

Analyse und Weiterentwicklung der Lernortkooperation in der Pflegeausbildung
LeKoP-Infostand auf der 19. Fachtagung & Landesversammlung des BLGS NRW in Dortmund

Das Projekt LeKoP war am 8. Oktober 2026 mit einem Informationsstand auf der 19. Fachtagung und Landesversammlung des BLGS NRW vertreten. An der Veranstaltung nahmen Deniz Bozkurt (M. Ed.) und Kristin Klar (M. Ed.) teil.
Unter dem diesjährigen Schwerpunktthema „Zwischen TikTok-Trauma und Trenddiagnose – Psychische Gesundheit von Auszubildenden in Gesundheitsberufen“ bot die Veranstaltung eine wertvolle Gelegenheit für den fachlichen Austausch und die Vernetzung. Zugleich eröffnete sie neue Perspektiven und Impulse für Lehrende in den Gesundheitsberufen.
Insbesondere während der Pausen nutzten zahlreiche Teilnehmende die Gelegenheit, sich am LeKoP-Infostand über das Projekt zu informieren. Deniz Bozkurt und Kristin Klar stellten dabei die laufende Studie vor. Die Gespräche am Infostand mit Lehrenden und Praxisanleitenden aus der Pflege dienten der Theorie-Praxis-Vernetzung und stärkten die Sichtbarkeit des Projekts LeKoP in der fachspezifischen Community.
Gastvortrag von Prof. i.V. Dr. Wilhelm Koschel im Netzwerk „Bildung und Karriere“
Am 18. September 2026 referierte Prof. i.V. Dr. Wilhelm Koschel im Rahmen des Netzwerks „Bildung und Karriere“ im Verbund Pflegedirektor*innen der Unikliniken – Bundesweit (VPU) e.V. im Universitätsklinikum Münster.
Wie gelingt die Zusammenarbeit von Schule, Hochschule und Praxis, und was können Universitätskliniken dazu beitragen? Darum ging es am 18. September 2026 im Netzwerk „Bildung und Karriere“ des Verbands der PflegedirektorInnen der Unikliniken (VPU) e. V. Hr. Koschel war dort als Gastredner eingeladen. Gastgeber war das Universitätsklinikum Münster.
Vor zahlreichen Pflegedirektorinnen, Pflegedirektoren und Bildungsverantwortlichen aus Universitätskliniken im ganzen Bundesgebiet sprach Hr. Koschel über „Ausbildungsqualität in der Lernortkooperation“. Er stützte sich dabei auf erste Befunde aus dem empirisch ausgerichteten Forschungsprojekt LeKoP. Die Arbeitsgruppe Berufspädagogik führt das Projekt aktuell im Auftrag des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) durch.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wo die Kooperation der Lernorte an Grenzen bei Ressourcen und Aufgabenverteilung stößt. Insbesondere im Zuge der anstehenden Krankenhausreform ist dies aktuell vielerorts ein wichtiges Thema. Darüber hinaus stellte Hr. Koschel auf der Grundlage empirischer Daten das Potenzial für den Ausbildungserfolg heraus, wenn Lernortkooperationen kokonstruktiv angelegt sind.
Teilnahme an der Jahrestagung 2026 der Sektion Berufs- und Wirtschaftspädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE)

Vom 16. bis zum 18. September 2026 fand die Jahrestagung der Berufs- und Wirtschaftspädagogik (BWP) der DGfE an der Universität Rostock statt. Das übergeordnete Tagungsthema lautete: „Berufswissenschaft in Zeiten globaler Transformation und demokratischer Verantwortung“. Die Tagung hatte das Ziel, unterschiedliche Perspektiven auf Veränderungsprozesse im Bildungssystem aufzugreifen und so die Verantwortung der Berufsbildungswissenschaft in einer Zeit globaler Transformation und demokratischer Anforderungen gezielt in den Diskurs zu bringen.
Die AG Berufspädagogik hat sich, unter der Leitung von Prof. Dr. Ulrike Weyland und Prof. i.V. Dr. Wilhelm Koschel gemeinsam mit Kristin Klar (M.Ed.) und Deniz Bozkurt (M. Ed.), mit einem Beitrag in der Session “Generalistische Pflegeausbildung” an der Fachtagung beteiligt. Der Titel des Fachvortrags lautete: „Qualität der Lernortkooperation in der generalistischen Pflegeausbildung – Sekundäranalytische Befunde aus abgeschlossenen BIBB-Projekten“. Hierzu präsentierten Prof. i.V. Dr. Wilhelm Koschel und Kristin Klar, M.Ed. das Studiendesign und erste Ergebnisse einer Sekundäranalyse.
Des Weiteren stellten Meike Lindner, M.Ed. und Kolleginnen unter dem Titel: „Berufliche Orientierung als schulindividuelle Herausforderung: Ergebnisse zu organisationalen Bewältigungsstrategien im Kontext der Schulentwicklung“ ebenfalls Inhalte aus dem Projekt DIGIBO Best! vor. Dies fand in der Session „Schulentwicklung“ statt.
Teilnahme am BIBB-Forschungskongress „Resilienz in der Pflege“


Am 07. und 08. Mai 2026 lud das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) zum Forschungskongress ins Wissenschaftszentrum nach Bonn ein. Das Thema lautete: „Resilienz in der Pflege“. Im Zentrum stand eine drängende Frage: Wie lassen sich Pflegesystem, Pflegeausbildung und Pflegeberuf zukunftsfähig gestalten? Zwei Tage lang wurden aktuelle Forschungsergebnisse sowie innovative Bildungs- und Praxisansätze vorgestellt und diskutiert.
Auch das LeKoP-Projektteam war mit einem eigenen Beitrag vertreten. Der Vortrag mit dem Titel „Qualitätsbezogene Analysekategorien für die Lernortkooperation in der Pflege. Ergebnisse einer AI-gestützten Sekundäranalyse im Projekt LeKoP“ präsentierte erste Befunde aus der Sekundäranalyse ausgewählter Datensätze früherer BIBB-Projekte.
Validierungs-Workshop mit Akteuren der St. Franziskus-Stiftung Münster und dem Universitätsklinikum Münster

Am 13. April 2026 fand im Projekt LeKoP ein interaktiver Validierungs-Workshop mit verschiedenen Akteuren der Pflegeausbildung statt. Zahlreiche Personen aus vier Akteursgruppen nahmen unter der Workshopleitung durch Prof. i.V. Dr. Wilhelm Koschel und Kristin Klar, M.Ed. an der Validierung teil.
Unter den Teilnehmenden waren Schulleitende, Lehrpersonen, Stationsleitungen und Praxisanleitende. Die heterogene Zusammensetzung ermöglichte eine mehrperspektivische Analyse der Lernortkooperation.
Aus Forschungsperspektive trug der Workshop primär zur wissenschaftlichen Validierung deduktiver Kategorien bei, die die Lernortkooperationen in der Pflegeausbildung konstituieren.
Impulsvortrag auf der BLGS Kick-off Veranstaltung im Münsterland

Am 23. März 2026 nahmen Prof. i.V. Dr. Wilhelm Koschel, Kristin Klar (M.Ed.) und Deniz Bozkurt (M.Ed.) an der Kick-off-Veranstaltung „Gemeinsam Pflegeausbildung gestalten" im Alexianer Bildungszentrum Gesundheit und Soziales in Münster teil.
Die Veranstaltung wurde durch den Bundesverband Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe (BLGS) organisiert, der als strategischer Praxispartner im Forschungsprojekt „LeKoP“ fungiert. Ziel des Kick-offs war es, Lehrende, Praxisanleitende, Schulleitungen, Pflegemanager*innen sowie weitere Akteur*innen der praktischen Ausbildung zusammenzubringen, um gemeinsam über neue Wege der Zusammenarbeit in der Pflegeausbildung im Münsterland zu diskutieren. Unter dem Motto „Eine Sprache sprechen – Up-to-Date sein – Neu denken, und das gemeinsam!“ standen dabei insbesondere die gemeinsame Diskussion wissenschaftlicher Begleitforschungsergebnisse, der berufspolitische Austausch sowie die Entwicklung zielgerichteter Maßnahmen für die kooperative Pflegeausbildung im Fokus.
Im Rahmen der Veranstaltung hielt Prof. i.V. Dr. Wilhelm Koschel einen Impulsvortrag mit dem Titel „Relationierung von Theorie und Praxis in der Lernortkooperation? – Eine kritische Analyse zum Umgang mit Wissensbeständen aus der Theorie und Praxis“, der wichtige Denkanstöße für die anschließende gemeinsame Arbeit lieferte.
Wir danken dem BLGS sowie dem Alexianer Bildungszentrum Gesundheit und Soziales Münster für die Organisation und Ausrichtung der Veranstaltung und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.
Erfolgreiche Drittmittelakquise für ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt über 3,5 Jahre
Das Bundesinstitut für Berufsbildung beauftragt die Arbeitsgruppe Berufspädagogik mit der empirischen Analyse von Lernortkooperationen im Kontext des Pflegeberufs

Das neue Drittmittelprojekt trägt den Titel „Analyse und Weiterentwicklung der Lernortkooperation in der Pflegeausbildung“. In einem kompetitiven Verfahren konnte die Forschungsskizze der AG Berufspädagogik überzeugen. Diese setzt sich im Wesentlichen aus drei Abschnitten zusammen.
Aufgrund vieler offener Fragen zu diesem Thema startet das Projekt mit einem hypothesengenerierenden Ansatz. Es folgt eine bundesweite Erhebung, in der die entwickelten Hypothesen in einem elaborierten Forschungsansatz geprüft werden. Die Erkenntnisse münden in eine Online-Schulungsreihe sowie in Empfehlungen und Instrumente für die Praxis.
In Abgrenzung zu bisherigen Ansätzen im Zuge der Lernortkooperation liegt ein Schwerpunkt auf dem Einsatz hybrider Räume und den damit verbundenen Boundary Objects. Die Wissensbestände der unterschiedlichen Lernorte sollten relationierend in hybriden Räumen zusammengebracht werden, um so ein zielgerichtetes Boundary Crossing zu ermöglichen. Hierin liegt genuin das Potenzial einer innovativen Lernortkooperation.
Das Projektvorhaben wird durch zahlreiche Akteurinnen und Akteure aus der Praxis und auf Verbandsebene begleitet. Ein besonderer Dank gilt hierbei Lisa Icking (Abteilungsleitung Praxisanleitung am Universitätsklinikum Münster), Thomas van den Hooven (Pflegedirektor am Universitätsklinikum Münster), Kira Schawe (Schulleitung Fort- und Weiterbildung an der St. Franziskus Akademie Münster), Philipp Potratz (St. Franziskus Stiftung Münster), Sandra Postel (Präsidentin der Pflegekammer NRW) und Carsten Drude (Vorsitzender BLGS).