlaubnis.© KTF | RB 
150 Gäste kamen zum ersten Festakt, dem Actus Academicus mit Verleihung der vorläufigen Kirchlichen Unterrichtserlaubnis.© KTF | RB 
Gratulation und Zeugnisübergabe Magister/Magistra Theologiae.© KTF | RB 
Barbara Bader, Leitung der Abteilung Religionspädagogik des Bistums Münster.© KTF | RB 
Dekan Prof. Dr. Oliver Dyma begrüßt die Absolvent:innen.© KTF | RB 
Hannah Fink von der Offenen Fachschaft Katholische Theologie gratulierte den Absolvent:innen.© KTF | RB 
Daniel Ladermann vom Mentorat Münster.© KTF | RB 
Musikalisch begleiteten Adrian Papež (Gitarre) und Dabeen Lee (Klavier) beide Festakte.© KTF | RB 
Die Petrikirche.© KTF | RB 
Anschließender Segen für die Absolvent:innen in der Petrikirche.© KTF | RB 
Anschließender Segen für die Absolvent:innen in der Petrikirche.© KTF | RB 
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Die Studentischen Hilfskräfte sorgten für einen reibungslosen Ablauf des Actus Academicus: (v.l.) Marcel, Marina, Robert, Elijah und Luca.© KTF | RB 
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Außerdem überreichte der Dekan vier Absolvent:innen des Studiengangs Magister/Magistra Theologiae ihr Zeugnis und gratulierte herzlich zum erfolgreichen Studienabschluss. „Münster ist ein wichtiger Standort, was das so genannte theologische Vollstudium betrifft, auch wenn die Zahl der Abschlüsse deutlich geringer ist. Münster ist nach wie vor der wichtigste Standort für die theologische Ausbildung in Deutschland“, sagte Oliver Dyma. Dies gelte auch für den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Theologie: Insgesamt sind an der Katholisch-Theologischen Fakultät etwa 170 Promovierende in verschiedenen Fächern und Doktoratsstudiengängen eingeschrieben.
Zu den neuen Theolog:innen sagte der Dekan: „Die Welt ist ohne ein Verständnis religiöser Phänomene nicht zu verstehen. In den Religionen liegen auch Ressourcen für einen anderen Blick auf die Welt, die Hoffnung auf einen dauerhaften, lebensfördernden Frieden, auf den Erhalt der Schöpfung. Bringen Sie Ihre Kompetenzen da ein, wo Sie leben und arbeiten werden: in den Schulen, in den Gemeinden, in der Gesellschaft. In den Unsicherheiten der gegenwärtigen Zeit wünsche ich Ihnen für Ihre Zukunft Zuversicht und Mut.“
Auch Daniel Ladermann vom Mentorat Münster und Barbara Bader, Leiterin der Abteilung Religionspädagogik des Bistums, wünschten den jungen Menschen alles Gute und einen glücklichen Start in das Berufsleben.
Promovend:innen

Feierlicher Festakt mit Promotion
Im Mittelpunkt des zweiten Teils nach dem Gottesdienst stand die feierliche Promotion von fünf Wissenschaftler:innen. Dekan Oliver Dyma überreichte ihnen die Urkunde und gratulierte.
Davor sprach er über Entwicklungen, mit denen sich die Fakultät beschäftigt. Zentrales Thema bleibe die Haushaltskonsolidierung: Aufgrund der Haushaltslage der Universität sowie der Absenkung der grundständigen Finanzierung durch das Land sind alle Fachbereiche zu umfangreichen Einsparungen in den nächsten fünf Jahren aufgerufen.
Viele Entwicklungen stimmten die Fakultät aber auch sehr optimistisch.
- 2027 stehe der Umzug auf den Campus der Theologien und religionsbezogenen Studien an, auf dem die katholische, evangelische und islamische Theologie, zusammen mit vielfältigen religionsbezogenen Studien, unter einem Dach forschen und lehren werden.
- Die gerade veröffentlichte Studie zu Spirituellem Missbrauch in Geistlichen Gemeinschaften unter der Leitung von Prof. Dr. Judith Könemann und Dr. Bernhard Frings stoße auf sehr großes öffentliches Interesse.
- Dem Team um Prof. Dr. Hubert Wolf ist es gelungen, eine 25jährige Förderung durch das Akademien-Programm einzuwerben. Das Großprojekt „Der Vatikan und die Verfolgung der Juden in Europa“ werde ein Leuchtturm für den neuen Campus sein. Die feierliche Eröffnung des Projekts ist für den 3. Mai 2027 geplant.
- An der Fakultät werde es zudem eine neue Stiftungsprofessur Kirchenrecht geben.
- Der Universität Münster wurden außerdem rund acht Millionen Euro vom Bund zugesagt, um Vorbereitungen für einen Antrag für ein Leibniz-Institut organisieren zu können. Die ersten Weichen dafür seien gestellt.
Würdigung der Promovend:innen
Ausführlich würdigte der Dekan die Arbeit der Nachwuchswissenschaftler:innen. Sie haben sich über mehrere Jahre mit einer Fragestellung beschäftigt und sind zu Expert:innen auf ihrem Gebiet geworden. Nach dem Abschluss der schriftlichen Dissertation standen als mündliche Prüfung Rigorosa an oder eine Verteidigung der Thesen der Dissertation. „Die Kandidatinnen und Kandidaten haben sich als würdig erwiesen, Doktor oder Doktorin der Theologie beziehungsweise der Philosophie sein“, sagte der Dekan.
Den beim Actus Academicus traditionellen Promotionsvortrag hielt Dr. theol. Carolin Hohmann. Sie sprach über „Theologie an der Kreuzung. Zum theologischen und religionspädagogischen Potential von Intersektionalität“. Intersektionalität (von englisch intersection für „Straßenkreuzung“ oder „Schnittmenge“) beschreibt, wie verschiedene soziale Kategorien wie Geschlecht, Herkunft, Hautfarbe, soziale Klasse, sexuelle Orientierung, Religion oder Behinderung nicht isoliert voneinander wirken, sondern sich überschneiden und gegenseitig beeinflussen.
Auch die anderen Promovierten stellten ihre Arbeit dem Publikum kurz vor:
- Dr. theol. Anne Achternkamp
Politische Philosophie bei Origenes von Alexandria - Arne Feldmann (Dr. paed.)
Antisemitismuskritische Bildung im (katholischen) Religionsunterricht der Grundschule. Eine Studie zum Potenzial des Schnittfelds von Historischer und Religiöser Bildung - Dr. theol. Maximilian Lintz-Piechowiak
Kirche auf Zeit? Kritische Sichtung und Analyse von außerunterrichtlicher schulbezogener Jugendarbeit vor dem Hintergrund kirchlicher Zielvorstellungen - Dr. theol. Marco Xu
Opfer und Eucharistie. Eine liturgiewissenschaftliche Untersuchung auf der Basis heidnischer und christlicher Quellen in der Spätantike
Musikalisch begleiteten Adrian Papež (Gitarre) und Dabeen Lee (Klavier) beide Festakte, die jeweils mit einem Sektempfang bei schönem Wetter im Garten der KSHG ausklangen.
Gemeinsamer Gottesdienst in der Petrikirche
Im Gottesdienst in der Petrikirche predigte Prof. Dr. Clauß Peter Sajak als Vertreter der Fakultät zu Lukas 12, 1-17, dem Evangelium zum Tag. Dabei bezog er die Ermahnung, aber auch die der Ermutigung, die Jesus dort an die Jünger richtet, auf die Tätigkeit der angehenden Religionslehrer:innen in der Schule. Die Botschaft Jesu für uns heute laute entsprechend: „Sei authentisch, vertraue auf die Wirkung deiner Verkündigung und verlasse dich auf Gottes guten Geist.“
Text: KTF | DT









